Maßstab Hamilton: Macht er jeden Teamkollegen besser?

, 27.12.2016

Nico Rosberg musste über seine Grenzen hinaus gehen, um Weltmeister zu werden - Zwingt Lewis Hamilton jeden Teamkollegen, an sein absolute Maximum zu gehen?

Einen monumentalen Kraftakt hat Nico Rosberg benötigt, um Lewis Hamilton im Kampf um die Formel-1-Weltmeisterschaft zu schlagen. Nach zwei Fehlversuchen gelang es ihm im dritten Anlauf, den Briten zu besiegen. Doch der Kampf erforderte so viel Kraft, dass er sich gleich nach dem großen Triumph zum Rücktritt entschied und mal eben 45 Millionen Euro in den Wind schlug. Lewis Hamilton sieht es als Kompliment an, dass Rosberg wirklich alles geben musste, um ihn zu schlagen.

Der Brite, der es sich anders als viele andere Piloten leisten kann, zusätzlich zum Rennfahren diversen Nebentätigkeiten nachzugehen, sagt im Interview mit 'Channel 4': "Es gab ein paar Dinge, die ihm geholfen haben, dieses Jahr so gut vorbereitet zu sein wie er es war. Das sehe ich ehrlich gesagt als Kompliment an." Zwar wolle er sich nicht mit anderen Sportgrößen vergleichen, doch das Prinzip sei dasselbe wie wenn andere Sportler gegen Tiger Woods (Golf) oder Serena Williams (Tennis) antreten müssen.

"Sie spielen dann anders und besser als sonst", führt der 31-Jährige aus. "Viele sagen sich: 'Das ist es! Das ist die größte Herausforderung meiner Karriere! Ich versuche, mich selbst bis zu einem Punkt zu pushen, an dem ich so stark wie nur möglich sein kann.' Und möglicherweise geht es den Fahrern, gegen die ich fahre, ähnlich." Bevor er zu Mercedes stieß, hatte er bereits Jenson Button bei McLaren zu Höchstleistungen angespornt, der ihn in der WM-Wertung 2011 tatsächlich einmal schlagen konnte. Vom Stallkrieg gegen Fernando Alonso anno 2007 ganz zu schweigen.

In seinem Weltmeisterjahr habe Nico Rosberg dann nicht vieles anders gemacht als sonst, glaubt Lewis Hamilton. "Er ist schon immer, aber besonders, seit ich mit ihm zusammenarbeite, sehr stark gewesen. Der einzige Unterschied ist: Wenn man weiß, dass der Teamkollege einen Nachteil hat, weil er etwa von hinten starten muss, ist alles einfacher. Man muss im Qualifying nicht ans Limit gehen und generell wird der Job leichter." Er verweist hier auf die zahlreichen technischen Gebrechen speziell zu Beginn der Saison, die ihm in Spa-Francorchamps eine massive Grid-Strafe einbrachten.

"Wenn man weiß, dass man mit dem Teamkollegen Rad an Rad kämpfen muss, ist der Stress ein ganz anderer", weiß Hamilton. Er selbst betont stets, dass er diese Herausforderung liebe. Wer sein neuer Teamkollege wird, wird von Mercedes erst im Januar bekannt gegeben. Spätestens seit dem Blitzcomeback von Felipe Massa deutet vieles auf Valtteri Bottas hin, theoretisch ist aber auch Pascal Wehrlein noch im Rennen.

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