Hamilton geschwächt & gewarnt: Erst schlafen, dann kämpfen

, 21.02.2015

Der stark erkältete Mercedes-Star ist froh, eine Testpause einzulegen und befürchtet, dass Ferrari, Williams sowie Red Bull seinem Team 2015 Unbehagen bereiten

Mercedes setzte den zweiten Wintertest am Samstag in Barcelona ebenso solide wie zurückhaltend fort. Der von seiner fiebrigen Erkältung nur teilweise genesene Lewis Hamilton, am Ende Dritter der Tageswertung und 1,728 Sekunden zurück, tüftelte in 101 Runden an der Aufhängung und der Aerodynamik des W06. "Ich habe mich schon besser gefühlt", so der Brite, der am Abend die Heimreise antrat. "Ich bin definitiv nicht bei 100 Prozent. Jetzt freue ich mich darauf, die nächsten Tage durchzuschlafen."

Den Abständen zur Konkurrenz misst Hamilton genau wie den Zeiten wenig Wert bei und erklärt, dass bei den Silberpfeilen andere Dinge auf der Agenda standen: "Wir waren nicht auf eine schnelle Rundenzeiten aus. Ich fuhr nur, um Setupveränderungen anzusehen." Trotz des Regens am Mittag hätte das Team es geschafft, das Tagesprogramm wie geplant durchzuziehen. "Das größte Problem ist derzeit, die Reifen zum Funktionieren zu bekommen. Sie sind auf Temperatur, aber sie scheinen nie im Arbeitsfenster zu liegen."

Ungewöhnlich: Die vorderen Pneus entwickelten Grip, die hinteren nicht. Dieses Phänomen ist auf dem Circuit de Catalunya ein Unikum. Die niedrigen Temperaturen in Katalonien von um die zehn Grad Celsius könnten damit zu tun haben, weshalb Hamilton auf Besserung im australischen Sommer hofft. "Dann geht es zum ersten Rennen und die Reifen arbeiten besser." Mehr Erkenntnisse erhofft er sich in der kommenden Woche, wenn er von der Konkurrenz das finale Upgrade vor Melbourne erwartet.

Er lobt schon jetzt die Zuverlässigkeit: "Es ging für uns bislang stets vorwärts, nicht rückwärts." Zu sicher ist sich der Champion nicht, rechnet mit einem nicht nur beim Antrieb verbesserten Red Bull, mit Williams sowie mit Ferrari und weiß nach eigener Aussage nicht, wo die eigenen Farben stehen. "Es ist Stochern im Nebel, aber das liebe ich so sehr an diesem Sport. Keine Ahnung, was uns erwartet, aber ich rechne damit, dass wir in diesem Jahr härter kämpfen müssen", prognostiziert Hamilton.

Er meint: "Die Testfahrten fühlen sich jedes Jahr an, als seien sie noch kürzer und als gäbe es noch mehr, was man hätte erledigen können. " Obwohl es zum Jahreswechsel keine große Regelnovelle gab und das Auto in Brackley nur weiterentwickelt wurde, hat sich laut Hamilton eine Menge getan und es nötig gemacht, das kleine Einmaleins neu zu lernen.

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