GT Corse by Rinaldi: Als der Sonntagmorgen anbrach

, 23.06.2014

Für GT Corse by Rinaldi gab es beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Norschleife keinen Lohn für tolle Arbeit: Sonnenaufgang, Reifenschaden, Unfall, Aus

Das Team GT Corse by Rinaldi hat sich beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife in Topform präsentiert. Die "Eifel Ferraristi" behaupteten sich mit dem einzigen Ferrari 458 Italia GT3 im Starterfeld gegen die starke Konkurrenz in der SP9-Klasse, nahmen aber am Ende nicht den verdienten Lohn mit. Alexander Mattschull, Pierre Ehret, Andrea Barlesi und Mike Jäger mussten das Rennen am Sonntagmorgen um 6:00 Uhr nach einem Unfall aufgeben.

Grund für den Zwischenfall war ein Reifenschaden. Trotz des enttäuschenden Ergebnisses zieht die Mannschaft um Teamchef Danny Pfeil eine positive Bilanz: "Es war ein großartiges Rennen mit viel Spannung über 24 Stunden. Zunächst einmal herzliche Gratulation an Audi und das Team Phoenix zum Sieg und unserem Coach Nico Bastian zum Podestplatz, den er im AMG SLS erreicht hat. Wir haben unser Ziel, einen Platz in den Top 10, zwar nicht erreichen können, sind mit unserem Auftritt generell aber sehr zufrieden."

"Liebend gern hätten wir das Rennen mit unserem grünen 'Italo-Frosch' beendet", so Pfeil. "Die Konstanz und die technische Zuverlässigkeit sind insgesamt beeindruckend. Wir sind dieses Jahr schon 10.000 Kilometer ohne die geringsten Probleme gefahren. Ein großes Dankeschön geht an unsere Mannschaft, die voller Leidenschaft dabei ist. Eines kann ich versichern: Wir kommen im nächsten Jahr mit unserem Ferrari zurück! Nun geht es ganz schnell weiter. Am kommenden Wochenende fahren wir in Paul Ricard in der Blancpain-Endurance-Series. Wir wollen dort unsere Klassenführung ausbauen."

"Dass wir beim größten Wagenrennen Europas keine Rolle im Kampf um die Podestplätze spielen würden, war uns vom Beginn an klar. Die Konkurrenz mit ihren über 20 werksunterstützten GT3-Autos ist auf der Nordschleife extrem stark", fasst Technikchef Michele Rinaldi zusammen. "Wir haben uns innerhalb dieses erlesenen Feldes bestens positionieren können. Wir kommen so langsam immer besser in Fahrt. Darauf dürfen wir stolz sein."

Endlich mit den großen Jungs kämpfen

"Schade, dass wir das Rennen nicht beenden konnten. Ich nehme aber viele positive Eindrücke mit. Wann fährt man mal vor einer solch beeindruckenden Kulisse mit 100.000 Zuschauern? Das war unglaublich. Dass ich den Startstint mit unserem Auto fahren durfte, war eine große Ehre für mich", meint der junge Belgier Andrea Barlesi.

"Es war meine vierte Teilnahme beim 24-Stunden-Rennen. Erstmals war ich aber mit einem GT3-Auto in der großen SP9-Klasse am Start. Es war eine tolle Erfahrung, mit den großen Jungs kämpfen zu können", sagt Mike Jäger nach dem Dauerlauf in der Eifel. "Mein guter Doppelstint in der Nacht hat mir gezeigt, dass sich das Traning voll ausgezahlt hat. So ein Bootcamp zeigt schon Wirkung!"

"Natürlich wären wir sehr gern ins Ziel gekommen, aber solch ein 24-Stunden-Rennen ist gnadenlos", meint Alexander Mattschull. "Es waren dort die besten GT-Piloten Europas am Start. Dass ich es in diesem Umfeld mit unserem Ferrari 458 Italia GT3 ins erlesene Feld des Top-30-Qualifyings geschafft habe, macht mich wirklich stolz. Das nehme ich persönlich von diesem Wochenende als Highlight mit."

"Ich stand noch unter dem Eindruck der Erlebnisse aus Le Mans, aber ich muss zugeben: Der Event in der Eifel steht dem in nichts nach", berichtet Pierre Ehret nach seinem zweiten 24-Stunden-Rennen innerhalb von acht Tagen. "Wir waren mit unserem grünen Ferrari richtig gut unterwegs, haben es aber leider nicht bis zur Zielflagge geschafft. Um 6:00 Uhr am Sonntagmorgen hatte ich wegen eines Reifenschadens einen Unfall. Das war das frühzeitige Aus - sehr schade."

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