Frust bei Alain Prost: Keine Fanbegeisterung für Hybrid-Antrieb

, 28.07.2015

Alain Prost hat eine Theorie, warum sich Formel-1-Fans nicht für die aktuelle Hybrid-Technologie begeistern, der Elektroantrieb in der Formel E aber ankommt

Ex-Weltmeister Alain Prost, der bei Renaults Plänen, mit einem Werksteam-Einsatz in die Formel 1 zurückzukehren, eine tragende Rolle spielt, zeigt sich von der Reaktion der Fans auf die V6-Turbo-Ära frustriert. Diese falle "etwas anders" aus als in der Formel E, bemerkt Prost gegenüber 'Motorsport.com'. "Und das ist etwas frustrierend." Der Franzose agiert in der rein elektrisch betriebenen Rennserie, die trotz ausbleibenden Motorensounds kaum in der Kritik steht, als Teamchef.

In der Formel 1 habe man "einen Motor, dessen Technologie unglaublich fortschrittlich ist, aber die Leute beißen nicht an", sagt Prost. "Vielleicht erwarten die Leute etwas ganz anderes von der Formel 1. Am Ende kümmern sie sich gar nicht um das Chassis oder das Tempo, sie wollen Kämpfe auf der Strecke, denn sie wollen, dass es interessant bleibt. Es handelt sich um eine echte Fahrer-Meisterschaft."

Prost hat die Theorie, dass die Formel 1 auch wegen ihrer unterschiedlichen Zuseher anders wahrgenommen wird als die Formel E. "Man muss das alles auch in Anbetracht der Serie, der Herangehensweise und ihrer Kundenbasis sehen", meint der Franzose. "Und die Formel 1 hat echte Fans, die eher 40 bis 60 Jahre alt sind."

Mit der Formel E spreche man "vor allem jüngere Leute" an. "Und die Positionierung am Markt sollte nicht bei beiden die gleiche sein, das ist offensichtlich."

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