Citroen-Teamchef stellt klar: "Seb wurde nicht gefeuert!"

, 05.12.2015

Sebastien Loeb wurde von Citroen nicht entlassen, beteuert Teamchef Yves Matton: "Er hat sich selber für die Rallye Dakar entschieden"

Citroen-Teamchef Yves Matton hat klargestellt, dass Sebastien Loeb von Citroen nicht entlassen worden sei. Der französische Autobauer hatte im November bekanntgegeben, dass er im nächsten Jahr in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft nur noch zwei Autos für Jose-Maria Lopez und Yvan Muller einsetzen und für Loeb damit keine Verwendung mehr haben werde.

"Die große Mediendichte und die Suche nach sensationellen Gesichten treiben manchmal wunderliche Blüten und können Reaktionen verzerren. Seb wurde nicht gefeuert, wie es in einigen Berichten hieß", sagt Matton. "Er ist weiterhin teil der PSA Peugeot-Citroen-Gruppe, und seine neue Herausforderung bei Peugeot ist kein Plan B in seiner außergewöhnlichen Karriere."

"Er hat sich selber für die Rallye Dakar entschieden und wir werden seine weiteren Fortschritte mit großem Interesse verfolgen", so Matton weiter. Mit seiner Darstellung einer einvernehmlichen Trennung widerspricht der Citroen-Teamchef aber den Aussagen von Loeb.

Der hatte nach Bekanntgabe der Trennung von Citroen auf seiner persönlichen Internetseite erklärt, er sei von der Entscheidung seines Teams überrascht gewesen und habe immer vorgehabt, eine dritte Saison in der WTCC zu bestreiten.

Auch langjährige Vertraute des neunmaligen Rallye-Weltmeisters wie WTCC-Serienchef Francois Ribeiro wurden von der Entscheidung Citroens kalt erwischt. "Das mit Sebastien hatte ich nicht erwartet", sagte Ribeiro am Rande des Saisonfinales in Katar. "Ich kenne Sebastien seit 1996, und als er mich anrief, um mich vorab von dieser Entscheidung zu informieren, merkte ich an seiner Stimme, wie enttäuscht er war. Und so ging es mir auch. Ich war sprachlos und verstehe es nicht."

Im Fahrerlager der WTCC halten sich hartnäckige Spekulationen, nach denen Citroen zwar mit Loebs Dakar-Start für Peugeot einverstanden war, jedoch nicht mit weiteren Einsätzen bei Marathon-Rallyes, wie sie der Franzose angekündigt hatte. Und so habe das Team die Chance genutzt, sich im Zuge der Kürzung des WTCC-Engagements des wohl bestbezahlten Fahrers im Feld zu entledigen.

"Das ist ohne Zweifel das Ende eines großen Kapitels in der Geschichte von Citroen", sagt Teamchef Matton über den Abgang von Loeb, der 15 Jahre lang für den Hersteller gefahren war. "Ich persönlich bin stolz und froh darüber, dass ich in verschiedenen Phasen seiner Karriere mit Seb bei Citroen arbeiten durfte."

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