Tarquinis Katar-Vorbereitung: Videos keine große Hilfe

, 24.11.2015

Gabriele Tarquini versuchte sich mit Onboard-Videos auf die WTCC-Rennen in Katar vorzubereiten, doch das war für den Honda-Piloten keine große Hilfe

Sie wollen wissen, was den Unterschied zwischen den Werksteams von Citroen und Honda in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) ausmacht? Alleine ein Blick auf die Rennvorbereitungen der Piloten zeigt, wie unterschiedlich die Voraussetzungen sind. Während sich die Citroen-Piloten im Simulator auch auf neue Kurse wie den Losail International Circuit in Katar einschießen können, steht Honda-Werksfahrer Gabriele Tarquini solch ein Hilfsmittel nicht zur Verfügung.

"Ich habe bisher nur Bilder von der Strecke gesehen", gibt der Italiener zu. Seine Versuche, den Kurs in einer Art Fernstudium kennenzulernen, waren nicht von Erfolg gekrönt. "Da ich noch nie dort war, habe ich nach Videos von Onboard-Aufnahmen gesucht, aber das gibt es nicht viel, und das meiste ist von Motorrädern." Bisher war der Losail International Circuit vor allem als Motorradrennstrecke bekannt. Mit der WTCC gastiert zum ersten Mal eine Weltmeisterschaft des Automobilweltverbands FIA dort.

"Ich sie mir angesehen und versucht, die technischen Herausforderungen zu verstehen", sagt Tarquini über die Motorradvideos, "aber ich muss wohl nicht sagen, dass es nutzlos war. Es ist nicht dasselbe und hat nicht viel geholfen. Wir wissen, dass es eine lange Runde von mehr als fünf Kilometern ist, aber über die Geschwindigkeiten, Kurven und so weiter kann ich nicht viel sagen."

So wird sich Tarquini beim Test und den Trainings am Donnerstag an die Strecke gewöhnen müssen, doch dabei kommt in den Freien Trainings eine zusätzliche Herausforderungen hinzu: Das Flutlicht. "Nachtrennen sind für die WTCC völlig neu. Wir einige andere, bin schon 24-Stunden-Rennen gefahren, aber das war vor gut 20 Jahren", sagt Tarquini.

Und auch diese Erfahrung wird ihm in dieser Woche keine große Hilfe sein, glaubt der Honda-Pilot. "Das ist etwas völlig anderes. Bei Langstreckenrennen fährt man im Gegensatz zu den Sprintrennen der WTCC nicht ständig mit maximalem Tempo", erklärt Tarquini. "Das ist also ein weiteres neues Element, an das wir uns alle gewöhnen müssen."

Doch trotz all dieser Schwierigkeiten freut sich Tarquini auf die Nachtrennen in der Wüste. "Es ist gut, dass wir uns neuen Herausforderungen stellen müssen, und für die Zuschauer sollte es ein gutes Spektakel sein."

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