Sportler des Jahres: Michael Schumachers chaotische Anreise

, 18.12.2016

Wenn der Formel-1-Weltmeister selbst zum Chauffeur wird: 1995 hätte Michael Schumacher fast die Preisvergabe zum "Sportler des Jahres" verpasst

Am Sonntagabend werden in Baden-Baden die "Sportler des Jahres" geehrt. Bereits zum 70. Mal wurde diese Wahl von den Mitgliedern des Verbands Deutscher Sportjournalisten durchgeführt. Als amtierender Formel-1-Weltmeister gehört in diesem Jahr Nico Rosberg zu den Favoriten auf die Auszeichnung und könnte damit in die Fußstapfen von Sebastian Vettel (2010) und Michael Schumacher (1995 und 2004) treten. Letzterer hätte seine Auszeichnung beim ersten Gewinn 1995 aber um ein Haar gar nicht in Empfang nehmen können.

Denn seine Anreise sei ein "Abenteuer" gewesen, wie sich Klaus Dobbratz, Chef der ausrichtenden Agentur Internationale Sport Korrespondenz (ISK) im Interview mit dem Magazin 'Sportjournalist' erinnert. "Er sollte 1995 vom Training aus Estoril kommen. Wegen einer vereisten Fahrbahn war der kleine Flughafen in Baden-Baden gesperrt, also Umleitung nach Straßburg", schildert Dobbratz die wegen eines Wintereinbruchs schwierige Anreise des Formel-1-Weltmeisters nach vorangehenden Testfahrten in Portugal.

Von Straßburg aus sollte Schumacher mit dem Hubschrauber zum Kurhaus von Baden-Baden gebracht werden, wo die "Sportler des Jahres" traditionell im Rahmen eine Gala geehrt werden. "Aufgrund der Kälte aber kam nur ein Hubschrauber mit beheizbaren Rotorblättern in Frage. So einen besaß nur das Schweizer Militär, das ein Fluggerät jedoch nicht für solche Zwecke vermietete", erzählt Dobbratz.

Schließlich wurde ein Pkw-Shutteldienst für Schumacher organisiert. So traf er viel zu spät zu seiner Ehrung ein, konnte den Preis aber letztlich doch noch persönlich in Empfang nehmen. Doch der Stress für Schumacher war damit noch nicht vorbei, denn er wollte noch rechtzeitig vor dem Inkrafttreten des Nachtflugverbots in Straßburg wieder bei seinem Flieger sein.

Und so übernahm Schumacher kurzerhand selbst die Rolle des Chauffeurs. "Auf der Rückfahrt ins Elsaß bat er den zur Verfügung gestellten Fahrer, neben ihm Platz zu nehmen", berichtet Dobbratz über das Ende dieser Anekdote.

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