BMW 5er Gran Turismo: The Dwelling Lab als neue Design-Erfahrung

, 21.04.2010

Was passiert, wenn Künstler und Designer gemeinsam auf den BMW 5er Gran Turismo treffen? Die Antwort: „The Dwelling Lab“ als Sinnlichkeit des Raumes. BMW und die dänische Textilmanufaktur Kvadrat schufen eine automobile Skulptur und suchten dazu als ausführende Designer ihre Lieblingsgestalter aus. Das waren die spanische Stardesignerin und Architektin Patricia Urquiola als Schöpferin ungewöhnlicher Möbelentwürfe sowie der italienischen Designer und Farbexperte Giulio Ridolfo. Die Lichtkünstler von Flos entwickelten darüber hinaus für den weich ausgeleuchteten Innenraum der Installation die Lichtkonfiguration.


Das Kunstwerk enthüllten die Macher auf der Mailänder Möbelmesse „Salone Internazionale del Mobile“, die vom 14.04.2010 - 19.04.2010 stattfand. Im Exterieur mit Elementen einer Limousine gestaltet, eines SAV und eines Coupés bietet der BMW 5er Gran Turismo ein Interieur, das so luxuriös wie modern und funktional ist. Urquiola und Ridolfo übesetzten dieses Grundkonzept in eine Designskulptur, deren kühnste Elemente riesige kegelförmige Strukturen darstellen, die aus dem Körper des Autos herauszuwachsen scheinen und damit den Blick des Betrachters nach innen lenken.

Die Philosophie und der Charakter des BMW 5er Gran Turismo werden in dieser Designinstallation ausgedrückt. Der Gran Turismo wurde von innen nach außen entwickelt. Das „Dwelling Lab“ gibt zum ersten Mal die Möglichkeit, den Innenraum des Fahrzeugs noch vor dem Exterieur zu sehen. Die Skulptur betont die wachsende Bedeutung des Interieurdesigns, das sich immer stärker an den Menschen mit ihren Bedürfnissen und Wünschen orientiert.


Raffinesse: Die hohe Kunst des Reisens

Die Idee zu dieser Installation entstand, als BMW-Chefdesigner Adrian van Hooydonk, seit langem ein Bewunderer der Kvadrat-Kollektionen, Kvadrat-Chef Anders Byriel auf einer Messe traf und spontan ein gemeinsames Projekt vorschlug. 1968 gegründet, ist die dänische Firma heute der führende Lieferant für anspruchsvolle Designerstoffe. Die dänische Firma etablierte sich vor allem als Hersteller von Vorhang- sowie Polsterstoffen und betrat mit den besonderen Ansprüchen des Automobilbaus neues Terrain.

Die Spanierin Patricia Urquiola betrachtete den Innenraum des BMW 5er Gran Turismo als große Chance, mit sogenannten „Soft Edges“ (Rundungen und weiche Kanten) sowie mit Farben zu experimentieren, während sie gleichzeitig ein Augenmerk auf den atmosphärischen Charakter des Innenraums legte. Zu den beeindruckenden Installation zählen eine Reihe von innovativen Details in diversen Farbtönen und Materialien, um eine neue Raumerfahrung zu ermöglichen.

 

In Zusammenarbeit mit Kvadrat entwickelte Urquiola für den BMW 5er Gran Turismo einen luxuriösen, puderfarbenen Stoff mit weichem Finish und mit einem aufgestickten, einem Quilt ähnlichen Muster. Die Spezialisten von BMW unterstützten die Designerin dabei, ihre Ideen zur hohen Kunst des Reisens adäquat umzusetzen. Das Resultat ist ein Interieur, dessen bestechend elegante Auskleidung auch das Armaturenbrett einbezieht.


Als Mutter von zwei Kindern hat Patricia Urquiola nicht nur ein Auge für Design mit sprühendem Esprit, sondern auch mit handfester Funktionalität. So gibt es für diesen 5er einen eigenen Kindersitz und jeweils auf der Rückseite der beiden Vordersitze einer Reihe von durchdachten Fächerkombinationen und Halterungen, wie zum Beispiel für Babyflaschen und Spielzeug.

Flos, einer der führenden Hersteller für Designerleuchten, schuf mit Urquiola ein anderes Kooperationselement dieser Installation. Zu diesem exklusiven Lichtkonzept zählt nicht nur die weiche Gesamtbeleuchtung des Innenraumes, sondern auch eine Miniatur von Urquiolas berühmter Lampe namens „Chasen“, die sie im Jahre 2009 für das Unternehmen entwarf und die im BMW 5er Gran Turismo als Leselicht zum Einsatz kommt. Das Design der Lampe betont darüber hinaus den emotionalen Charakter des Interieurs.


Kühne und dynamische Aussage

Die spektakulären „Eingänge“ zum BMW 5er Gran Turismo von Patricia Urquiola sind vier kegelartige Elemente, die sie selbst „Diamanten“ taufte. Das Farbkonzept für diese vier geometrischen Strukturen - deren Rahmen mit dem aufgespannten Stoff stammen von Kvadrat - entwarf Giulio Ridolfo. Sie scheinen wie riesenhafte Lautsprecher aus dem Corpus des Fahrzeuges zu wachsen und laden den Betrachter ein, näher zu treten und einen Blick ins Innere zu wagen.

Für Giulio Ridolfo ist Farbe mehr als nur Buntheit, sondern vielmehr angewandte Kunst, die den Akt der Wahrnehmung mit dem Objekt in Beziehung setzt. Nachdem Ridolfo einen bestimmten Farbton aussuchte, studiert er ähnliche Schattierungen bis er sich für den richtigen Ton entscheiden kann - ein komplexer Prozess, der Ridolfo erlaubt, das, was er die „Schwingungen“ anderer Töne nennt, aufzunehmen.

5 Kommentare > Kommentar schreiben

23.04.2010

wtf!? :ticktick:

23.04.2010

Eigenartiges Kunstwerk...naja. Aber den Innenraum könnte man doch mal in einem Serienmodell bringen, das wäre doch mal was. :biglaugh::träller:

23.04.2010

Ihr Kunstbanausen! :bäh: Aber ernsthaft: Ich finde das Kunstwerk irgendwie interessant - die Farben sind harmonisch aufeinander abgestimmt, die sich öffnenden Linien der kegelförmigen Trichter, die Utensilie nfür die Große Reise, die aus oder in den Innenraum "strömen" etc.

23.04.2010

" Wenn ich es male ist es Schwachsinn, wenn Picasso es malt ist es Kunst ". Nein, diese Skulpturen sind wirklich irgendwie ansehnlich. Kreativ und Fantasievoll. Auf jeden Fall um Längen besseer als das die Z4-Farbenorgie. Da hätte der spruch besser gepasst; wäre ich Normalo mit sowas zu BMW gekommen, hätten die mich wahrscheinlich in hohem Bogen rausgeworfen

24.04.2010

Die Aktion mit dem Z4 fand ich jetzt aber um Längen schöner und sinnvoller.....obwohl, von Sinn kann man bei Kunst sowieso nicht sprechen. ;)


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