Nie wieder Formel 1: Kubica gibt die Hoffnung auf

, 17.12.2014

Der Pole sieht wegen seiner körperlichen Defizite keine Chance, in die Königsklasse zurückzukehren - Wehmut und Angst vor "zu viel Spaß" als Testfahrer

Lange hatte Robert Kubica auf eine Rückkehr in die Formel 1 gehofft, doch nach vier Jahren des Hoffens und Bangens scheint der Traum ausgeträumt. Der Pole hat nach seinem schweren Rallye-Unfall und einem Comeback abseits befestigter Straßen mit der Königsklasse abgeschlossen, wie er erstmals bekennt: "Es ist nicht sinnvoll, sich vorzugaukeln, dass ich wieder Fuß fassen könnte", erklärt der Pole und will sein Glück andernorts finden: "Jetzt tobe ich mich eben mit anderen Autos aus."

Ihm vorliegende Angebote als Testfahrer schlug Kubica aus: "Ich fürchtete, zu viel Spaß zu haben. Es wäre ein Messerstich mitten ins Herz gewesen, dann doch nicht zu fahren." Das Duell mit alten Rivalen vermisst er genau wie die "Einzigartigkeit" der Formel 1. Der Mann aus Krakau bedauert: "Was mir enorm fehlt, ist das pure Fahrvergnügen in einem Einsitzer. Ich war dazu bestimmt, Rennen auf der Rundstrecke zu fahren", blickt Kubica, einmaliger Grand-Prix-Sieger, zurück.

Dieses Verlangen stillten Einsätze im Mercedes-Simulator in Brackley nicht. Kubica erkennt aber seine Grenzen: "Ich bin körperlich eingeschränkt, wenn es ums Fahren auf Stadtkursen wie Monte Carlo oder Singapur geht", räumt er ein und erklärt dem 'Mirror', was ihn plagt: "Ich habe zu wenig Drehfähigkeit in Handgelenk und Unterarm. Im Tourenwagen oder Rallyeauto kann ich das durch mehr Einsatz im Schulterbereich kompensieren, aber im engen Monoposto geht das nicht."

Kubica laboriert an den Folgen eines Crashs Anfang 2011 in Italien, insbesondere diverse Bewegungseinschränkungen an Hand und Arm. Hinzu kommen psychologische Barrieren, die nach einem DTM-Test für Mercedes mitverantwortlich dafür waren, dass der 30-Jährige nicht in die Serie einstieg. Derzeit ist er in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) unterwegs, seine Zukunft steht nach durchwachsenen Leistungen aber in den Sternen.

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