Rosenqvist dominiert Rennen eins am Red-Bull-Ring

, 01.06.2013

Felix Rosenqvist macht Red-Bull-Junior Daniil Kwjat den Traum vom ersten Formel-3-EM-Laufsieg zunichte: Der Schede gewinnt das erste von drei Rennen in Spielberg

Im 13. Saisonrennen der Formel-3-Europameisterschaft fuhr Felix Rosenqvist (Mücke) einem sicheren Sieg entgegen. Auf dem Red-Bull-Ring in der österreichischen Steiermark gewann er den Spurt zur ersten Kurve und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Im Ziel lag der 21-jährige Schwede 14,306 Sekunden vor dem von der Pole-Position gestarteten Daniil Kwjat (Carlin). Für den Red-Bull-Junior ist der zweite Platz das beste Resultat in der Formel-3-Europameisterschaft.

Rang drei ging an den 19 Jahre alten Briten Jordan King (Carlin), der sich nach einem langen Duell mit Lucas Wolf (URD) über seinen ersten Besuch auf dem Siegertreppchen freuen durfte. Der Italiener Raffaele Marciello (Prema) sah die Zielflagge als Vierter und bleibt Tabellenführer der Fahrerwertung. Sein Vorsprung auf Verfolger Rosenqvist beträgt 67,5 Punkte.

"Mein Start war gut und ich konnte mir gleich einen Vorsprung verschaffen. Während des gesamten Rennens lief mein Auto toll. Ich denke, wir sind nach einem eher unglücklichen Saisonstart in Monza nun deutlich auf dem richtigen Weg und können mittlerweile auch den Speed von Prema und Carlin mitgehen", freut sich Sieger Rosenqvist.

Kwjats Analyse fällt wie folgt aus: "Mein Start war gar nicht so schlecht, aber der von Felix war einfach noch besser. Zunächst dachte ich, dass ich an ihm dranbleiben könnte, aber das ist mir nicht gelungen. So war es für mich ein ziemlich langweiliges Rennen. Wir müssen nun schauen, warum wir Felix nicht folgen konnten. Ich denke aber, dass Rang zwei auch kein schlechtes Resultat ist."

Während der Triumph von Rosenqvist über die gesamte Renndistanz von 24 Runden nicht in Gefahr war und auch Gaststarter Kwjat einem sicheren zweiten Rang entgegenfuhr, musste King für Platz drei wesentlich mehr arbeiten. Der Rookie befand sich über die Hälfte des Rennens in einem Zweikampf mit Wolf, den zunächst der URD-Pilot in seinen Händen hielt. Wolf wehrte sich bis zur 16. Runde erfolgreich gegen King, dann musste er ihn ziehen lassen.

Wenig später presste sich auch Nicholas Latifi (Carlin) an Wolf vorbei, der in Folge dieses Manövers weitere Positionen abgeben musste. Nach einer Kollision mit Tom Blomqvist (Eurointernational) wurde Wolf zudem zu einer Durchfahrtsstrafe gebeten und fiel auf Rang 16 zurück. "Meine Saison war bisher eher enttäuschend, aber es ist schön, nun endlich auf dem Podium zu stehen", kommentiert King. "Lucas Wolf hat sich sehr hart verteidigt, deshalb dauerte es länger, bis ich ihn endlich überholen konnte. Es war ein enges Duell mit ihm, das viel Spaß gemacht hat."

Einen ebenso arbeitsreichen Tag erlebte Tabellenführer Marciello, der vom 13. Startplatz in das Rennen ging: Der Italiener kämpfte sich in spannenden Duellen bis auf den vierten Platz vor. Hinter ihm sah Latifi die Zielflagge, gefolgt von Sven Müller (ma-con), Alex Lynn und Eddie Cheever jun. (beide Prema), Michael Lewis (Mücke) und Prema-Pilot Lucas Auer, dem einzigen Österreicher im Feld. Auer war nach einem Dreher in Folge einer Kollision zu Beginn des Rennens weit zurückgefallen, eroberte aber nach einer Aufholjagd den letzten Platz in den Top 10.

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