Sainz lebendig begraben: "Eltern waren meine größte Sorge"

, 11.10.2015

Der Toro-Rosso-Pilot schildert den Horrorcrash von Sotschi: Wie er versuchte, ein Lebenszeichen zu geben und wie genau es zum dem Unfall gekommen ist

Der Formel-1-Zirkus erlebte am Samstagvormittag beim Russland-Grand-Prix in Sotschi 20 bange Minuten vor den TV-Bildschirmen. Jeder im Paddock fürchtete um die Gesundheit des scheinbar schwer verunglückten Carlos Sainz, was der schlussendlich unverletzte Toro-Rosso-Pilot seinen Freunden, seinen Kollegen und seinen Fans gerne erspart hätte. "Meine Hauptsorge war es, dass jeder wissen müsste, das nichts passiert ist", sagt Sainz über die Zeit, in der er unter der Absperrung begraben war.

Der Funkkontakt war abgerissen, weshalb der Spanier über die Telemetrie Lebenszeichen absetzen wollte: "Ich habe runtergeschaltet und den Wagen in den Leerlauf gesetzt, um die Ingenieure wissen zu lassen, dass ich mich bewege und alles machen kann." Mit den Gedanken war er auch bei seinem Vater. Der ehemalige Rallye-Weltmeister Carlos sen. ist stets an der Seite seines Filius und fungiert als Manager. "Ich wollte meine Eltern und alle Jungs wissen lassen, dass es mir komplett gut ging", sagt Sainz jun.

Damit er und keiner seiner Fahrerkollegen wie er lebendig begraben wird, wünscht sich Sainz, dass die FIA sich mit dem Thema TecPro-Barrieren beschäftigt: "Das wird bestimmt bei der nächsten Fahrerbesprechung auf den Tisch kommen." Außerdem wird Toro Rosso Ursachenforschung betreiben, wenn es um den Unfall geht. Sainz leitete die Analyse schon in der Notaufnahme ein: "Als ich ins Krankenhaus kam, habe ich mir zuerst den Crash angesehen, um zu erkennen, was genau passiert war."

Dabei hatte der Formel-1-Neuling alles miterlebt. Weil er ständig bei Bewusstsein war, gibt es keine Gedächtnislücken. Seine Sicht der Dinge: "Ich weiß, wie ich vor Kurve 13 meine Bremsbalance verstellt habe - genau in dem Moment, als ich verzögert habe, habe ich das Heck verloren und die erste Mauer getroffen, um dann auf die nächste zuzuschlittern", schildert Sainz und will die Sache offenbar fix aus seinem Gedächtnis verbannen: "Ich erinnere mich genau - glücklicherweise oder unglücklicherweise."

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