Argentinien Tag 3 - Citroen feiert Doppelsieg: Licht und Schatten

, 29.04.2009

Sébastien Loeb bleibt in dieser Saison weiter ungeschlagen, in Argentinien fuhr er zum 52. Sieg seiner Karriere.

Sébastien Loeb hat die Rallye Argentinien gewonnen. Der Franzose feierte damit nicht nur seinen fünften Saisonsieg, sondern blieb auch zum fünften Mal in Folge in Argentinien ungeschlagen: "Es ist immer schön, diese Rallye zu gewinnen. In diesem Jahr war der Anfang schwierig, bis Samstag Mittag mussten wir voll attackieren. Nach Mikko Hirvonens Problemen konnten wir die Rallye dann von der Spitze aus kontrollieren. Wir hatten einen traumhaften Start in die Saison." Knapp eineinviertel Minuten hinter seinem Teamkollegen machte Daniel Sordo den zweiten Citroen Doppelsieg in diesem Jahr perfekt: "Ich habe mich das ganze Wochenenende wohlgefühlt. Jetzt möchte ich meinen zweiten Platz in der Fahrerwertung verteidigen."

So wenig sich an der Spitze änderte, so sehr wurde das Feld dahinter noch einmal gemischt. Jari-Matti Latvala erlitt bereits auf der ersten Tagesetappe Bezindruckprobleme und konnte erst nach knapp acht Minuten sowie einem kompletten Reboot des Systems weiterfahren. Obwohl er die Rallye letztlich noch auf Rang sechs beendete, komplettierte er so das desaströse Wochenende des Ford Werksteams. Dennoch zeigte er sich versönlich: "Ich bin enttäuscht, den Podiumsplatz verloren zu haben; aber froh, ins Ziel gekommen zu sein. Ich habe bei dieser Rallye einiges gelernt. Unser Aufschrieb hat gut funktioniert und ich denke, dass alles in die richtige Richtung geht."

Bei Petter Solberg überwog hingegen die Enttäuschung. Eine Wertungsprüfung nach Latvala musste er ebenfalls mit Benzindruck- problemen aufgeben. Seine couragierte Fahrt, die ihn am Freitag lange in Schlagdistanz zur Spitze gesehen hatte, blieb damit unbelohnt.

Von den Problemen vor ihm profitierte Henning Solberg. Auf Rang drei bescherte er Stobart Ford das erste Podium seit der Rallye Deutschland im vergangenen Jahr. Nachdem es in Norwegen zu Anfang des Jahres noch nicht gereicht hatte, war es gleichzeitig seine erste Podestplatzierung seit Japan 2007: "Es ist ein phantastisches Ergebnis für uns. Ich kann es kaum glauben, unser letztes Podium liegt soweit zurück und wir haben dieses Jahr wirklich hart gearbeitet. Es tut mir leid für Petter, aber so läuft es eben manchmal im Rallyesport."

Ebenfalls Grund zur Freude hatte Federico Villagra, der mit Rang vier bei seiner Heimrallye zum besten Ergebnis seiner bisherigen WRC Karriere fuhr. Er behielt dabei auch am letzten Tag die Oberhand über Matthew Wilson, der das Ziel 11,2 Sekunden hinter dem Munchi´s Piloten erreichte: "Wir hätten wirklich nicht mehr erwarten können. Die Fans waren eine große Unterstützung bei einer Rallye, die nicht einfach war. Ich habe den Kampf mit Matthew genossen und ich denke, dass mir meine Erfahrung auf diesen Etappen geholfen hat, vorne zu bleiben."

Hinter den drei Ford Piloten durfte sich Nasser Al-Attiyah in seinem privat eingesetzen Subaru über zwei WM Punkte freuen, während der Argentinier Juan Marchetto den letzten WM Punkt erzielte. Sebastien Ogier, der lange auf Kurs zu Rang sieben gelegen hatte, erhielt vor dem finalen Super Special infolge von Anlasseproblemen eine dreiminütige Strafzeit. So blieb ihm am Ende nur Rang neun, sowie der Trost zumindest für das Citroen Junior Team nach der Nullrunde in Portugal noch zwei Punkte in der Konstrukteurswertung gesammelt zu haben.

Die Rallye Argentinien erwies sich an ihrem letzten Tag noch einmal als echte Herausforderung, an deren Ende es strahlende Sieger, aber auch klare Verlierer gab. Der Höhenflug von Citroen geht weiter, Ford erlebte nach dem Vorjahr hingegen ein erneutes Debakel in Argentinien. In der Konstrukteurswertung hat Ford den Anschluss an Citroen mit 39 Punkten Rückstand nun endgültig verloren, während Mikko Hirvonen in der Fahrerwertung sogar auf Rang drei zurückfiel. Munchi´s Ford verkürzte derweil den Rückstand auf das Citroen Junior auf nur noch einen Punkt. Die nächste Rallye findet vom 22. bis 24. Mai auf Sardinien statt.

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