Sebastian Vettel nach Crash reumütig: "Es war mein Fehler"

, 02.11.2015

Der Deutsche nimmt Patzer in Mexiko auf seine Kappe und glaubt, dass Mercedes in Reichweite war - Teamchef Arrivabene: "Niemand muss sich entschuldigen"

Der Australien-Grand-Prix 2006 ist fast zehn Jahre her und erlebte den jüngsten Doppelausfall der Formel-1-Geschichte Ferraris. Bis zum Sonntag und dem Rennen in Mexiko: Sebastian Vettel feuerte sein Auto infolge eines Fahrfehlers in die Streckenbegrenzung, Kimi Räikkönen fiel einem Manöver des Valtteri Bottas mit gebrochener Hinterachse zum Opfer. "Es war ein bisschen der Wurm drin", räumt der Deutsche nach einem Rückschlag im Kampf um die WM-Platz zwei ein.

Vettel, der nach einer Kollision mit Ex-Teamkollege Daniel Ricciardo wegen eines Plattfußes kurz nach dem Start zurückgefallen war, nimmt anschließende Ausritte und einen Bremsplatten auf seine Kappe: "Ich habe versucht, irgendwie zurückzukommen, habe aber zwei Fehler gemacht und der letzte hat mich aus dem Rennen geworfen." Den Crash habe er verschuldet, räumt Vettel ein: "Es war nichts kaputt. Ich bin mit gleicher Geschwindigkeit in die Kurve gefahren, aber plötzlich habe ich das Auto verloren."

Das von vielen Piloten kritisierte Gripniveau auf der neuen Strecke in Mexiko nutzt Vettel nicht als bequeme Entschuldigung: "Wir sollten nicht den Bedingungen oder der Strecke die Schuld geben. Am Ende ist es mein Fehler, weil ich vermutlich ein wenig zu viel wollte." Denn nach dem Pech am Anfang gab es durchaus Licht am Horizont. Seinen Ferrari lobt der Heppenheimer: "Das Auto war gut." Hätte er Platz drei nach dem Start gehalten, so Vettel, wäre sogar Mercedes an der Spitze in Reichweite gewesen.

"Wir waren näher dran. Das liegt vermutlich an den Bedingungen und der Strecke", vergleicht er mit den Leistungen des US-Grand-Prix in Austin vor einer Woche, zieht aber auch eventuelle Reserven Nico Rosbergs und Lewis Hamiltons in Betracht: "Ich weiß aber nicht, ob sie heute jemand unter Druck hätte setzen können oder ob sie nicht hätten zulegen können. Aber als ich hinter ihnen war, sah es so aus, als hätten sie Druck gemacht. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir ähnliches Tempo."

Teamchef Maurizio Arrivabene will die Lehren aus der Scuderia-Schlappe ziehen: "Im Laufe der Saison haben wir nach den Sternen gegriffen und sind auf den Boden der Tatsachen geknallt. Das ist uns allen eine Lektion gewesen, um uns auf die kommende Saison vorzubereiten", so der Italiener. Für die Piloten gibt es Absolution: "Ich will weder Kimi noch 'Seb' einen Vorwurf machen. Wir müssen uns nicht entschuldigen und sie müssen sich nicht entschuldigen, denn wir sind ein Team."

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