Formel 1 Ungarn 2016: Lewis Hamilton bezwingt Nico Rosberg

, 24.07.2016

Doppelerfolg für das Mercedes-Team beim Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring - Daniel Ricciardo (Red Bull) komplettiert das Podium in Budapest

Nach der Qualifikation am Samstag, nach der es so viele Diskussionen um Gelbe Flaggen und die 107-Prozent-Regel gegeben hatte, starteten die betroffenen Fahrer trotz aller Diskussionen ohne Strafversetzungen in den Großen Preis von Ungarn. Bei sommerlichen 28 Grad Celsius Lufttemperatur und Sonnenschein ging es am Sonntagnachmittag auf die 70 Runden auf dem verwinkelten 4,381 Kilometer langen Hungaroring.

Im elften Rennen der Formel-1-Saison 2016 hatte Hamilton die Möglichkeit, die Führung in der WM-Wertung zu übernehmen - und nutzte seine Chance. Der Weltmeister sicherte sich vor den Toren Budapests seinen fünften Saisonsieg und überholte dank des Hattricks Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg, der es als Zweiter nach langer Wartezeit auf dem Hungaroring endlich auf das Podium schaffte. Dieses komplettierte Daniel Ricciardo im Red Bull als Dritter.

WM-Punkte gab es ferner für Sebastian Vettel im Ferrari auf dem vierten Rang vor Red-Bull-Fahrer Max Verstappen, Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari, Fernando Alonso (McLaren), Carlos Sainz (Toro Rosso), Valtteri Bottas (Williams) sowie Nico Hülkenberg im Force India.

Der elfte Rang ging an Sergio Perez (Force India) vor Jolyon Palmer (Renault), Esteban Gutierrez im Haas, Romain Grosjean (Haas), Kevin Magnussen (Renault), Daniil Kwjat (Toro Rosso), Felipe Nasr (Sauber), Felipe Massa (Williams), Pascal Wehrlein (Manor), Marcus Ericsson (Sauber) und Rio Haryanto (Manor). Den einzigen Ausfall musste Jenson Button (McLaren) verdauen.

Rosberg muss Pole-Position am Start abgeben

Rosberg erwischte einen mäßigen Start und musste nicht nur Hamilton, sondern kurzzeitig auch Ricciardo vorbeiziehen lassen, der sich die Position jedoch gleich in der ersten Kurve wieder zurückeroberte. Vettel erwischte einen guten Start, fand jedoch keine Lücke und blieb so auf dem fünften Rang.

Für Button war das Rennen bereits in der sechsten Runde gelaufen - Hydraulikdruckverlust! In langsamer Fahrt musste der McLaren-Pilot zunächst auf der Strecke bleiben, während das Team nach einer Lösung suchte. In der achten Runde kam Button an die Box - allerdings nur zum Reifenwechsel. Wenig später kassierte der Brite eine Durchfahrtstrafe, da er über Funk die unerlaubte Anweisung bekommen hatte, nicht zu schalten.

Nach zehn von 70 Runden hatte Hamilton als Führender 1,7 Sekunden Vorsprung auf Rosberg, dahinter Ricciardo (+2,4 Sekunden), Verstappen (+5,1), Vettel (+7,0), Alonso (+13,8), Sainz (+15,5), Bottas (+17,9), Hülkenberg (+19,7) sowie Grosjean auf dem zehnten Rang (+21,6). Dahinter: Räikkönen, Gutierrez, Perez, Nasr, Palmer, Magnussen, Massa, Kwjat, Haryanto, Ericsson, Wehrlein und Button.

Vettel stoppt als Erster der Spitze

In der 15. Runde kam Vettel zu seinem ersten Stopp und kam auf dem achten Rang wieder auf den Kurs. Hamilton und Verstappen stoppten in Runde 17, nachdem Ricciardo bereits in Runde 16 gekommen war. Damit übernahm kurzzeitig Rosberg die Führung. Rosberg stoppte einen weiteren Umlauf später und kam hinter seinem Teamkollegen zurück auf den Kurs.

Wenige Runden später funkte Hamilton an sein Team: "Ich kann die Geschwindigkeit nicht halten" - und prompt kam Rosberg seinem Teamkollegen gefährlich nahe, kam jedoch nicht in den DRS-Bereich, um einen Überholversuch zu starten.

Bereits in der 30. Runde kam Räikkönen zum zweiten Stopp - das gibt einen kurzen Zwischensprint auf dem weicheren Gummi. In der 34. Runde holte Red Bull Ricciardo an die Box - als ersten Fahrer aus den Top 5.

Die letzte Runde Boxenstopps beginnt

In Runde 41 kam Hamilton zeitgleich mit Vettel zum zweiten und wohl letzten Stopp, Rosberg eine Runde später. In der Folge fuhr Rosberg einen Tick schneller als Hamilton und Räikkönen - auf ordentlich gebrauchten roten Reifen - schneller als Vettel auf frischen Gummis.

Die Abstände in Runde 50 von 70: Hamilton 2,3 Sekunden vor Rosberg, 7 Sekunden auf Ricciardo, 8,6 auf Räikkönen, 13,0 auf Vettel, 21,5 auf Verstappen, 60,8 auf Alonso, 64,8 auf Sainz, 69,4 auf Bottas und 78,6 auf Hülkenberg auf dem zehnten Rang. Dahinter: Gutierrez (+82,5) und Perez (+83,8) gefolgt von Palmer, Grosjean, Magnussen, Kwjat, Nasr, Massa, Button, Wehrlein, Ericsson und Haryanto mit je einer Runde Rückstand.

In der 51. Runde kam Räikkönen zum letzten Stopp und setzte erneut auf die roten Reifen, mit denen er im Stint zuvor so gute Erfahrungen gemacht hatte. In der 57. Runde kassierte Gutierrez auf dem elften Rang liegend eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe, weil er zuvor Hamilton beim Überrunden zu lange aufgehalten hatte. Wenige Sekunden später krachte Räikkönen beim Überholversuch an Verstappen in den rechten Hinterreifen des Niederländers, was den Finnen ein paar Karbonteile kostete.

In der 63. Runde musste Button dann doch einen Ausfall verkraften. Sein McLaren gab auf dem 21. Rang liegend "Rauchzeichen". Unterdessen war Rosberg seinem Teamkollegen wieder deutlich nähergekommen - der Abstand betrug aufgrund eines Verbremsers Hamiltons jetzt nur noch weniger als eine Sekunde, das heißt, er befand sich in der wertvollen DRS-Zone. Doch der amtierende Weltmeister konnte sich wieder berappeln und ließ seinem Widersacher bis zum Schluss keine Chance mehr auf den Sieg.

Ausführlicher Bericht folgt an dieser Stelle in Kürze

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