Nico Rosberg auf "Rockys" Spuren: "Ich war am Boden"

, 09.03.2016

Nico Rosberg will nach der enttäuschenden Saison 2015 wieder voll angreifen und wie Filmboxer Rocky wieder aufstehen - Das Saisonfinale als Mutmacher

Die schmerzhafteste Niederlage 2015 musste Nico Rosberg in Austin hinnehmen. Der Wiesbadener hätte Teamkollege Lewis Hamilton am vorzeitigen Titelgewinn hindern können, doch durch einen Fahrfehler servierte er dem Briten die Weltmeisterschaft auf dem Silbertablett. Es war der Tiefpunkt in einer Saison, die nicht dem hohen Anspruch des Deutschen genügte, doch zumindest konnte er danach mit drei Siegen in Folge noch einmal Selbstvertrauen für die neue Formel-1-Saison tanken.

"Da passt der Vergleich mit Rocky (dem Boxer; Anm. d. Red.) gut: Ich war am Boden, dachte mir, so geht es nicht weiter, habe mich mit harter Arbeit zurückgekämpft und war bis zum Jahresende unschlagbar - auch für meinen Kollegen Lewis", gibt sich Rosberg gegenüber 'Sport Bild' vor der neuen Saison selbstbewusst. Das Saisonfinale 2015 hat ihm gezeigt, dass er stark genug ist: "Egal, was vorher war. Ich habe gewonnen, weil ich stark war und nicht der andere schwach."

2016 folgt daher der nächste Angriff auf seinen ersten WM-Titel. Experten gehen nach den Testfahrten in Barcelona davon aus, dass Mercedes mit dem F1 W07 Hybrid wieder das stärkste Auto im Feld haben wird. Doch um den ersehnten Titel zu gewinnen, muss Rosberg trotzdem erst an Teamkollege Hamilton vorbei, der die vergangenen Jahre als Teamleader bestritt. Zwar sah Rosberg 2015 häufig kein Land, doch das erfolgreiche Finale könnte für einen Umschwung sorgen.

"2014 war ich im Qualifying stark, konnte im Rennen aber nicht immer das Maximum geben. 2015 war ich stärker im Rennen, verlor aber in der ersten Hälfte der Saison die meisten Qualifying-Duelle. Dadurch war ich nach dem Start meist schon hinten. Und dann war es fast unmöglich, noch zu gewinnen", erklärt der Deutsche, wieso es bislang nicht geklappt hat. "Ab Mexiko brachte ich eben alles zusammen. Ich weiß jetzt, wie es geht." Allerdings sind Situation und Auto für dieses Jahr neu. "Daher weiß ich nicht, wie viel ich davon mitnehmen kann", ergänzt er bei 'RTL'.

Auf jeden Fall sollte das Duell in dieser Saison nicht mehr so deutlich zugunsten Hamiltons ausgehen, davon ist der Wahl-Monegasse überzeugt. Er habe schon öfter bewiesen, dass er den dreimaligen Weltmeister schlagen kann - auch über längere Phasen. "Nur nicht nach einer ganzen Saison", seufzt er. Doch 2014 fiel die WM-Entscheidung erst im letzten Rennen, und 2015 hatte Rosberg häufig Pech mit der Technik. Rosberg ist überzeugt: "Das sind so Dinge, wenn sie dann bei ihm passieren und bei mir läuft es sauberer, dann sieht es wieder andersherum aus."

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