Hülkenberg: Nicht sicher, ob Mercedes mich genommen hätte

, 03.03.2017

2017 fährt Nico Hülkenberg im Formel-1-Werksteam von Renault - Ein Wechsel, mit dem er sehr zufrieden ist

In diesem Winter drehte sich das Transferkarussell in der Formel 1 wieder einmal besonders intensiv. Lance Stroll ging zu Williams, Kevin Magnussen zu Haas, Jenson Button macht eine Pause und Nico Hülkenberg wechselte zum 2016 wiederbelebten Renault-Werksteam. Als wenige Tage nach Saisonende dann Weltmeister Nico Rosberg noch seinen überraschenden Rücktritt verkündete, nahm alles nochmals doppelte Fahrt auf.

Um einen passenden Nachfolger für das verwaiste Silberpfeil-Cockpit zu finden, setzte die Truppe um Toto Wolff so einige Hebel in Bewegung. Aufgrund mangelnder Alternativen, entpuppte sich letztendlich Williams-Pilot Valtteri Bottas als der bestmögliche Sternfahrer.

Im Formel-1-Paddock kam dabei jedoch die Frage auf, ob sich der ein oder andere Pilot diesbezüglich nicht ärgert. Denn mal so eben ins überlegene Weltmeisterauto transferiert zu werden, ist eine Karrierechance, die sich nicht unbedingt oft auftut. Gerade Nico Hülkenberg hätte im Silberpfeil sicherlich seinen ersten Grand-Prix-Sieg feiern können.

"Erst einmal wäre es unrealistisch gewesen, so lange mit einer Unterschrift zu warten", winkt er jedoch gegenüber dem 'kicker' ab. Rosbergs Abschied kam letztendlich aus heiterem Himmel und vor allem zu einem Zeitpunkt, an dem in der Regel alle Cockpits bereits vergeben sind, insbesondere bei den Topteams.

Da auch die Plätze bei Renault für 2017 recht begehrt waren, hätte jegliche Hinhaltetaktik hier ganz schnell nach hinten losgehen können. Zumal ein Wechsel ins französische Werksteam darüber hinaus nicht die schlechteste Alternative darstellt. Insbesondere aufgrund dessen, dass Renault sich bekanntlich frühzeitig auf die Entwicklung des 2017er-Fahrzeuges konzentrierte. Und somit in diesem Jahr einen ordentlichen Sprung nach vorne machen wird.

"Und selbst wenn ich im Dezember noch frei gewesen wäre, wäre ich nicht sicher gewesen, dass Mercedes mich genommen hätte", schätzt der Emmericher die theoretische Konstellation ehrlich ein. "Ich bin mit meiner Entscheidung total zufrieden."

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