Renault-Poker: Wieso Esteban Ocon die besten Karten hat

, 17.10.2016

Wer wird bei Renault Nico Hülkenbergs Teamkollege? Wieso sich Esteban Ocon die besten Chancen ausrechnen darf und er beim Teamchef einen Sonderstatus hat

Wer wird nach der Verpflichtung von Nico Hülkenberg zweiter Renault-Pilot? Unter den Kandidaten befinden sich Valtteri Bottas, die beiden Manor-Piloten Pascal Wehrlein und Nico Hülkenberg sowie die beiden aktuellen Stammfahrer Kevin Magnussen und Jonathan Palmer, die sich immer noch Hoffnungen machen. Alles deutet aber derzeit darauf hin, dass ein Franzose das Rennen machen wird.

Ocon sei "in der engeren Wahl", gibt Teamchef Frederic Vasseur gegenüber 'L'Equipe' offen zu, "Das ist kein Geheimnis. Wir lassen uns aber ein paar Rennen Zeit, um unsere Kandidaten zu beobachten, ehe wir eine Entscheidung über das zweite Cockpit machen." Der Manor-Rookie, der erst in Spa-Francorchamps sein Formel-1-Debüt gegeben hat, steht bei Vasseur hoch im Kurs: "Seine Leistung in Suzuka war im Vergleich zu seinem Teamkollegen sehr lohnend. Er fuhr eine exzellentes Rennen."

Eine Aussage, die darauf hindeutet, dass sich Wehrlein keine allzugroßen Hoffnungen machen muss. Tatsächlich gilt Ocon in Expertenkreisen als begehrter als der ehemalige DTM-Champion. Seit sich der große 20-Jährige im Manor-Boliden dank einer verbesserten Sitzposition wohlfühlt, besiegte er seinen deutschen Stallrivalen zwei Mal im Qualifying-Duell, in Suzuka hatte er auch im Rennen die Nase vorn.

Vasseur sorgte für Ocons Formel-1-Aufstieg

Und er ist für den Renault-Teamchef alles andere als ein Unbekannter. "Frederic war mein Chef in der GP3, und er ist einer der wichtigen Menschen, die mir das hier ermöglicht haben", spielt Ocon im Rahmen des DTM-Wochenendes in Hockenheim gegenüber 'Motorsport-Total.com' auf seinen Formel-1-Einstieg an. Nach wie vor spreche man im Fahrerlager regelmäßig miteinander.

Und so ist Ocon, der eigentlich Teil des Mercedes-Nachwuchskaders ist, auch Renault-Testpilot. "Mercedes steuert meine Karriere", stellt er klar. "Ich habe aber das Vertrauen von zwei Teams, was eine große Ehre ist." Wo er seine Zukunft sehe, will er nicht offenbaren. Fakt ist aber, dass bei den Silberpfeilen derzeit kein Platz frei ist und Wehrlein auf dem Weg zu Force India ist.

Bottas: Williams-Verbleib wahrscheinlich

Und Ocon ist eindeutig gekommen um zu bleiben: "Ich habe so hart gearbeitet, und jetzt will ich hier Karriere machen." Was auch für den Youngster spricht: Vasseur deutet an, dass Williams-Pilot Bottas, den er übrigens sehr schätzt, nicht verfügbar ist. "Valtteri steht bei Williams unter Vertrag. Und wenn er vertraglich gebunden ist und das Team will ihn nicht gehen lassen, dann wird es sehr kompliziert."

Das Traditionsteam aus Grove hat allen Grund dazu, sich gegen einen Abgang von Bottas zu wehren: Das Team will in der kommenden Saison Rookie Lance Stroll zu seinem Formel-1-Debüt verhelfen. Da bracht man einen erfahrenen Mann wie Bottas an dessen Seite, der die Pflichtpunkte holt, wenn der Youngster mal für Kleinholz sorgt.

Bei Renault peilt Vasseur hingegen zwei gleichstellte Piloten an. "Warum sollen wir keine zwei Teamleader haben", fragt der Teamchef. "Bei Mercedes funktioniert das doch perfekt. Das Duell hat das Team vorwärts gebracht. Ich mag die Idee nicht, über einen Top-Fahrer zu verfügen, während der andere ein Schattendasein führt." Worte, die Ocon mit Sicherheit gerne hört.

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