Kein Rennen? Ecclestone will Nürburgring weichkochen

, 19.12.2015

Der Formel-1-Boss behauptet, auch 2017 kein Gastspiel in der Eifel zu veranstalten und zeigt sich bezüglich einer abgelehnten Kaufofferte der Rennbahn verstimmt

Es ist das handelsübliche Säbelrasseln im Tauziehen um einen Grand Prix: Während der laufenden Verhandlungen bezüglich einer Formel-1-Rückkehr auf den Nürburgring in der Saison 2017 setzt Bernie Ecclestone die Streckenbetreiber unter Druck. Der Zampano behauptet, in der Eifel würde auch zukünftig keine Veranstaltung der Königsklasse stattfinden und will damit offenbar erreichen, eine höhere Promotergebühr einzustreichen. Als Begründung gibt ein nach eigener Aussage sicherer Ecclestone an, dass Deutschland kein großer Markt für die Beletage des Motorsports mehr sei.

Über die Gründe schweigt der 85-Jährige und nennt den Rückgang des Interesses ein Mysterium. Dabei hätte es zu Schwierigkeiten mit dem zwischen dem Nürburgring und dem Hockenheimring alternierenden Deutschland-Grand-Prix angeblich gar nicht kommen müssen: Ecclestone gibt an, ein Angebot für den Kauf der angeschlagenen Traditionsrennstrecke abgegeben zu haben. Es sei jedoch mit Verweis auf eine im Verhältnis zum Gesamtkaufpreis geringen Betrag abgelehnt worden.

Am Nürburgring haben die Verantwortlichen das Ziel Formel 1 weiterhin im Visier. "Wir würden uns unverändert freuen, wenn die Formel 1 2017 an den Nürburgring zurückkehrt", sagt Geschäftsführer Carsten Schumacher. "Entsprechende Gespräche wurden geführt und werden auch fortgesetzt." Unverändert gilt laut Schumacher, dass es eine Rückkehr der Formel 1 um jeden Preis nicht geben werde und das wirtschaftliche Risiko kalkulierbar sein müsse.

In der Saison 2015 fuhr die Formel 1 erstmals seit dem Jahre 1960, als ein Grand Prix ohne WM-Status auf der Südschleife des Nürburgrings ausgetragen wurde, kein in Rennen in Deutschland mehr. Im kommenden Jahr gilt genau wie 2018 ein Gastspiel in Hockenheim als sicher. Darüber hinaus kursieren Gerüchte, nach denen sich das Gastspiel im Badischen mit einer Veranstaltung in Frankreich (seit 2009 kein Grand Prix mehr) abwechseln soll. Ecclestone lehnt solche Pläne mit Verweis auf die schlechte Vermarktbarkeit ab.

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