Trotz Besuch bei Test: Lauda schließt Rosberg-Comeback aus

, 13.03.2017

Dass Nico Rosberg zuletzt schon wieder bei Testfahrten zu Gast war, möchte Niki Lauda nicht überbewerten: Er glaubt nicht an ein Comeback und zeigt Verständnis

Ist Nico Rosberg in seiner Zeit als Formel-1-Rentner etwa schon vor dem ersten Rennen als TV-Zuseher langweilig? Der Deutsche ließ es sich zumindest nicht nehmen, zuletzt bei den Wintertestfahrten schon wieder in der Box seines Teams zu sein, um bei den Vorbereitungen auf die neue Saison mitzuwirken. Selbst Aufsichtsratsvorsitz Niki Lauda war etwas perplex, als er den Deutschen so früh schon wieder vor Ort vorfand.

"Ich habe mich auch gewundert, um ehrlich zu sein", meint der Österreicher gegenüber 'ORF'. "Wenn ich es so abschließen will, würde ich mich eine Zeit lang fernhalten, um mein Kind und meine Frau richtig zu genießen." Packt Rosberg also schon wieder das Formel-1-Fieber, sodass ein mögliches Comeback ins Haus steht? Nein, sagt Lauda: "Dass er zurückkommt, das glaube ich nicht."

Vielmehr sei der Besuch Rosbergs in Barcelona eine Sponsorenangelegenheit von Mercedes gewesen, die er wahrgenommen hat, wie der dreimalige Weltmeister weiter erklärt. "Ich glaube nicht, dass er nur aus Freude am Zuschauen zu den Testfahrten gekommen wäre. Ich glaube, er ruht jetzt angenehm in seiner Pension. Er fühlt sich dort wohl."

Rosberg hatte die Formel-1-Welt Anfang Dezember mit seinem Rücktritt überrascht. Auch die Führungsetage von Mercedes fiel aus allen Wolken, als sie den Entschluss des Deutschen mitbekam - und war nicht gerade begeistert. "so was hätte es zu meiner Zeit nicht gegeben", hatte Lauda damals gesagt und nur wenig Verständnis für Rosbergs Entscheidung gezeigt. Jetzt relativiert er die Angelegenheit jedoch und respektiert den Rücktritt.

"Ich muss zu meiner Verteidigung sagen: In meiner Zeit, wo jedes Jahr mindestens einer tödlich verunglückt ist, musste man schon einen anderen Zugang zum Sport haben", erklärt er seine Sicht der Dinge. "Zu unserer Zeit war es mühsam, Weltmeister zu werden. Wir wollten das immer wieder verteidigen."

Außerdem hätten er und Motorsportchef Toto Wolff eine andere Sicht auf die Dinge, denn sie müssten das Formel-1-Team ja am Laufen halten. "Wir haben 1.200 Mitarbeiter, und das war meine Verantwortung. Aus der Sicht des Fahrers verstehe ich ihn, aus der Sicht der Verantwortung war es eine Überraschung", so Lauda weiter, der es dabei belassen möchte: "Es ist abgehakt. Man muss Nico voll respektieren."

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