Valtteri Bottas gewinnt Formel-1-Finale 2017 in Abu Dhabi

, 26.11.2017

Doppelsieg für Mercedes beim Finalrennen: Valtteri Bottas setzte sich gegen Weltmeister Lewis Hamilton durch, Sebastian Vettel wird Dritter in Abu Dhabi

cMercedes hat sich mit einem Doppelsieg aus der Formel-1-Saison 2017 verabschiedet. Doch nicht der Weltmeister gewann das Rennen: Valtteri Bottas siegte im Grand Prix von Abu Dhabi auf dem Yas Marina Circuit von der Pole-Position kommend vor seinem Silberpfeil-Stallgefährten Lewis Hamilton. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hatte keine Chance, in den Kampf um den Sieg einzugreifen, und beschloss das Formel-1-Finale auf dem dritten Rang vor Kimi Räikkönen (Ferrari) und Max Verstappen (Red Bull). Nico Hülkenberg (Renault) fuhr als Sechster in die Punkteränge, Pascal Wehrlein (Sauber) als 14. verpasste die Top 10.

So lief das Rennen: Valtteri Bottas (Mercedes) gewann von der Pole-Position kommend den Start und kehrte mit einem Vorsprung von 1,2 Sekunden auf Lewis Hamilton (Mercedes) aus der ersten Runde zurück. Dahinter: Sebastian Vettel (Ferrari), Daniel Ricciardo (Red Bull) und Kimi Räikkönen (Ferrari).

Lance Stroll (Williams), Romain Grosjean (Haas) und Brendon Hartley (Toro Rosso) kamen in der Startrunde am weitesten nach vorn und gewannen je zwei Positionen. Kevin Magnussen (Haas) drehte sich von der Piste und fiel um sechs Ränge ans Ende des Feldes zurück. Auf den ersten zwölf Runden gab es keine Positionsänderungen im Vergleich zur Startaufstellung.

Für ein Abkürzen beim Überholmanöver gegen Sergio Perez (Force India) wurde Nico Hülkenberg (Renault) beim Kampf um Platz sieben mit einer 5-Sekunden-Strafe belegt, die er beim Boxenstopp "abzusitzen" hatte. Nach fünf Runden führte Bottas mit 1,3 Sekunden vor Hamilton, die Positionen in der Spitzengruppe blieben unverändert. Vettel verlor jedoch den Anschluss und etwas mehr als zwei Sekunden auf Hamilton.

In Runde sechs zog Grosjean an Stroll vorbei und übernahm Rang 13, doch Stroll konterte und stellte die alte Reihenfolge wieder her. Die beiden duellierten sich über Runden hinweg, doch in Runde 13 ging Grosjean endgültig vorbei. Stroll fuhr direkt im Anschluss als erster Fahrer zum Boxenstopp. Nach zwölf Runden hatte Bottas einen Vorsprung von 2,0 Sekunden auf Hamilton. Weitere 3,3 Sekunden dahinter folgte Vettel auf Rang drei vor Ricciardo und Räikkönen.

In Runde 15 kam Max Verstappen (Red Bull) von Rang sechs als erster Fahrer der Spitzengruppe zum Reifenwechsel an die Box. Er kehrte an neunter Stelle zurück ins Rennen. Eine Runde danach kam auch Räikkönen zum Service und wählte ebenfalls Supersoft-Reifen für den zweiten Stint.

Verstappen ging in Runde 16 auf frischen Reifen ohne großes Federlesen an Esteban Ocon (Force India) vorbei und lag damit bereits wieder an Position acht - hinter Räikkönen. Vor den beiden fuhr Perez, der jedoch in Runde 17 seinen Reifenwechsel einlegte. In der gleichen Runde drehte sich Pierre Gasly (Toro Rosso) vor der Zielkurve und stand kurzzeitig gegen die Fahrtrichtung, nahm das Rennen aber umgehend wieder auf, allerdings auf Platz 17.

Runde 18 sah den Boxenstopp von Hülkenberg, inklusive Zeitstrafe. Doch hinten rechts ging der Reifenwechsel nicht glatt, sodass der Deutsche wichtige Zehntel an der Box verlor. Er blieb dennoch vir Perez. Nach 20 Runden führte Bottas mit 2,5 Sekunden vor Hamilton. Hinter Vettel, der gut acht Sekunden hinter der Spitze fuhr, klaffte eine 27 Sekunden große Lücke auf Ricciardo, der eine leichte Leitplanken-Berührung verzeichnete. Vettel kam daraufhin zu seinem Reifenwechsel an die Box.

In Runde 21 stellte Ricciardo sein Fahrzeug mit Hydraulik-Problemen ab. Bottas holte sich in Runde 22 frische Reifen, Hamilton drehte indes die bis dahin schnellste Rennrunde und übernahm die Führung von seinem Teamkollegen.

Kurios: Hamilton fuhr in der Folge deutlich schneller als Bottas, kam dann aber doch zum Boxenstopp herein und verlor die Führung wieder an seinen Mercedes-Stallgefährten. Damit war die alte Reihenfolge wieder hergestellt. Die Top 5 nach 25 Runden: Bottas, Hamilton, Vettel, Räikkönen, Verstappen.

Hamilton steckte aber nicht auf, sondern machte nach dem Reifenwechsel Druck auf Bottas. Er verkürzte den Abstand auf 1,1 Sekunden und näherte sich dem DRS-Fenster. In Runde 27 stellte Hamilton erstmals den Heckflügel flach, der Abstand zwischen den Silberpfeil-Piloten blieb jedoch im Bereich von einer Sekunde.

In Runde 30 verbremste sich Hamilton auf der Verfolgung von Bottas und rutschte in die asphaltierte Auslaufzone, bugsierte sein Fahrzeug aber umgehend zurück auf die Strecke. Sein Rückstand wuchs dadurch auf 1,6 Sekunden. Nach seinem Boxenstopp in Runde 33 kehrte Carlos Sainz (Renault) unter Funkenflug zurück auf die Strecke, nachdem er beinahe schon in der Unterführung ausgangs der Boxengasse in die Banden gekracht war. Der Grund: Das linke Vorderrad war nicht ordnungsgemäß befestigt und schlingerte auf der Achse hin und her. Sainz stellte sein Auto daraufhin am Streckenrand ab und gab auf.

Pascal Wehrlein (Sauber) zeigte in Runde 42 ein klasse Überholmanöver auf der Außenbahn der Schikane gegen Magnussen im Kampf um Platz 13 und lag kurzzeitig vorn, Magnussen konterte jedoch und war am Ende der Gegengeraden wieder vorbei.

Fünf Runden vor Rennende lag Hamilton 1,3 Sekunden hinter Bottas zurück, ohne je eine ernsthafte Attacke versucht zu haben. Vettel folgte 20 Sekunden dahinter auf Rang drei. Hülkenberg belegte den sechsten Rang, Wehrlein wurde auf Position 14 unter 18 noch fahrenden Autos geführt. Mit einer neuen schnellsten Rennrunde setzte sich Bottas weiter von Hamilton ab und ging mit einem Vorsprung von 3,5 Sekunden in die letzten beiden Runden.

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