McLaren-Boss Zak Brown: "Werden 2017 nicht gewinnen"

, 09.02.2017

Die Prognose von Zak Brown wird Fernando Alonso gar nicht freuen: Wieso der McLaren-Boss auch 2017 Siege für unrealistisch hält und die Hoffnungen bremst

Das wird McLaren-Superstar Fernando Alonso gar nicht gerne hören: Der neue McLaren-Boss Zak Brown hält Siege in der kommenden Saison nicht für realistisch und warnt gegenüber dem Podcast von Marshall Pruett vor zu hohen Erwartungen: "Wir werden nächste Saison keine Rennen gewinnen, also muss man uns 2017 nach unseren Fortschritten messen, nicht an den Ergebnissen. Wir haben zwar den Enthusiasmus, Rennen und Titel zu gewinnen, aber ich denke nicht, dass unser Paket schon so weit ist. Wir wollen uns also der Spitze weiter annähern und 2018 Rennen gewinnen."

Eine Aussage, die durchaus Zündstoff birgt, denn der 2015 geholte zweimalige Weltmeister Alonso geht nun in das letzte Jahr seines Dreijahresvertrags bei McLaren-Honda. Ob sich der 35-Jährige nach dieser Durststrecke - drei fünfte Plätze waren das Highlight - zu einer Vertragsverlängerung hinreißen lässt, ist fraglich.

Brown hat bereits erste Akzente gesetzt: Geschäftsführer Jost Capito wurde nach nur einem Jahr entlassen. Der langjährige Teammanager Dave Redding geht zu Williams und wird vom bisherigen Chefmechaniker Paul James ersetzt. Und auch die von Vorgänger Ron Dennis in den 1980er-Jahren eingeführte Bolidenbezeichnung MP4 wurde fallengelassen - der neue Bolide soll MCL32 heißen.

Die Motivation ist laut dem US-Amerikaner trotz der schwierigen vergangenen Jahre hoch: "Wie man sich vorstellen kann, sind alle frustriert und sehnen sich danach, wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren. Ich denke nicht, dass das Team an die Ergebnisse der vergangenen Jahre gewöhnt ist. Das gefällt niemandem, und sie wollen die Dinge ändern, aber wir machen das Schritt für Schritt." Dieser unbedingte Siegeswille in Woking habe Brown "beeindruckt, aber nicht überrascht."

Er fordert nun von seiner Truppe aber weiterhin Geduld ein. "Wenn wir unsere Erwartungen zu hoch ansiedeln, dann werden wir scheitern", warnt er. "Wir sollten also 2017 keine Wunder erwarten." Während also Brown tiefstapelt, heizt Rennleiter Eric Boullier vor der Präsentation des neuen Boliden am 24. Februar die Stimmung an: "Der neue MCL32 wird mit einigen aufregenden Änderungen aufwarten, die wir aber noch geheimhalten wollen."

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