"Immer die gleiche Leier": Briatore tritt gegen Ferrari nach

, 22.12.2014

Leere Versprechungen, kein Spitzenpersonal und ein per Handschlag vereinbarter Abgang Fernando Alonsos: Flavio Britaore lässt kein gutes Haar an der Scuderia

Trennungsgerüchte bezüglich Ferrari und Fernando Alonso gab es seit geraumer Zeit - und die waren keinesfalls aus der Luft gegriffen, wie sein Intimus Flavio Briatore nach dem Wechsel zu McLaren berichtet. Der Spanier hatte sich vor über einem Jahr mit dem Präsidenten anvertraut und seinen Abgang vorbereitet. "Ein Gentlemen's Agreement mit Luca di Montezemolo", sagt Briatore der 'Gazzetta dello Sport' und stellt klar: "Sollte das Auto nicht auf der Höhe sein, dann 'Tschüss!'"

Es hätte nur einen Handschlag gebraucht, unterstreicht Briatore Abmachungen mit di Montezemolo und dem damaligen Teamchef Stefano Domenicali. Sein Zögling soll unter den Nachfolgern Sergio Marchionne und Marco Mattiacci mehr Ärger wegen seiner Kündigung gehabt haben, obwohl die Bilanz mit 242 zu 161 WM-Zählern deutlich mieser ausfiel. "Fernando war es leid, die immer gleiche Leier zu hören: 'Warte, das nächste Auto wird eines, das Rennen gewinnt'", so Briatore.

Der Italiener leugnet nicht, dass zu Zeiten der Red-Bull-Dominanz Hoffnung bestand. Diese speiste sich allen voran aus der Antriebsnovelle hin zu den V6-Turbomotoren mit Hybridunterstützung: "Das Problem war 2013 klar die Aerodynamik, beim Motor waren wir auf der Höhe", erinnert sich Briatore aus Ferrari-Perspektive. "Also gab es in diesem Punkt einen Sprung ins Ungewisse." Den allerdings verpatzten die Roten gründlich und fielen ins Mittelfeld zurück.

Auch die Personalpolitik kritisiert der Ex-Teamchef vor dem Hintergrund großer Rochaden bei den übrigen Topmannschaften: "Er hatte das Gefühl, dass die Bemühungen um technisches Personal unzureichend waren und Ferrari um die Nummer 1 werben sollte, nicht um die Nummer 25", moniert Briatore und streitet ab, dass er und Alonso Jenson Button zum zweiten McLaren-Cockpit verholfen hätten: "Es hatte interne Gründe, die mit den Sponsoren zusammenhängen. Wir sind aber froh, weil er ein guter Mann, schlau und clever ist", kommentiert Briatore.

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