Cadillac Ciel Concept: Der luxuriöse Straßenkreuzer kehrt zurück

, 23.08.2011


Puren Luxus im ganz großen Stil zeigt der neue Cadillac Ciel Concept, bei dem das elegante Reisen unter freiem Himmel einen ganz neuen Stellenwert erreichen soll. Der Name „Ciel“ bedeutet im Französischen „Himmel“ und beschreibt das riesige Cabrio wunderbar. Optisch soll das Konzept einen Ausblick auf kommende Fahrzeuggenerationen aus dem Hause Cadillac bieten und bindet nebenbei auch das historische Design der Straßenkreuzer aus den 1950er-Jahren mit ein.


Gemäß der drei Grundprinzipien Schlichtheit, Authentizität und Geräumigkeit wurde dieser Gigant mit 5,174 Metern Länge und 1,978 Metern Breite entworfen. Äußerlich soll das 4-sitzige Cabrio an eine Fahrt während des Sonnenunterganges auf Kaliforniens berühmten Highway 1 entlang des Pazifischen Ozeans erinnern. Aufgrund der verwendeten Materialien und des gleichzeitig sportlich-kantigen wie auch eleganten Designs eine durchaus passende Metapher für dieses Prachtstück. Der Himmel erscheint dabei nahezu greifbar.

Unter der endlos wirkenden Motorhaube verbirgt sich ein 3,6 Liter großer V6-Biturbo-Motor mit variabler Ventilsteuerung und Direkteinspritzung, der zusammen mit dem ebenfalls verbauten Elektromotor eine Gesamtleistung von 431 PS und 583 Nm Drehmoment erzeugt. Durch das Hybrid-Prinzip ist das allradangetriebene Luxus-Cabrio bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h komplett elektrisch unterwegs - erst ab 31 km/h wird der Verbrennungsmotor hinzugeschaltet. Genaue Performance-Daten gab Cadillac leider nicht bekannt.

An der Front fallen sofort die für Cadillac typischen Züge auf: Neben einem großen Kühlergrill mit eingelassenem Firmenlogo schmücken schmale, langgezogene LED-Scheinwerfer die mit ihrem Ende die hohe Schulterlinie markieren die Vorderansicht des neuen Cabriolets. Akzente setzt ebenfalls der Windschutzscheibenrahmen aus gebürstetem Aluminium. Auch typisch Cadillac: die markanten, senkrecht verlaufenden Leuchten am Heck.

Dass die vier Sitze im Ciel ernst gemeint sind, beweist ein Radstand von mächtigen 3,17 Metern, so dass auch die Passagiere auf den hinteren Sitzplätzen mehr als genug Beinfreiheit genießen dürfen. Die klassische Form einer langen Motorhaube und einer sehr tief sitzende Karosserie wird in einem attraktiven Rotton gehüllt, der extra für die Studie kreiert wurde und den Ton eines guten kalifornischen Rotweins aufnimmt, der vom warmen Sonnenlicht durchstrahlt wird.

Das eher dunkle Gesamtbild wertet Cadillac durch viele kleine Details aus poliertem Aluminium und Nickelbeschichtungen auf, so dass der Auftritt eine gewisse Leichtigkeit erhält. Getragen wird der neue Straßenkreuzer von 22 Zoll großen polierten Leichtmetallfelgen, wobei jedes Rad aus einem einzigen Teil gefräst wurde. Da das Auto keine B-Säule besitzt und zwei gegenläufig sich öffnende Türen auf jeder Seite besitzt, fällt das Einsteigen in eine Oase aus purem Luxus nicht schwer.

 

Das sanft anmutende Design des Exterieurs fließt nahtlos in das Interieur über. Hier findet der Betrachter nur das Beste vom Besten. So heben sich die Sitze durch ihren dunkelroten Farbton, den Cadillac von außen übernahm, von der restlichen Belederung des Interieurs ab. Diese ist bis auf das Lenkrad und die Mittelkonsole in einem dunklen Beigeton gehalten.


An den Türen, der Instrumententafel, der Mittelkonsole und an den Rückseiten der Frontsitze findet sich feinstes Olivenholz eines alten Baumes aus Italien, das dem Fahrzeug eine weitere ruhige und äußerst warme Nuance verleiht. Die Cockpitanzeigen, die sich hinter einer transparenten Schutzschicht aus Glas verstecken, sind in gebürstetes Aluminium gehüllt und besitzen die Komplexität eines Schweizer Chronographen - sie können alle Daten digital oder analog anzeigen und speichern nebenbei auch noch eine Informationshierarchie.

Bei der Instrumententafel griff Cadillac das Grundprinzip der Einfachheit erneut auf. So ist im stand lediglich ein einziges Rundinstrument zu sehen. Erst wenn der Fahrer dem Fahrzeug durch den Dreh des Zündschlüssels Leben einhaucht, erwachen die vorher einer Zierleiste gleichenden Cockpit-Anzeigen. Ebenso raffiniert versteckten die Macher die Auslässe der Klimaanlage; denn die Luftzufuhr erfolgt indirekt, wodurch die Auslässe ebenfalls nicht zu sehen sind.

Luxus zieht sich wie das Olivenholz durch das gesamte Auto. So wird den Fahrgästen durch den Zug an einer Lederschlaufe eine Kaschmirdecke „gereicht“, welche Fahrten bei etwas kühleren Temperaturen angenehmer gestalten soll. Wenn die Decke nicht mehr gebraucht wird, verschwindet diese wie von Geisterhand automatisch.

Die Mittelkonsole des Cadillac Ciel - ebenfalls in edlem italienischen Olivenbaumholz gehalten - fungiert als eine Art „Raumtrenner“, indem sie die Sitze voneinander trennt und von der Instrumententafel bis in den Fond verläuft. Im hinteren Teil befindet sich neben einer Armlehne noch ein Humidor, der sich mit feinsten Zigarren füllen lässt.

Letztendlich bleibt offen, ob dieses durchaus gelungene Designkonzept jemals in Serie gehen wird. Ein paar luxuriöse Cabrio-Straßenkreuzer würden allerdings das Straßenbild durchaus bereichern.

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