Marc Surer: "Alonso auf jeden Fall der Stärkere"

, 18.01.2015

Marc Surer erwartet an der Spitze des Fahrerfeldes harte Zweikämpfe - Die Hierarchien hängen für ihn vom Material und von der Motivation der Piloten ab

Die Formel-1-Saison 2014 war vor allem geprägt vom Duell Lewis Hamilton gegen Nico Rosberg. Aber auch andere Teamduelle standen im Fokus: bei Ferrari sah Kimi Raikkönen gegen Fernando Alonso kaum Land. Im Lager von McLaren hatte Ex-Weltmeister Jenson Button gegen seinen jungen Teamkollegen Kevin Magnussen ab und an seine liebe Not. Beim Weltmeisterteam Red Bull lächelte der Australier Daniel Ricciardo den vierfachen Champion Sebastian Vettel aus der Mannschaft.

An der Spitze fiel auf, dass nach dem Rennen im belgischen Spa Hamilton zur Bestform auflief und Rosberg kontrollierte. Seit Monza holte der Brite 197 WM-Zähler, der Deutsche hatte mit nur 93 Punkten in dieser Phase der Weltmeisterschaft 2014 klar das Nachsehen. Ob Hamilton noch einmal Weltmeister werden kann, hängt für den Ex-Formel-1-Piloten Marc Surer jedoch weniger von Rosberg als vielmehr von der Motivation Hamiltons ab. "Er hat ja immer die Tendenz, dass er manchmal ein bisschen unkonzentriert wird. Das hat man ja auch bei McLaren gesehen. Ich habe mich immer gefragt, ob er eigentlich Musiker oder Formel-1-Fahrer sein will. Jetzt müssen wir abwarten, ob ihn der Titel motiviert oder ob er sich ein bisschen hängen lässt", schildert der Schweizer gegenüber 'Motorsport-Total.com' seinen Eindruck.

Angesprochen auf die neue Konstellation bei Ferrari erwartet Surer zur neuen Saison einen stärkeren Kimi Raikkönen: "Ich denke, dass Vettel bei der Fahrzeugentwicklung ein bisschen eine andere Richtung gehen wird als Alonso. Alonso konnte mit allem fahren. Das ist seine Stärke, er kommt ja mit jedem Fahrverhalten klar und deswegen hat er seine Teamkollegen meistens im Griff. Vettel ist eher ein sensibler Fahrer. Wenn er jetzt daran arbeitet, das Auto perfekt zu machen, dann wird es auch perfekt sein für Kimi Raikkönen", glaubt der 63-Jährige, der davon ausgeht, dass Vettel dann "einen Gegner im eigenen Team" bekommen könnte.

Ähnlich wie Sebastian Vettel schätzt Surer auch Jenson Button als "sensiblen Fahrer" ein: "Nur wenn alles stimmt ist er schnell." Dennoch merkt Surer an, dass Button im früheren McLaren-Teamduell gegen den amtierenden Weltmeister Lewis Hamilton "auch ab und zu gut ausgesehen hat. Ich kann mir das durchaus auch gegen Alonso vorstellen", gibt Surer zu Protokoll. Er schränkt jedoch ein: "Ich glaube, dass Alonso in jedem Fall der Stärkere sein wird."

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