Red Bull vor dem Heimspiel: Mission Schadensbegrenzung

, 13.06.2015

Daniel Ricciardo scheint sich auf Lederhosen mehr zu freuen als auf den lahmenden Renault-Antrieb, der Daniil Kwjat noch eine Startplatz-Strafe bescheren könnte

Schlechtere Vorzeichen könnte es für ein Heimspiel kaum geben: Red Bull ist am kommenden Wochenende auf der Hausstrecke in Spielberg klarer Außenseiter, wenn es um die Pokale beim achten Formel-1-Grand-Prix der Saison 2015 geht. Der lahmende Renault-Antrieb könnt dem Team um Christian Horner auf dem Highspeedkurs in der Steiermark zum Verhängnis werden. Daniel Ricciardo befürchtet bereits: "Das dürfte nicht gerade eine unserer stärksten Strecken sein", so der Australier.

Zuletzt hatten die Österreicher mit den Mercedes-Kunden Lotus und Force India - insbesondere im Qualifying - unerwartete Konkurrenz im Kampf um die Punkteränge. Dazu bereitete neben dem Antrieb im kanadischen Montreal auch das sonst so hoch gelobte Chassis Probleme. Daniil Kwjat macht sich mit seinen Erinnerungen an den Red-Bull-Ring Mut, als er in der Formel Renault 2.0 und der Formel 3 an Ort und Stelle zu Erfolgen fuhr. "Es sollte ganz in Ordnung sein", blickt der Russe voraus.

Hinzu kommt: Weil Red Bull wegen des Leistungsdefizits Spielberg ohnehin fast abschreiben kann, könnte die Truppe bei Kwjat den fünften Verbrennungsmotor zücken und eine Strafversetzung in der Startaufstellung in Kauf nehmen. Lieber als über die trüben sportlichen Aussichten sprechen die Piloten über die Stimmung beim Österreich-Grand-Prix. "Das kann einen nicht ablenken", meint Kwjat. "Es ist doch am Ende auch nur Motorsport und ich werde versuchen, es so gut es geht zu genießen."

Ricciardo macht gerne mit: "Die ganzen Camper rund um die Strecke verwandelten die Atmosphäre in die eines Festivals", erklärt der Australier und erinnert sich gerne an 2014. "Jeder saß in der Sonne, trank Bier, hörte Musik - irgendwo oben in den Bergen. Das Publikum war gewaltig und unterstützte nicht nur die Red-Bull-Teams, sondern alle Starter. Das war bei der Fahrerparade zu merken, die bei Weitem die lebendigste der ganzen Saison war."

Auch in Lederhosen würde er sich gerne nochmals werfen, wie er es vor Jahresfrist für eine PR-Aktion tat. "Sie waren überraschend bequem. Sie sind vielleicht nichts für einen 20-Stunden-Flug nach Perth, aber auf dem Oktoberfest mit ein paar Bier..."

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