AC Schnitzer Tension: Spannung für die Straße

, 10.10.2006

Vor einem Jahr feierte das Concept Car „AC Schnitzer Tension“ auf Basis des BMW M6 seine Weltpremiere. Aufgrund der hohen Nachfrage, entschloss sich der BMW-Tuner, eine auf 50 Stück limitierte Straßenversion zum Nachrüsten für die Modelle 630i und M6 in sein Programm aufzunehmen, die man nun stolz nach 11 Monaten Entwicklungs- und Testzeit präsentiert. Für den Vortrieb sorgt optional ein 411 PS starkes Aggregat mit 550 Nm Drehmoment, das auch für Fahrzeuge mit Automatikgetriebe vorgesehen ist.


Es versteht sich von selbst, dass „der kleine Bruder“ keine 1:1 Kopie des Concept Cars werden konnte, da der Tension einen Technologieträger darstellt. AC Schnitzer arbeitete daher bei der Straßenversion die Alltagstauglichkeit deutlich heraus, ohne Einbußen beim Fahrspaß oder der Zuverlässigkeit hinnehmen zu müssen. Kernpunkt der Entwicklungen war die Adaption des aufwendigen Aerodynamikumbaus für die Serienproduktion.
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Die im Vergleich zum Serien-6er neu gestaltete Motorhaube des AC Schnitzer Tension kommt auch bei der Street-Version zum Einsatz. Sie lässt schon auf den ersten Blick durch den großen mit Chromrahmen umrandeten Luftauslass erahnen, dass sie aktiv die Abluftsituation des Triebwerks durch ausreichend Kühlluftdurchfluss unterstützt.

Auch die Frontschürze des Technologieträgers adaptierte man vollständig, so dass der BMW deutlich tiefer liegend erscheint und man die Abtriebswerte an der Vorderachse bei hohem Tempo erhöhen konnte. Der Lufteinlass sorgt für zusätzliche Kühlung des Motors sowie der vorderen Bremsen und verleiht der Tension Street Version darüber hinaus einen unverwechselbaren Gesichtsausdruck. Um der Entlüftung des Triebwerks weitergehend Rechnung zu tragen, wurden in die vorderen Kotflügeln außerdem Luftauslass-Öffnungen eingearbeitet, die mit ihren drei Chromrippen und den Blinkern an die Kiemen eines Haies erinnern sollen.


Nicht nur im vorderen Fahrzeugbereich muss für ausreichend Luftaustausch gesorgt werden, um das volle Potential entfalten zu können. Dieses Prinzip galt ebenfalls für das Heck. Entsprechend integrierte AC Schnitzer in die markanten Seitenschweller zusätzlich Luftschächte zu den hinteren Bremsen. Die Seitenschweller, die das Fahrzeug gleichzeitig gestreckter erscheinen lassen, bilden den homogenen Übergang zum Heck, das bei der Tension Street Version im Vergleich zum Concept Car zwar immer noch sehr sportlich, jedoch nicht ganz so üppig ausfiel. Die Heckschürze beheimatet, neben der vollständig aus Edelstahl gefertigten Doppel-Auspuffanlage mit den verchromten Endblenden, einen Carbon-Diffusor.

Ein weiteres Highlight im Heckbereich stellt die Kofferraumklappe dar, die ursprünglich dem Concept Car vorbehalten bleiben sollte. Da aber gerade die geänderte Linienführung dem Fahrzeugheck des BMW 6er den "Finishing Touch" verleiht, gedieh auch die neue Kofferraumklappe zum festen Bestandteil der Straßenversion. Vervollständigt wird das Karosseriekonzept durch Sportspiegel sowie eine extravagante Zwei-Farben-Lackierung (Alpin Weiß mit Anthrazit Metallic). Eine andere Lackierung ist selbstverständlich ebenfalls möglich.


Den Kontakt zur Straße stellen die AC Schnitzer Leichtbau-Schmiedefelgen Typ V im Bicolour-Finish her, die eine teils polierte, teils lackierte Oberfläche aufweisen. Dieser Felgentyp, der für alle 5e-r und 6er-Modelle erhältlich ist, realisiert, was im Grunde widersprüchlich erscheint: Reduktion des Gewichts bei gleichzeitig möglichst großen Raddurchmessern und -breiten. Die Tension Street Version bestückte der Tuner an der Vorderachse mit Felgen der Größe 9,0J x 20 Zoll und an der Hinterachse mit 10,0J x 20 Zoll, wobei jede Vorderachsfelge gerade einmal rund 10,8 kg auf die Waage bringt. Die Reifen sind mit 245/35 ZR 20 an der Vorder- bzw. 285/30 ZR 20 an der Hinterachse den Felgen entsprechend dimensioniert.

In Verbindung mit der Rad/Reifen-Kombination entwickelte AC Schnitzer ein Sportfahrwerk, welches das Fahrzeug um ca. 25 bis 30 mm tieferlegt und die Fahrdynamik spürbar erhöht. Für den M6 ist darüber hinaus ein Fahrwerksfedernsatz lieferbar. Um der seitlichen Rollbewegung entgegenzuwirken, montierte man Stabilisatorsätze an Vorder- und Hinterachse. Ein weiteres Fahrwerkshighlight stellt die eigens entwickelte Federbeinbrücke aus Aluminium dar, welche Verwindungen im Vorderwagen verhindert.

5 Kommentare > Kommentar schreiben

10.10.2006

Schönes Farbkonzept und Schöne Seitenline! Einzig das Heck, dass mir beim standart sechser schon nicht gefällt! Wenn man allerdings den Kofferaum Deckel ganz abflachen würde, dann käme die Optik doch eigentlich einen Porsche Carrera sehr nahe oder wie seht ihr das? Müsste man mal mit Potoshop probieren!

10.10.2006

So ich habe jetzt mal sehr unprofessionell

10.10.2006

Man kann aber auf jeden Fall einigermassen erkennen, wie es aussehen würde. Aber ich glaub, das normale Heck gefällt mir besser.

12.10.2006

Oh Gott, ein Porscheheck, Nein danke. Das Original gefällt mir schon recht gut. Gruß Darkstar

15.10.2006

Wenn er jetzt noch eine große Heckklappe bekommt und umklappbare Rücksitze wäre ich begeistert. Ohne Heckklappe sollte er aber im original bleiben.


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