Sebastian Vettel lässt Arrivabene-Kritik von sich abprallen

, 21.10.2016

Hansdampf in allen Gassen? Sebastian Vettel will davon nichts vernommen haben und ärgert sich über Außenstehende, die Ferrari nur an der Tagesform messen

Sebastian Vettel hat sich erneut unbeeindruckt von den scharfen Tönen seines Teamchefs Maurizio Arrivabene gezeigt. Der Deutsche will sich nicht davon beeinflussen lassen, was zuletzt durch die Presse ging, sondern sich von Gesprächen mit dem Ferrari-Rennleiter leiten lassen. Im Vorfeld des US-Grand-Prix in Austin erklärt Vettel unaufgeregt: "Ich weiß nicht, was er gesagt hat und was nicht. Ich weiß nur, was er mir persönlich gesagt hat." Das scheint beruhigend gewesen zu sein.

Denn von Kritik, die den viermaligen Champion als Hansdampf in allen Gassen erscheinen lässt, war unter vier Augen nichts zu spüren: "Wir stehen auf der gleichen Seite und wir geben beide in unseren Bereichen das Beste, auch wenn meiner ein ganz anderer ist als seiner", so Vettel. Er will sich aber nicht davon abbringen lassen, Know-how bei Strategie, Technik und Co. einzubringen: "Ich sitze vornehmlich im Auto, aber was immer ich außerhalb bewegen kann, das tue ich auch."

Vettel betont, mit Kritik an seiner Person umgehen zu können, wenn es denn welche gegeben hätte: "Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Ich bin ein toleranter Mensch", winkt er ab und spricht damit auch die rauen Töne vorwiegend aus Italien an, wo Presse und Tifosi angesichts der über ein Jahr währenden Sieglos-Serie die Geduld zu verlieren scheinen. "Auch im Fußball kann man toll spielen und verlieren, dann ist man am Ende der Idiot", will er Fortschritte mehr gewürdigt wissen.

Dass Ferrari Siegchancen zu Saisonbeginn mehrfach liegen ließ, scheint die Öffentlichkeit längst vergessen zu haben. Vettel moniert: "Es mag bei uns nicht spektakulär aussehen. Wir werden wie generell in der Formel 1 und im Sport immer an der Tagesform gemessen - da spielt es nicht so sehr eine Rolle, wie es zustande kommt." Seit die Roten allerdings hinter Red Bull zurückgefallen sind, lässt sich hinter den Ergebnissen selbst bei genauer Betrachtung wenig Rühmliches entdecken.

Arrivabene hatte am Rande des Japan-Grand-Prix in einem Interview mit 'Sky Sport Italia' erstmals öffentlich Kritik an Vettel geäußert. "Sebastian muss sich einfach auf das Auto konzentrieren. Er ist jemand, der so viel gibt, und manchmal führt das dazu, dass er sich für alle möglichen Themen interessiert. Also muss man ihn manchmal daran erinnern, was seine Hauptaufgabe ist", hatte der Teamchef gesagt. Außerdem müsse sich Vettel seine Zukunft bei Ferrari, wo sein Vertrag Ende 2017 ausläuft, verdienen, so Arrivabene weiter.

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