Formel 1 China 2015: Buntere Spitze im zweiten Training

, 10.04.2015

Im 2. Freien Training zum Formel-1-Rennen in China fuhr Lewis Hamilton zur Bestzeit vor Kimi Räikkönen und Überraschungsmann Daniel Ricciardo im Red Bull

Nach dem überraschenden Sieg von Sebastian Vettel im Ferrari im zweiten Rennen der Formel-1-Saison 2015 sind alle gespannt auf das Kräfteverhältnis beim Großen Preis von China in Schanghai. Auf dem 5,451 Kilometer langen Shanghai International Circuit fanden am Freitag drei Stunden Freies Training statt, dessen Ausgang wie immer ein Indikator aber kein verlässliches Abziehbild der Hackordnung ist - aufgrund der unterschiedlichen Strategien, mit denen sich die Teams und Fahrer auf das Rennen und vielleicht auch schon auf das Qualifying vorbereiten.

Die Wetterbedingungen waren nicht ganz optimal für die Fahrer und Ingenieure. Zwar war es trocken, doch die Lufttemperatur betrug nur um die 15 Grad Celsius. Die kühlen Bedingungen, die nicht dem Durchschnitt der Grands Prix entsprechen, führten wohl auch dazu, dass das mit Hitzeproblemen geplagte McLaren-Honda-Team plötzlich einen Leistungssprung nach vorn vollführte.

Am Ende des zweiten Trainings hatte wieder ein Mercedes die Nase vorn: Lewis Hamilton erzielte eine Bestzeit von 1:37.219 Minuten. Der amtierende Weltmeister war damit um 0,443 Sekunden schneller als Kimi Räikkönen im Ferrari. Der wiederum platzierte sich vor Daniel Ricciardo, der im viel gescholtenen Red Bull mit 1,092 Sekunden Rückstand überraschend auf dem dritten Rang auftauchte.

Sebastian Vettel landete im zweiten Ferrari mit 1,120 Sekunden Abstand knapp dahinter auf der vierten Position. Der Deutsche leistete sich zu Beginn des Trainings einen Dreher, der aber bis auf einen gehörigen Schreckmoment auf dem Randstein mit Kiesbettkontakt ohne größere Folgen blieb.

Nico Rosberg musste sich mit 1,180 Sekunden Abstand auf der fünften Position zufriedengeben vor Daniil Kwjat im zweiten Red Bull (+1,518). Der Russe musste rund 20 Minuten vor dem Trainingsende nach einem Ausrutscher mit leichtem Reifenstapelkontakt vorzeitig aufgeben - vorangegangen war ein Bremsproblem, das sich mit Rauchentwicklung am Hinterrad geäußert hatte. Trotz Aufforderung seines Teams, auf dem Weg zurück an die Box langsam zu fahren und die Bremsen wenig zu verwenden, flog der Vettel-Nachfolger von der Piste.

Die Top 10 komplettierten Valtteri Bottas im Williams (+1,631), Felipe Nasr im Sauber (+1,813), Romain Grosjean (Lotus; +1,923) und Jenson Button im deutlich stärkeren McLaren. Dem Briten fehlten 2,056 Sekunden auf die Bestzeit. Teamkollege Fernando Alonso wurde mit 2,524 Sekunden Abstand auf der zwölften Position geführt.

Die Formel-1-Neulinge Max Verstappen und Carlos Sainz landeten hinter Sauber-Fahrer Marcus Ericsson (+2,532) auf den Positionen 14 (+2,675) und 15 (+2,752). Nico Hülkenberg wurde im Force India 16. (+2,932) vor Felipe Massa im Sauber, der einen Schreckmoment erlebte, als ihm bei über Tempo 300 die Hinterachse überbremste. Dies endete in einen Dreher, bei dem sich der Brasilianer den Frontflügel an der Streckenbegrenzung abriss. Da sich dieser unglücklich unter das Auto verklemmte, musste der Paulista aussteigen.

Hinter Massa (+3,204) platzierten sich noch Sergio Perez im zweiten Force India (+23,649) vor den beiden Manors von Robert Merhi (+5,754) und Will Stevens (+7,345).

Ausführlicher Trainingsbericht folgt an dieser Stelle in Kürze

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