Offiziell: Pascal Wehrlein wechselt 2017 zu Sauber

, 16.01.2017

Mit dem Mercedes-Cockpit hat es nicht geklappt, doch Pascal Wehrlein bleibt der Formel 1 erhalten - Der ehemalige DTM-Champion wird 2017 für Sauber fahren

Mercedes-Junior Pascal Wehrlein wird in der Formel-1-Saison 2017 für Sauber fahren. 'Motorsport-Total.com' hatte bereits im vergangenen November über den bevorstehenden Wechsel berichtet, doch der überraschende Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg brachte noch einmal neuen Schwung ins Fahrerkarussell. Wehrlein war einer der Kandidaten für das plötzlich freie Mercedes-Cockpit, weshalb sich die Vertragsunterschrift bei Sauber erst einmal verzögerte.

Die Bestätigung des Deals ist nun allerdings ein weiteres klares Anzeichen dafür, dass Mercedes sich mit Valtteri Bottas als Rosberg-Nachfolger einig geworden ist. Doch weil sich die Verhandlungen mit Williams und Bottas hinzogen, steckte Wehrlein zunächst einmal in der Warteschleife. Bei Sauber wird der Deutsche 2017 an der Seite von Marcus Ericsson fahren.

"Wir freuen uns sehr, Pascal Wehrlein als unseren zweiten Stammfahrer für die Formel-1-Saison 2017 bestätigen zu können", freut sich Teamchefin Monisha Kaltenborn und erklärt: "Pascal hat in seiner bisherigen Laufbahn sein Talent unter Beweis gestellt - im Formelsport sowie auch in der DTM. In seinem Formel-1-Debütjahr 2016 zeigte er erneut sein Potential: Beim Österreich-Grand-Prix in Spielberg fuhr er eindrucksvoll einen WM-Punkt ein."

"Pascal wird in Zukunft sicherlich weitere Karriere-Höhepunkte feiern können. Wir möchten ihm bei uns die Chance geben, sich weiterzuentwickeln und wertvolle Erfahrungen in der Königsklasse des Motorsports zu sammeln. Ich bin davon überzeugt, dass Marcus und Pascal eine solide Fahrerpaarung für 2017 bilden", so Kaltenborn. Wehrlein selbst ergänzt: "Ich freue mich sehr, in der kommenden Saison für Sauber an den Start gehen zu können."

Es sei für ihn "eine neue Herausforderung in einem neuen Team, die ich mit Spannung und großer Vorfreude erwarte. Unser Ziel ist, dass wir uns als Team im Mittelfeld etablieren und regelmäßig in die Punkte fahren können. Dafür werde ich mein Bestes geben und Sauber in jeglicher Hinsicht unterstützen. Doch zunächst freue ich mich darauf, jeden einzelnen im Team kennenzulernen und die Vorbereitungen für die Saison 2017 in Angriff zu nehmen."

"Ich möchte mich bei Sauber für das Vertrauen und diese Chance herzlich bedanken. Ein großes Dankeschön für die Unterstützung geht natürlich auch an Mercedes", so Wehrlein, der 2016 als amtierender DTM-Champion in die Formel 1 kam und von Mercedes zunächst für ein Jahr beim Kundenteam Manor geparkt wurde. In dem unterlegenen Boliden konnte Wehrlein in Spielberg einen starken zehnten Platz holen.

Im Kampf um das Mercedes-Cockpit war Wehrlein allerdings von Anfang an nur Außenseiter. "Pascal und Lewis wären eine explosive Mischung", hatte Teamchef Toto Wolff bereits kurz nach Rosbergs Rücktritt im vergangenen Dezember erklärt. "Was ich vermeiden will, ist das Alonso/Hamilton-Szenario (2007 bei McLaren; Anm. d. Red.). Dieses Terrain will ich nicht betreten", so der Österreicher.

Durch den Sauber-Deal haben sich nun für viele andere Piloten die vielleicht letzten Hoffnungen auf ein Formel-1-Cockpit für die Saison 2017 zerschlagen. So steht nun beispielsweise Felipe Nasr auf der Straße. Der Brasilianer hatte durch seinen neunten Platz in Interlagos überhaupt erst dafür gesorgt, dass Sauber in der vergangenen Saison auf WM-Rang zehn landete.

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