Zu kompliziert, zu teuer: Vettel sorgt sich um die Formel 1

, 10.06.2015

Zu komplizierte Rennen und zu teure Eintrittspreise sind für Sebastian Vettel die Hauptgründe für die Popularitätskrise der Formel 1

Dass die Formel 1 in einer Krise steckt, ist vor allem im deutschsprachigen Raum unübersehbar. 2015 findet erstmals seit mehr als 50 Jahren in Deutschland kein Formel-1-Rennen statt. Und wer gedacht hat, dass die deutschen Fans dafür nach Spielberg strömen würde, sieht sich getäuscht. Für den im vergangenen Jahr ausverkauften Grand Prix von Österreich sind weniger als zwei Wochen vor dem Rennen noch reichlich Tickets zu haben .

Diese Entwicklung geht auch an den Fahrern nicht spurlos vorbei und treibt Sebastian Vettel Sorgenfalten auf die Stirn. "Der beste Indikator sind die Zuschauer an der Strecke. Und die kommen nicht mehr in der Anzahl, wie das mal der Fall war", sagt Vettel im Interview mit der 'Sport Bild'. Dafür macht der Ferrari-Pilot vor allem zwei Dinge verantwortlich.

Zum einen seien die Rennen zu kompliziert geworden. "Wie soll jemand noch richtig durchblicken, der sich nicht sieben Tage die Woche mit der Formel 1 beschäftigt, wie ich das tue?", fragt sich der viermaliger Weltmeister. Zum anderen sei der Besuch an der Rennstrecke schlicht zu teuer geworden. "Wie soll sich ein normaler Familien-Vater das noch leisten können?" Bei Preisen von 200 bis 500 Euro für ein Wochenendticket eine berechtigte Frage.

Doch was kann man dagegen unternehmen? Genau das möchten Vettel und seine Kollegen von den Fans wissen und hatten daher eine Umfrage durchgeführt. "Wir haben uns als Fahrer überlegt, ob die Formel 1 auf einem guten oder einem schlechten Weg ist", so Vettel. "Dazu brauchen wir die Meinung der Fans. Wir wollten das Heft mal in die Hand nehmen."

Auf die Ergebnisse dieser Umfrage, die derzeit ausgewertet werden, ist nicht nur Vettel selbst gespannt. "Es muss sehr interessant sein für die Strippenzieher der Formel 1 zu erfahren, was nicht passt. Und zu verstehen: Wie tickt der Fan?", so Vettel. Er selbst weiß allerdings schon ein Rezept gegen die Popularitätskrise der Formel 1: Die Autos müssen schneller werden. "Sei es durch mehr Power, bessere Reifen oder mehr Abtrieb", sagt Vettel "Es muss wieder eine Herausforderung sein diese Biester zu zähmen, denn dann trennt sich viel eher die Spreu vom Weizen."

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