Vettels Reifenplatzer: Waren die Randsteine schuld?

, 08.07.2016

Pirelli hat weitere Details zum Reifendefekt von Sebastian Vettel im Grand Prix von Österreich bekannt gegeben - Verschleiß nicht schuld an dem Reifenplatzer

In Runde 26 war der Österreich-Grand-Prix für Sebastian Vettel bereits vorbei. Ein Reifenplatzer auf der Start-Ziel-Geraden sorgte für das vorzeitige Ausscheiden des Deutschen. Pirelli hat den defekten Reifen bereits am Montag nach dem Rennen in Mailand untersuchen können und kam zu dem Entschluss, dass Trümmerteile den Defekt verursacht haben. Am Freitag stand Pirelli-Renndirektor Mario Isola in Silverstone den anwesenden Journalisten Rede und Antwort zu dem Vorfall.

"Wir haben gemeinsam mit Ferrari einige Untersuchungen angestellt. Es ist klar, dass wir kein Problem mit der Qualität des Reifens hatten, der Schaden wurde außerdem nicht vom Reifen selbst oder vom Auto verursacht. Es war ein externer Faktor, der den Reifenplatzer verursacht hat", schildert der Italiener.

Auch der Verschleiß des Soft-Pneus war nicht an dem plötzlichen Gebrechen schuld: "Es ging nicht um den Verschleiß. Davon war die linke Seite mehr betroffen." Bei Vettel verabschiedete sich allerdings der rechte Hinterreifen nach 26 Runden im Rennen und insgesamt 28 Runden Laufzeit. "Es könnte eine Einwirkung oder ein Trümmerteil gewesen sein. Wir hatten weitere Schäden am Wochenende, auch an der Aufhängung. Diese wurden durch starke Einwirkungen verursacht, auf diese Art und Weise könnte auch der Reifen beschädigt worden sein."

Dabei spricht Isola die Schäden von Max Verstappen, Daniil Kwjat, Sergio Perez und Nico Rosberg an, deren Radaufhängungen aufgrund der aggressiven Randsteine auf dem Red-Bull-Ring gebrochen waren. Könnte also ein Randstein Vettels Geburtstagsparty zum Platzen gebracht haben? "Vielleicht, das ist schwierig zu sagen. Ein Reifen, der bereits einige Runden gefahren wurde, ist gefährdeter als ein Reifen, der neu ist. Schließlich ist er weniger geschützt und er hat weniger Gummi drauf. Der Reifenplatzer wurde aber nicht durch den Verschleiß verursacht", betont er erneut.

Laut Informationen von 'auto motor und sport' war die Gummischicht auf Vettels Soft-Satz auf drei von vier Pneus bis auf unter 30 Prozent abgenutzt, am rechten Hinterreifen war noch am meisten Gummi vorhanden. "Etwas anderes hat den Reifen zerstört. Wir haben viele Teile gesammelt. Die waren sehr hilfreich. Dadurch können wir ein Qualitätsproblem ausschließen. Wir haben auch mit anderen Reifen, die im Rennen verwendet wurden, Untersuchungen durchgeführt, um einen besseren Eindruck zu bekommen", gibt Isola Einblick.

Vettel, der eine Runde später (in Runde 27) sowieso an die Ferrari-Box kommen wollte, glaubt jedenfalls, dass man nicht zu riskant unterwegs war. Der Reifenplatzer kam für ihn in Führung liegend "als große Überraschung ohne Ankündigung" daher.

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