Kimi Räikkönen stellt klar: Kein Nummer-2-Status bei Ferrari

, 08.06.2017

Für Sebastian Vettel wurde über die vermeintliche Monaco-Stallregie "unnötig viel diskutiert" - Sein Teamkollege betont, nicht wütend zu sein und kämpfen zu dürfen

Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen hat sich im Vorfeld des Kanada-Grand-Prix klar davon distanziert, bei der Scuderia der Nummer-2-Pilot hinter Sebastian Vettel zu sein. "Solche Dinge gibt es bei uns nicht", macht der Finne infolge der Teamorder-Diskussion von Monaco deutlich. Mit einer kleinen Einschränkung allerdings: "Nur wenn es soweit ist, dass einer die Chance auf den Titel hat und der andere nicht", skizziert Räikkönen ein Szenario, bei dem bei den Roten die Vorfahrt geregelt wäre.

Er habe mit der Politik "kein Problem" und hielte sie für "fair", so der Ex-Champion weiter, zumal aktuell "fahren so hart es geht" erlaubt sei. Dass Konkurrent Lewis Hamilton die Boxenstrategie vor zwei Wochen für verdeckte Stallregie hielt, interessiert Räikkönen nicht. Schulterzuckend kommentiert er: "Ich habe keine Ahnung, was er über andere Teams weiß. Was immer er denkt, ist in Ordnung." Vielmehr würden Positionsverschiebungen durch unterschiedliche Taktiken eben passieren.

Räikkönen ist überzeugt, im Duell mit Vettel einfach Pech gehabt zu haben: "Wir versuchen stets, den anderen zu schlagen. Einer ist immer vorne, damals ist es so ausgegangen." Er und Ferrari wollten keine Energie darauf verschwenden, das zu korrigieren, was andere über das Team behaupten. Ähnlich sieht Vettel die Sache: "Es wurde nach dem Rennen unnötig viel darüber diskutiert", zieht er einen Schlussstrich und befindet: "Was wir aus Teamsicht gemacht haben, war sinnvoll."

Er hätte mit dem längeren Stint die zweite Position gegen Verfolger Daniel Ricciardo abgesichert - für den Fall einer Safety-Car-Phase. An Räikkönen vorbeizukommen sei nicht das primäre Ziel gewesen. "Wenn ich die Chance gehabt hätte, als Erster an die Box zu fahren, hätte ich mich gefreut, da es normal der bessere Weg ist um zu gewinnen. Im Normalfall läuft es anders", betont Vettel.

Wenn es um Räikkönens Reaktion auf dem Podium geht, sind sich die Ferrari-Stars ebenfalls einig: "Ich habe mich gefreut, ist klar. Kimi nicht so sehr, weil er das Rennen verloren hat", erklärt Vettel, dem die nach unten gezogenen Mundwinkel des Teamkollegen mitsamt einer finsteren Miene nicht entgangen waren. Räikkönen wiegelt ab: "Ich bin nicht wütend und ich war nie wütend. Ich war nur nicht glücklich, Zweiter geworden zu sein. So einfach ist das."

Jetzt kommentieren
Jetzt bewerten

Zum Bewerten musst Du registriert und eingeloggt sein.

Weitere Formel 1-News

Lewis Hamilton sieht dem Kanada-Grand-Prix mit Zuversicht entgegen

Hamilton mit Kampfansage: Können es mit Ferrari aufnehmen

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton ist zuversichtlich, dass es die Silberpfeile beim Kanada-Grand-Prix am kommenden Wochenende mit ihrem WM-Rivalen Ferrari aufnehmen können. "Hoffentlich sind wir in der Lage zu …

Von wegen Ausstieg: Mercedes hat noch Lust auf weitere Jahre Formel 1

Mercedes dementiert Formel-1-Ausstiegsgerüchte

Das Dementi ließ nicht lange auf sich warten: Mercedes widerlegt in einer Presseaussendung die Aussagen Eddie Jordans, dass sich der deutsche Hersteller nach der Saison 2018 aus der Formel 1 zurückziehen …

Neigt sich die Zeit der Silberpfeile in der Formel 1 dem Ende entgegen?

Mercedes: Jordan prognostiziert Formel-1-Ausstieg nach 2018!

Der Formel 1 könnte die schlimmste Schreckensmeldung seit dem Hersteller-Exodus Ende der 2000er-Jahre bevorstehen: Mercedes-Toporakel Eddie Jordan zufolge soll der Konzern nach der Saison 2018 den Stecker …

Toto Wolff hatte in Monaco eine

Mercedes nach Debakel: Schnelle Lösungen, keine Teamorder

Mercedes-Sportchef Toto Wolff will trotz der jüngsten Schwierigkeiten der Silberpfeile in der Formel-1-Saison 2017 im WM-Duell mit Ferrari zurückschlagen. Der Österreicher erinnert an den verkorksten …

Bernie Ecclestone und Fabiana Fiosi reisen jetzt gemeinsam um die Welt

Bernie Ecclestones leiser Abschied: Formel 1 nicht …

Der entmachtete Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sein Leben nach seiner Degradierung nur in einigen Bereichen geändert. Wie der 86-Jährige im Interview mit dem Schweizer 'Blick' sagt, würde er zumindest …

AUCH INTERESSANT
20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der Fabel-Rekord

AUTO-SPECIAL

20 unglaubliche Fakten: Pikes Peak und der Fabel-Rekord

Härter, schneller und noch krasser: „Pikes Peak“ ist der „Heilige Gral“ unter den Bergrennen und geht in die Extreme. Volkswagen war dort so schnell wie niemand zuvor und schaffte es, einen …


Formel1.de

TOP ARTIKEL
VW T-Cross: Der erste Check - das sind die großen Trümpfe
VW T-Cross: Der erste Check - das sind die …
Ford Kuga RS: Ein richtig starker Performance-SUV
Ford Kuga RS: Ein richtig starker Performance-SUV
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im Sport-Test?
Seat Ibiza FR 2018: Was reißen drei Zylinder im …
News-Abo
Jeden Morgen kostenlos per E-Mail:
Aktuelle Artikel
McLaren 600LT Test: Liebe auf den ersten Kick
McLaren 600LT Test: Liebe auf den ersten Kick
VW T-Cross: Der erste Check - das sind die großen Trümpfe
VW T-Cross: Der erste Check - das sind die …
German Car of the Year 2019: Das beste Auto des Jahres
German Car of the Year 2019: Das beste Auto des …
Skoda Fabia Monte Carlo Test 2019: Der sportliche Einstieg
Skoda Fabia Monte Carlo Test 2019: Der …
Jaguar I-Pace Test: Bringt dieser Elektro-SUV die Wende?
Jaguar I-Pace Test: Bringt dieser Elektro-SUV …


Speed Heads - Sportwagen- und Auto-Magazin

Das Auto und Sportwagen Magazin mit täglich aktualisierten Auto News, Motorsport News, Auto Tests, Sportwagen Berichten und der streng geheimen Auto Zukunft. Speed Heads ist die Community für echte Auto-Fans und informiert im Sportwagen Magazin über Neuigkeiten aus der Welt der schnellen Autos.

  • emotiondrive Logo
  • Torpedo Run Logo
  • Motorsport Total Logo
  • autoaid Logo