Ross Brawn dementiert: Kein Vertrag als neuer Formel-1-Boss

, 02.11.2016

Ross Brawn bestreitet, dass er einen gültigen Vertrag als neuer Formel-1-Boss besitzt, dazu sei Liberty Media noch nicht in der Lage

Ross Brawn hat Medienberichte dementiert, die ihn bereits definitiv als neuen Geschäftsführer der Formel 1 gesehen haben. Am Montag berichtete 'Auto Bild motorsport', dass der ehemalige Weltmeister-Macher von Michael Schumacher bereits einen Vertrag mit dem neuen Eigentümer Liberty Media unterschrieben haben soll, um die Geschicke der Königsklasse zu leiten.

Zwar bestätigt der 61-Jährige, dass er einige beratende Tätigkeiten für das amerikanische Unternehmen durchführt, allerdings bestreitet er, dass sie derzeit schon definitive Jobangebot abgeben könnten: "Liberty ist noch nicht weit genug, um irgendwelche Verpflichtungen einzugehen", betont Brawn gegenüber 'BBC Sport'. "Ich berate sie nur ein wenig, um ihnen dabei zu helfen, die Formel 1 besser zu verstehen - das ist aber alles."

Mit seinen Aussagen dementiert Brawn aber nicht, dass er nicht in naher Zukunft die Rolle doch ausfüllen könnte. Der Brite hatte sich zuletzt bereits in einem 'Telegraph'-Interview bereit gezeigt, eine leitende Funktion in der Formel 1 zu übernehmen. Auch gegenüber 'BBC Sport' sagt er nun, dass es darauf ankomme, was Bernie Ecclestone in der Zukunft macht.

Der mittlerweile 86-Jährige hat die Geschicke der Formel 1 jahrelang autark geleitet, hat von Liberty Media aber nun einen neuen Vorsitzenden an die Seite bekommen - Chase Carey. Es heißt, dass Ecclestone die Königsklasse übergangsweise noch drei Jahre weiter leiten soll, mittelfristig wird er sein Amt aber voraussichtlich abgeben müssen.

Es gilt als wahrscheinlich, dass der Brite keinen direkten Nachfolger erhält. Stattdessen würden die Aufgaben Ecclestones auf mehrere Schultern verteilt, von denen eine Brawn sein könnte.

Der Verkauf der Formel-1-Anteile von CVC Capital Partners an Liberty Media begann im September und soll im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Dann könnten die Amerikaner auch einen personellen Umbruch einleiten - etwa mit Ross Brawn.

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