Vettel-Problem geklärt: Hinterradaufhängung gebrochen

, 17.09.2016

Das Problem bei Sebastian Vettel hat einen Grund: Die Hinterradaufhängung brach in der Einführungsrunde - Prinzip Hoffnung wird für morgen nicht aufgegeben

Ferrari hat sich nach dem technisch bedingten Aus von Sebastian Vettel beim Qualifying von Singapur auf Fehleranalyse begeben. Der Deutsche vermutete zunächst einen kaputten Stabilisator, der sein Auto in Schieflage versetzte und ihn auf den letzten Platz spülte, doch nach einer Untersuchung ist klar: Eine kaputte Hinterradaufhängung ist schuld. Bereits auf der Outlap von Vettel ging ein Teil davon zu Bruch.

"Als ich angefangen habe zu pushen, habe ich es sofort gemerkt. Es war aber unmöglich, es während der Session zu reparieren. Das ist eine größere Arbeit", klärt der Heppenheimer nach der Session auf. "Es ist das erste Mal, dass wir dieses Problem haben. Wenn wir wissen würden warum, dann wäre es nicht passiert. Wir müssen es aber verstehen und dafür sorgen, dass es nicht noch einmal passiert."

Der Vorfall hat Vettel für das morgige Rennen zumindest einmal ans Ende der Startaufstellung gespült. Möglicherweise nutzt Ferrari die Gelegenheit und tauscht ein paar Motorenteile aus, um später straffrei auswechseln zu können. Auch ein Start aus der Boxengasse liegt im Bereich des Möglichen, doch diesen würde Vettel gerne vermeiden: "Es ist immer besser aus der Startaufstellung zu starten, weil man dann größere Fortschritte machen kann", so der Deutsche. "Aus der Boxengasse zu starten, klingt normalerweise gut, aber man holt das Feld erst irgendwann in der ersten Runde ein und verliert eine Menge Zeit."

So oder so dürfte es für Vettel ein schwieriger Grand Prix werden, nachdem man eigentlich mit so viel Zuversicht in das Wochenende gegangen war. Doch gerade die ist für den Deutschen ein Grund, auch morgen noch optimistisch auf das Rennen zu blicken: "Wir können ein großartiges Rennen haben, denn das Auto fühlte sich am Abend immer besser an als am Nachmittag. Ich hatte also für die Qualifikation viel Selbstvertrauen, konnte das aber nicht zeigen", sagt er.

Außerdem sei das Rennen mit 61 Runden (und meist zwei Stunden Renndistanz) enorm lang und meist ereignisreich. "Vielleicht schmeißt uns das Safety-Car dorthin zurück, wo wir hingehören", macht sich Vettel Mut. "Vielleicht können wir über die Strategie etwas richten. Überholen ist nicht unmöglich, und wir sollten zumindest viel schneller als die ersten Autos vor uns sein." Vettel bleibt positiv: "Morgen ist ein neuer Tag."

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