Auftakt zur zweiten Halbzeit der VLN

, 29.07.2014

Das 37. Grenzlandrennen markiert den Auftakt der zweiten Saisonhälfte der VLN - Spitzenteams kehren geschlossen auf die Nordschleife zurück

Ring frei für das 37. RCM DMV Grenzlandrennen: Am 2. August startet mit dem sechsten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die zweite Saisonhälfte. An der Spitze des Feldes zeichnet sich erneut ein spannender Kampf um den Tagessieg ab. Die GT3-Renner von Rowe, Falken, Phoenix, Dörr und dem Haribo kehren nach einem Rennen Pause - der fünfte VLN-Lauf fand gerade einmal zwei Wochen nach dem kräftezehrenden 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring statt - auf die Nordschleife zurück.

Und Hans-Peter Naundorf, Teamchef von Rowe, bringt es auf den Punkt: "Der dritte Platz beim 24h-Rennen Nürburgring gibt uns Rückenwind für die nächsten Aufgaben. In der VLN waren wir in diesem Jahr auch immer gut unterwegs, leider aber bislang noch ohne Sieg. Das wollen wir in der zweiten Saisonhälfte ändern." Den AMG-Flügeltürer des Teams pilotieren Michael Zehe und Jan Seyffarth - mit guten Aussichten auf ein Top-Ergebnis.

Die Konkurrenz ist aber nicht zu unterschätzen. Im Porsche 911 GT3 R von Falken wechseln sich die beiden Sportwagenspezialisten Martin Ragginger und Alexandre Imperatori ab. Für Phoenix gehen mit Marc Basseng, Frank Stippler und dem Russen Roman Rusinov ebenfalls drei Nordschleifen-erfahrene Piloten ins Rennen. Nick Catsburg ist der Neuzugang bei Dörr Motorsport im spektakulären McLaren MP4-12C GT3.

Starkes Feld der GT3-Fahrzeuge

Der Niederländer trug sich in diesem Jahr bereits in die Siegerliste der Langstreckenmeisterschaft ein, als er an der Seite von Dirk Adorf den ersten BMW-Sieg des Jahres feierte. Für Lauf sechs wagt Catsburg nun den Blick über den Tellerrand und geht an der Seite der beiden Dörr-Stammfahrer Kevin Estre und Arno Klasen ins Rennen. Buchstäblich "bärenstark" ist das Fahrerduo Jörg Bergmeister und Mike Stursberg im Haribo-Porsche.

Prominente Verstärkung holen sich Bert Flossbach und Andreas Weiland in ihren Mercedes-Benz SLS AMG GT3. Mit dem Niederländer Jeroen Bleekemolen komplettiert ein waschechter 24-Stunden-Nürburgring-Gewinner das Fahrertrio. Eine Nordschleifenpremiere feiert der SLS AMG GT3 von Hofor Racing. Das Schweizer Team zählt seit Jahren zur VLN-Familie, ist den Fans der Serie aber eher durch den Einsatz zweier BMW M3 in der Klasse SP6 (VLN-Specials bis 3.500 ccm Hubraum) ein Begriff.

Und das Grenzlandrennen ist für die Eidgenossen von großer Bedeutung, feierte man doch eben bei diesem Rennen im Jahr 2012 seinen ersten Klassensieg. Der Zeitpunkt könnte also kaum besser sein, um mit Stammfahrer Roland Eggimann und Kenneth Heyer - dem Sohn des dreifachen Gewinners der Deutschen-Rennsport-Meisterschaft Hans Heyer - in die GT3-Kategorie vorzustoßen.

Rennfahrer aus aller Welt pilgern zur Nordschleife

Die Nürburgring-Nordschleife genießt international großes Ansehen. Keine andere Rennstrecke der Welt übt auf Rennfahrer eine derart große Anziehungskraft aus. Das Baltikum, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Russland, Schweden und die Schweiz - Rennfahrer aus diesen Nationen sind in der VLN schon lange eingemeindet. Aber es gibt Fahrer, die eine viel weitere Anreise in Kauf nehmen, um in der Langstreckenmeisterschaft die "Grüne Hölle" unter die Räder zu nehmen.

Ein Paradebeispiel sind die drei US-Amerikaner John Shoffner, Janine Hill und Anthony Ashley, die beim Grenzlandrennen ihr fünftes Rennen im Porsche Cayman S von Frikadelli-Racing bestreiten. Und auch die Ergebnisse der Nürburgring-Rookies können sich sehen lassen, steht doch bereits ein siebter Rang bei 15 gestarteten Teams in der hart umkämpften Klasse zu Buche.

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