Carrera Cup: Ammermüller siegt in der Lausitz

, 14.09.2014

Michael Ammermüller gewinnt nach Verschiebungen auf dem Lausitzring und hat in der Meisterschaft nun nur noch einen Punkt Rückstand

Starker Nebel sorgte für ein Zeitplan-Durcheinander auf dem brandenburgischen Lausitzring. Der Deutsche Michael Ammermüller (Walter Lechner Racing Team) ließ sich von den ständigen Verschiebungen am Samstag nicht aus der Ruhe bringen und gewann souverän den 13. Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland. Damit holte der Bayer seinen vierten Saisonsieg.

Philipp Eng (Team Deutsche Post by Project 1) und Christian Engelhart (Konrad Motorsport) belegten die Plätze zwei und drei. "Es lief im Rennen perfekt bei mir. Das Auto war super und ich habe keine Fehler gemacht", sagt Ammermüller.

Das für den Samstagmorgen geplante Qualifying konnte nicht stattfinden, da aufgrund der dichten Nebelschwaden der Rettungshubschrauber im Notfall nicht hätte starten können. Um 15:00 Uhr ging es dann bei regnerischen Bedingungen endlich doch zum Zeittraining auf die Strecke. Viermal musste die Session von einer roten Flagge unterbrochen werden, da sich Fahrzeuge von der Strecke gedreht hatten. Am Ende sicherte sich Ammermüller die Pole-Position für das Samstagsrennen, Clemens Schmid (Lechner Racing Academy ME) geht am Sonntag von Startplatz eins auf die Strecke.

Ammermüller mit dem besten Start

Als am Samstagabend um 18:05 Uhr die Startampeln erloschen, setzte sich Ammermüller vor Nicki Thiim (QPOD Walter Lechner Racing) und Eng an die Spitze des Feldes. In der ersten Kurve kam es im nachfolgenden Feld auf der feuchten Strecke jedoch zu einer Kollision, nach der Robert Lukas (Förch Racing by Lukas Motorsport) sein Fahrzeug abstellen musste. Das Safety-Car rückte aus.

Der Re-Start nach zwei Runden erfolgte problemlos. Im sechsten Umlauf wurde die Reihenfolge durcheinandergewirbelt, da Thiim für einen Frühstart von der Rennleitung eine Durchfahrtstrafe erhielt, die ihn von Position zwei auf Platz 21 zurückwarf. Damit lautete die Reihenfolge Ammermüller, Eng und Porsche-Junior Sven Müller (Team Deutsche Post by Project 1).

Müller versuchte, Eng unter Druck zu setzen, und von diesem Zweikampf profitierte Ammermüller. Der 28-jährige Lechner-Pilot setzte sich ab und fuhr mit acht Sekunden einen überlegenen Vorsprung heraus. Müller zog im Zweikampf den Kürzeren und fiel von Platz drei zurück. "Mir ist ein Mini-Fehler unterlaufen, aber Engelhart sah die Lücke sofort und hat es mit Schmid genutzt, um mich zu überholen. Zum Glück gelang mir bei Schmid gleich der Konter", erläutert er.

Schmid fuhr als Fünfter über die Ziellinie, Jeffrey Schmidt (Lechner Racing Academy ME) wurde Sechster und Christopher Zöchling (Konrad Motorsport) Siebter. Porsche-Junior Alex Riberas (Attempto Racing by Häring) belegte Rang acht. "Ich bin von zwölf gestartet und Platz acht geht in Ordnung. Leider hatte ich einen ziemlich schlechten Start. Daran muss ich in Zukunft arbeiten", sagt Riberas.

Aufholjagd von de Phillippi

Porsche-Junior Connor de Phillippi (Förch Racing by Lukas Motorsport) kam hinter Riberas ins Ziel und ist zufrieden mit seinem Rennen: "Ich konnte von Platz 15 auf Platz neun vorfahren, obwohl ich mir bei dem Crash in der ersten Runde mein Fahrzeug beschädigt hatte. Im Cockpit leuchteten alle Alarmlampen und ich hatte im Rennen weniger Abtrieb als sonst. Dafür war alles ganz okay." Porsche-Junior Klaus Bachler (Team 75 Bernhard) erhielt eine 30-Sekunden-Strafe wegen zu schnellen Fahrens unter gelber Flagge und wurde auf Platz 22 gewertet.

Eine beeindruckende Aufholjagd mit seinem Porsche 911 GT3 Cup gelang Engelhart. Der Köschinger startete von Platz elf und sicherte sich am Ende mit Platz drei wichtige Meisterschaftspunkte. Damit liegt Engelhart mit 145 Zählern mit einem Punkt Vorsprung vor Ammermüller (144 Punkte). Eng belegt mit 132 Punkten Platz drei der Gesamtwertung vor Müller (130 Punkte). Bei noch 100 zu vergebenen Punkten in fünf Rennen bleibt die Meisterschaft weiterhin extrem spannend.

Der 14. Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland wird am Sonntag um 10.35 Uhr auf dem Lausitzring gestartet. Allerdings kann es aufgrund der vorhergesagten nebligen Wetterlage erneut zu Verschiebungen im Zeitplan kommen.

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