Bugatti Grand Sport Vitesse Meo Costantini: Laser für die Heldenverehrung

, 08.11.2013


Diesen Namen kennen vermutlich nicht die meisten: Meo Costantini. Für Bugatti eine der wichtigsten Personen überhaupt, die eng einhergeht mit einem der erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten, dem Bugatti Typ 35. Jetzt feiert Bugatti in der sechsteiligen Edition „Les Légendes de Bugatti“ den erfolgreichen Rennfahrer und engen Vertrauten des Firmengründers Ettore Bugatti mit einem eigenen Editionsmodell, dem 1200 PS starken Bugatti Grand Sport Vitesse Meo Costantini. Der Legenden-Vitesse „Meo Costantini“ kostet in Deutschland 2.487.100 Euro (2,09 Millionen Euro netto) und ist, wie alle Bugatti-Legenden, auf drei Fahrzeuge limitiert.


Bartolomeo „Meo“ Costantini, geboren 1889, war acht Jahrelang Leiter des Werksteams von Bugatti. Bereits in frühen Jahren begann Costantini, sich für Rennwagen zu interessieren und Rennen zu fahren. Zum ersten Mal kam der Italiener nach dem ersten Weltkrieg mit der Marke Bugatti in Berührung, als er an der Modifizierung eines Bugatti Typ 13 arbeitete. Mit diesem Wagen fuhr Meo 1920 und 1921 seine ersten Rennen. Dadurch wurde Ettore Bugatti auf den talentierten Italiener aufmerksam und lud ihn 1923 nach Molsheim ein.

Bugatti und Costantini entwickelten ein enges vertrauensvolles Verhältnis und Costantini arbeitete seitdem für Bugatti als Rennfahrer und Berater. Als Mitglied des Werksteams gewann Costantini 1925 und 1926 im Bugatti Typ 35 das zu dieser Zeit wichtigste Rundstreckenrennen der Welt, die Targa Florio auf Sizilien. 1926 folgten Siege beim Grand Prix von Spanien und beim Grand Prix von Mailand. In Monza wurde Costantini Zweiter. Kurz danach beendete der Italiener seine aktive Rennfahrerkarriere, um von 1927 bis 1935 das Bugatti-Werksrennteam zu leiten. Costantini blieb bis 1937 bei Bugatti.

Exklusive Extras für den schnellsten Serien-Roadster der Welt

Das aktuelle Sondermodell basiert auf dem Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse, dessen 8,0 Liter großer W16-Motor aus 1.200 PS ein Drehmoment von gewaltigen 1.500 Nm von 3.000 bis 5.000 U/min entwickelt. So ausgerüstet, schafft der Supersportwagen den Spurt von 0 auf Tempo 100 in nur 2,6 Sekunden. Mit der im April 2013 offen gefahrenen Höchstgeschwindigkeit von 408,84 km/h ist der Vitesse der schnellste Serien-Roadster der Welt.

Die Karosserie des Legenden-Vitesse „Meo Costantini“ besteht im Wesentlichen aus Carbon. Kotflügel, Türen, die sogenannten „Medaillons“ und die vorderen Stoßfängerecken, sind aus Aluminium gearbeitet. Die blaue Lackierung der Carbon-Teile erinnert derweil an die klassische Rennsportfarbe Frankreichs und den Typ 35. Eigens für dieses Legenden-Fahrzeug kreierten die Macher die Lackierung „Bugatti Dark Blue Sport“. Die Aluminium-Komponenten sind handpoliert und größtenteils mit Klarlack überzogen. Eine weitere Besonderheit dieses Fahrzeugs ist, dass einzelne Bauteile zwei unterschiedliche Lackierungen aufweisen, wie zum Beispiel die Kotflügel, die sowohl klar als auch blau lackiert sind.


Als Referenz an die Siege Costantinis bei der Targa Florio ist auf der silberfarbenen Unterseite des Heckflügels die Silhouette der historischen Rennstrecke in der Farbe „Bugatti Dark Blue Sport“ einlackiert. Ebenfalls auf den erfolgreichen Rennfahrer verweist dessen Signatur, welche die Macher in den Tank- und Öldeckel aus Aluminium einlaserten und in Silber auslackierten.

Innenraum: Aufwändige Laserarbeiten für die Racing-Momente

Den gesamten Innenraum des Sondermodells kleidete Bugatti mit Leder aus. Dachhimmel, Fußraum, Sitzmittelbahnen und die Rückwand hielten die Verantwortlichen in der Farbe „Gaucho“, einem edlen Cognac-Ton. Die Wangen der Sitze, die Armauflagen, die verlängerte Mittelkonsole, die Türverkleidungen, das Armaturenbrett, die Schalttafel und das Lenkrad bezogen die Macher derweil mit dunkelblauem Leder. Ausdrucksvolle Akzente schaffen Ziernähte in einem kontrastierenden Hellblau.

Bereits ein erster Blick in den Innenraum des Fahrzeuges zeigt, wem der Wagen gewidmet ist. Auf den Kopfstützen der Sitze befindet sich die blau eingestickte Signatur Meo Costantinis. Darüber hinaus bildet die Silhouette der Targa Florio auf der Klappe des hinteren Ablagefaches einen Blickfang. Den Rennstreckenverlauf ließ Bugatti als gefrästes und poliertes Aluminium-Relief direkt unter das EB-Logo in die aus dunkelblauem Sicht-Carbon bestehende Klappe ein.

Ein besonderes Highlight im Innenraum stellen die Rennszenen und Oldtimer-Motive an den Türen dar, welche die Macher mit höchster Präzision in die Lederverkleidung einlaserten und die glorreichen Momente im Rennfahrer-Leben des Meo Costantini sowie die faszinierende Welt des Motorsports in den 1920-Jahren illustrieren. Farbliche Akzente schafft die blaue Innenauskleidung der Türablagefächer und der Griffmulden.


Auch im Legenden-Vitesse „Meo Costantini“ sind die typischen Legenden-Merkmale präsent, wie der Einleger aus Sichtcarbon an der Verlängerung der Mittelkonsole, der das Legenden-Logo mit dem berühmten Bugatti-Elefanten trägt, sowie die Türeinstiegsleisten mit dem Konterfei und der Signatur Meo Costantinis.

Bugatti Typ 35: Einer der erfolgreichsten Rennwagen aller Zeiten

Mit über 2.000 Siegen stellt der Bugatti Typ 35 einen der erfolgreichsten Rennwagen in der Geschichte des Motorsports dar. Nach dem Motto „Race on Sunday, sell on Monday“ bescherte der Typ 35 dem in Molsheim ansässigen Unternehmen goldene Zeiten; denn Ettore Bugatti verkaufte zahlreiche Typ 35-Rennfahrzeuge nach den Rennen direkt an wohlhabende Rennfahrer. Der Typ 35 war zu seiner Zeit das einzige Fahrzeug, das man sowohl auf der Rennstrecke als auch auf der Straße fahren durfte.

Meo Costantini fuhr seine Siege fast ausnahmslos am Steuer eines Typ 35 ein. Der Rennwagen zieht seine Kraft von ca. 100 PS aus einem 2-Liter-Achtzylinder-Reihenmotor. Das Gewicht von etwa 750 Kilo, inklusive Karosserie, ist perfekt 50 zu 50 Prozent über den Achsen verteilt, was dem Bugatti Typ 35 eine enorme Wendigkeit verschaffte. Mit seiner charakteristischen Rennwagenkarosserie in Tränenform strahlte er eine besondere Faszination aus, die bis heute anhält.

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