Gabriele Tarquini: Muss Lada dankbar sein

, 30.11.2016

Gabriele Tarquini hat womöglich sein letztes Rennen in der WTCC bestritten - Das dachte er aber schon vergangenes Jahr, doch Lada rettete seine Karriere

Auch im Alter von 54 Jahren hat es Tourenwagen-Legende Gabriele Tarquini noch immer faustdick hinter den Ohren - das bewies er zuletzt beim Eröffnungsrennen in Katar mit einem starken Überholmanöver gegen Tom Chilton. Der Sieg könnte jedoch sein letzter in der WTCC gewesen sein, denn nach dem Rückzug von Lada steht der Italiener ohne Arbeitgeber da. Die Situation ist nicht neu für ihn, deshalb überwiegt bei Tarquini auch die Dankbarkeit, natürlich gepaart mit etwas Enttäuschung.

"Nachdem vergangenes Jahr klar war, dass ich bei Honda raus wäre, dachte ich, dass es mein letztes Rennen in der WTCC gewesen wäre", erinnert sich der Weltmeister von 2009 an dasselbe Wochenende vor zwölf Monaten. "Doch Lada hat mir vertraut und mir einen Vertrag für diese Saison gegeben. Deshalb muss ich ihnen sehr dankbar sein." Die Geschichte wiederholt sich ein Jahr später, doch nun gibt es keinen Hersteller, der Tarquini auffangen könnte, nachdem auch Citroen den Stecker zieht. Lada wird sich künftig auf das russische Championat konzentrieren.

Für Tarquini ist das Aus besonders bitter. Nicht nur, weil er den Vertrag schon verlängert hatte, sondern auch, weil er fest davon überzeugt ist, dass Lada 2017 um den WM-Titel hätte kämpfen können: " Es war eine fantastische Saison; wir haben viele Punkte geholt und es ist sehr schade, dass sie sich entschlossen haben, das Programm zu stoppen. Jetzt, wo wir die notwendigen Daten gesammelt haben und wissen, wo wir uns verbessern können. Wir hätten nächstes Jahr um Siege gekämpft, gerade da das überlegene Team verschwindet."

An die WTCC-Saison 2016 wird er sich gerne zurückerinnern: "Es ist ein sehr professionelles Team, das sich über die Saison enorm gesteigert hat. Wir konnten um Siege kämpfen und haben zwei Rennen gewonnen. Speziell Nick (Catsburg; Anm. d. Red.) hat es immer wieder geschafft, das Auto in die erste Startreihe zu stellen." Doch gegen Citroen sei kein Kraut gewachsen gewesen, fügt er hinzu: "Sie waren wohl das dominanteste Team der vergangenen zehn Jahre. Es ist einfach extrem schade, wir hätten kommendes Jahr sicher eine Chance gehabt, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen!"

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