BMW M3 GT2 Art Car: Ein Kunstwerk fährt das Rennen von Le Mans

, 03.06.2010

Mit seiner rohen, ungefilterten Kraft wird der BMW M3 GT2 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans starten. Einer der Rennwagen fällt nicht nur durch seine Power, sondern auch als fahrendes Kunstobjekt ins Auge. Der 500 PS starke BMW M3 GT2 mit der Startnummer 79 wurde vom US-Amerikaner Jeff Koons, einer der bekanntesten und renommiertesten Künstler unserer Zeit, als „Rolling Sculpture“ gestaltet - ein wahrlich farbenprächtiger Hingucker, der als Kunstwerk noch dynamischer wirkt.


Das Design des neuen Art Cars ist von vielen hellen Kontrastfarben geprägt, um der kraftvollen Ästhetik noch mehr Ausdruck zu verleihen. Das Konzeptdesign wurde in hart umrissene Farblinien übersetzt. An den hinteren Seitenteilen und auf der Rückseite des Autos befinden sich explosionsartige Grafiken, welche die Kraft des Autos widerspiegeln. Die zwei grafischen Ringe auf der Rückseite des Autos sind wiederum Ausdruck für die rasante Beschleunigung.

Zurecht: Der BMW M3 GT2 generiert aus einem V8-Motor mit einem Hubraum von 4,0 Litern eine Leistung von 500 PS und verfügt über ein für den Rennsport ausgelegtes Fahrwerk, Hochleistungsbremsen und vielen Leichtbaukomponenten. Mit einem Spurt von 0 auf 100 km/h in nur 3,4 Sekunden ist der BMW M3 GT2 ein ernst zu nehmender Konkurrent beim diesjährigen Rennen.


Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist das älteste Sportwagen-Langstreckenrennen der Welt und wird seit 1923 jedes Jahr in der Nähe der Stadt Le Mans, Sarthe, in Frankreich ausgetragen. Die Streckenführung erfolgt zum Teil über öffentliche Straßen, die extra für das Rennen gesperrt werden. Beim 24-Stunden-Rennen stehen jedoch nicht nur die Schnelligkeit der Autos und deren Fahrer auf dem Prüfstand, sondern ebenso deren Langstreckentauglichkeit.

Auch das 17. BMW Art Car setzt eine lange Tradition fort, die 1975 begann. Ursprünglich hatte der französische Aktionär und Rennfahrer Hervé Poulain die Idee, einen Künstler mit der Gestaltung seines Rennwagens zu beauftragen. Auf seine Initiative hin gestaltete der amerikanische Künstler Alexander Calder im Jahr 1975 einen BMW-Rennwagen und legte damit den Grundstein für die „Art Car“-Serie.

 

Dieses erste Experiment sollte bald Fortsetzung finden. Ein Jahr später schlug Sam Posey, damals Beifahrer von Alexander Calder, dem in New York lebenden Künstler Frank Stella vor, einen BMW mit seinem für ihn typischen gitternetzartigen Muster zu schaffen. Eine Reihe weiterer gefeierter Pop-Art-Künstler folgten: Roy Lichtenstein, Andy Warhol und Robert Rauschenberg.


All diese Fahrzeuge gingen bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start. Der größte sportliche Erfolg gelang mit dem von Andy Warhol gestalteten BMW M1, der auf dem 6. Rang ins Ziel kam. Nun trägt sich Koons in die illustre Liste der „Art Car“-Schöpfer ein. Die historischen BMW Art Cars finden heute in zahlreichen Museen und Galerien auf der ganzen Welt Beachtung: im Pariser Louvre, in Venedigs Palazzo Grassi, in Sydneys Powerhouse Museum, in den Guggenheim Museen New York und Bilbao - um nur einige zu nennen.

Das neue BMW M3 GT2 Art Car mit der Startnummer 79 dürfen keine Geringeren als die etablierten Rennfahrer Andy Priaulx (GB), Dirk Müller (DE) und Dirk Werner (DE) fahren. Die Nummer 79, die der BMW M3 GT2 in le Mans trägt, ist eine Hommage an das von Warhol gestaltete Auto aus dem Jahr 1979. Am Steuer des zweiten BMW Le Mans-Autos im Werksoutfit mit der Startnummer 78 sitzen Jörg Müller (DE), Augusto Farfus (BR) und Uwe Alzen (DE).


Wer sich abschließend fragt, wie das Kunstwerk aufgetragen wurde: Zur Umsetzung entschieden sich die Macher, Digitaldruck auf Vinyl zu verwenden, da zwischen den ersten Designskizzen und der Weltpremiere nur zwei Monate lagen. Anschließend trug BMW eine doppelte Klarlackschicht auf, um die Farben richtig zur Geltung zu bringen.

Um Koons‘ Design, das aus Hunderten von dynamischen Linien besteht, auf das Auto zu übertragen, wurden für den Druckprozess CAD-Designs von 3D in 2D übersetzt und anschließend in penibler Detailarbeit auf das gesamte Auto sowie auf einzelne Ersatzteile aufgetragen.

2 Kommentare > Kommentar schreiben

03.06.2010

Zur Info: Ich fügte dem Artikel die neuesten Informationen und Bilder hinzu.

04.06.2010

Will BMW damit die Gegner verwirren ? Jedenfalls, der Fleck unter der rechten Niere passt nicht so recht in das sonst so klar geordnete Kunstwerk...;)


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