Pirelli-Test: Warum Mercedes zuhause bleiben musste

, 27.01.2016

Mercedes glänzte beim Pirelli-Regentest mit Abwesenheit: Die Gründe für das Fernbleiben des Weltmeisterteams, das durchaus Interesse an einer Teilnahme hatte

Als Pirelli in Le Castellet seine neuen Prototyp-Regenreifen testete, suchte man Weltmeister Mercedes vergeblich. Doch was war der Grund für die Abwesenheit der Silberpfeile? War der Rennstall von Toto Wolff an den ersten Erfahrungswerten mit den neuen Pneus gar nicht interessiert?

Doch, aber Pirelli erteilte Mercedes eine Absage. Ursache dafür ist, dass Ferrari, Red Bull und McLaren vor den Silberpfeilen angeboten hatten, am Zweitages-Test teilzunehmen. "Und bei mehr als drei Autos hätten wir sie aufteilen müssen", erklärt Mario Isola, Rennmanager bei Pirelli. "Die Gischt der Autos sorgt dafür, dass nicht viel Wasser auf der Strecke bleibt. Mit zehn Autos hätten wir keinen Regentest machen können."

Pirelli entschied sich dafür, die Strecke in Le Castellet künstlich zu bewässern - je mehr Autos auf der Strecke, desto mehr Wasser wird verdrängt. Deswegen wurde Mercedes nicht berücksichtigt. "Als Mercedes erfuhr, dass wir nur drei Autos benötigen, da boten sie uns, bei Bedarf anzureisen, sonst würden sie zuhause bleiben", erklärt Isola. "Nicht, dass sie nicht verfügbar gewesen wären."

So setzte Pirelli in Südfrankreich auf drei Teams, die keinen Mercedes-Motor benutzen - mit Ferrari, Renault (Red Bull) und Honda (McLaren) waren dafür alle anderen Hersteller vor Ort. Der italienische Reifenhersteller zeigte sich mit den gewonnenen Daten zufrieden - die Teams absolvierten insgesamt 639 Runden.

Pirelli hatte sich für die 3,530 Kilometer lange Variante des Paul-Ricard-Kurses entschieden, weil man in diesem Fall die gesamte Strecke überfluten kann. "Das wissen wir sehr gut, da wir auch mit den GT-Autos auf diesem Kurs testen", erklärt Isola.

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