Ferrari 458 Spider: Der Italo-Renner mit Alu-Deckel

, 24.08.2011


Einen dynamischen Generationenwechsel leitete der Ferrari 458 Italia ein, der jetzt auf innovative Weise sein Dach verliert. Der neue Ferrari 458 Italia Spider besitzt ein vollständig elektrisch versenkbares Hardtop. Für den Fahrspaß unter freiem Himmel sorgt ein 578 PS starker V8-Mittlemotor, der den Ferrari auf über 320 km/h beschleunigt. Seine Weltpremiere feiert der neue Ferrari 458 Italia Spider auf der Frankfurter IAA (15.09.2011 - 25.09.2011).


Hardtop: Leichter als ein Softtop

Das vollständig aus Aluminium gefertigte Hardtop des Ferrari 458 Spider bietet - verglichen mit traditionellen Stoffverdecken - gleich mehrere Vorteile: So konnten die Italiener im Vergleich zur Softtop-Lösung 25 Kilogramm Gewicht einsparen. Die Zeit, die zum Öffnen benötigt wird, beträgt lediglich 14 Sekunden.

Das vollständig in die Linie des 458 Spider integrierte Hardtop wird dabei passgenau im Bereich vor dem Motorraum verstaut, ohne dabei die Aerodynamik oder die Leistung des Sportwagens zu beeinträchtigen. Der geringe Platzbedarf, den das Hardtop in offenem Zustand benötigt, ermöglichte es den Ingenieuren darüber hinaus, im Innenraum eine geräumige Gepäckablage hinter den Sitzen zu schaffen.

Das Heck des Fahrzeuges zeichnet sich durch innovative Formen aus, wobei die Finnen, hinter den Sitzlehnen derart gestaltet wurden, dass sie den Luftfluss hin zu den Lufteinlässen des Motorraumes und zu den Ölkühlern von Kupplung und Getriebe optimieren. Für ein Höchstmaß an Komfort bei der Fahrt mit geöffnetem Verdeck verfügt der 458 Spider ferner über ein großes, elektrisch verstellbares Windschott.

Das Windschott des Ferrari 458 Italia Spider optimierten die Macher derart, dass durch das optimierte Design und Gestaltung der Luftstrom im Cockpit deutlich reduziert werden konnte und Unterhaltungen in normaler Lautstärke auch bei Geschwindigkeiten von über 200 km/h möglich sein sollen.

Design: Kompromissloses Ergebnis aus Styling und Aerodynamik

Die Front des 4,527 Meter langen, 1,937 Meter breiten und 1,211 Meter hohen Spiders mit einem Radstand von 2,650 Metern besitzt wie das Coupé eine einzige große Öffnung für den Frontgrill und die seitlichen Lufteinlässe mit aerodynamischen Bereichen und Profilen. All dies wurde so gestaltet, um Luft auf die Kühler und den flachen Unterboden zu leiten. An der Front befinden sich ferner aero-elastische Winglets, die Abtrieb erzeugen und sich bei steigender Geschwindigkeit verformen, um den Kühlereinlass zu verkleinern und den Luftwiderstand zu verringern.

 

Die Schweller des Wagens zeichnen sich durch zwei Kielformen aus, die als Bugschürzen für die Hinterräder wirken, während der hintere Bereich der Karosserie zwischen den Heckdiffusoren als Einfassung der neuen Dreifachauspuffrohre agiert. Dieses Designmerkmal erinnert an den legendären F40 und verleiht dem Heck des 458 Italia Spider eine aggressiv-sportliche Note.


Die trapezförmigen Frontkühler sind so positioniert, dass sie die Auswirkungen des internen Kühlflusses auf Drag und Downforce minimieren. Auf dem aerodynamischen Unterboden befinden sich hingegen die Lufteinlässe für die Kühlung des Motorraumes, wobei hier Druckunterschiede die Luft bestmöglich verteilen und derart positioniert sind, dass sie die rückwärtige Downforce erhöhen. Auf ähnliche Weise wird Luft von der Front zum Heckdiffusor geleitet, wo Ferrari die Zahl und Position der Gitter so plante, dass die Verteilung der Luftwirbel optimiert wird, um die Downforce zu steigern.

Neue technische Lösungen bei der Konstruktion des Chassis ermöglichen bei geschlossenem und geöffnetem Verdeck die gleiche strukturelle Karosseriesteifigkeit. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug, das nicht nur aufregend zu fahren ist, sondern extreme Leistungen mit hoher Agilität verbindet - Eigenschaften, welche die offenen Berlinettas aus Maranello seit jeher auszeichnen.

Starkes Triebwerk für höchste Beschleunigungen

Der V8-Mittelheckmotor mit Trockensumpfschmierung weist einen Hubraum von 4.499 cm³ auf und erreicht eine maximale Drehzahl von 9.000 U/min, wenn der Ferrari 458 Italia Spider seine 578 PS ausspielt. Das enorme zur Verfügung stehende Drehmoment - insgesamt 540 Nm bei 6.000 U/min und über 80 Prozent ab 3.250 U/min - ermöglicht in sämtlichen Drehzahlbereichen außergewöhnliche Beschleunigungswerte.

Dank der Power von 578 PS und einem Leergewicht von 1.430 Kilogramm, beträgt das Leistungsgewicht des Ferrari 458 Italia Spider nur 2,47 kg/PS. So ausgerüstet, spurtet der schnittige Italiener in unter 3,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und erzielt eine Top-Speed von über 320 km/h. Den Kraftstoffverbrauch gibt Ferrari mit 11,8 Litern auf 100 Kilometern an, was einem CO2-Ausstoß von 275 g/km entspricht.

F1-Technologie für sportliche Kraftübertragung

Auf die Straße gebracht wird die Leistung durch das F1-Doppelkupplungsgetriebe von Ferrari mit Schaltwippen am Lenkrad und durch das fortschrittliche E-Diff 3, das zusammen mit der F1-Traktionskontrolle und dem Hochleistungs-ABS für unerreichte Dynamik im Handling sorgt.

 

Für das E-Diff realisierte Ferrari eine sogenannte „Power On“-Strategie, welche die Traktion beim Kurvenausfahren beeinflusst und in die F1-Trac-Logik integriert wurde. Eine Evolution, welche die Arbeiten der beiden Systeme verbindet und dabei gleichzeitig mit der ABS-Kontrolllogik gekoppelt ist, die man speziell für Fahrbahnoberflächen mit hohem Grip auslegte.


Das elektronisch gesteuerte Differential verteilt kontinuierlich Drehmoment auf die Hinterräder - sowohl bei „Power Off“ (während der Kurveneinfahrt) als auch bei „Power On“ (bei Beschleunigung während der Kurvenausfahrt) - um die maximale Fahrzeugstabilität und -kontrolle unter sämtlichen Fahrbedingungen und bei allen Fahrbahnbeschaffenheiten zu ermöglichen.

Das E-Diff 3 arbeitet eng mit dem F1-Trac zusammen, wobei eine Reihe an F1-Trac-Parametern und Berechnungen, zum Beispiel des Grips, genutzt werden. Dies erfolgt in den Manettino-Einstellungen, in denen das F1-Trac aktiviert (Sport - Race) und deaktiviert (CT Off und CST Off) ist.

Im Vergleich zu vorangegangenen Versionen bietet das E-Diff 3 eine verbesserte Drehmomentdistribution bei Kurvenausfahrten (in Sport, Race, CT Off und CST Off), was in Form von verbessertem Grip, besserer Straßenlage und progressiverem Handling am Limit zum Ausdruck kommen soll.

Serienmäßig verfügt der neue Ferrari 458 Italia über ein Carbon-Keramik-Bremssystem von Brembo, das aus 6-Kolben Aluminiumbremssätteln mit 398 x 36 Millimeter großen Scheiben vorne und 4-Kolben Aluminiumbremssätteln mit 360 x 32 Millimeter messenden Pendants hinten.

Interieur vom Motorsport inspiriert

Das Interieur spiegelt das Design des Wagens mit klaren Formen wider und zeigt ein fahrerorientiertes Cockpit mit wichtigen Einflüssen aus dem Motorsport. Die oberen und unteren Bereiche des Armaturenbrettes verkleidete Ferrari mit Leder, während die Instrumenteneinfassung auf einem Bereich aus Aluminium sitzt, der eine einzige strukturelle Einheit formt, auf der die Gehäuse und die sekundären Kommandofunktionen sitzen. Bei der Form der Lufteinlässe ließen sich die Macher vom Design der Endauspuffrohre der Formel-1-Wagen inspirieren, wie man sie bis vor wenigen Jahren sehen konnte.

 

Die schlanke, minimalistische Mittelkonsole weist eine Aluminiumgussform auf, in der die F1-Konsole untergebracht ist, die auch die Launch-Control und die sekundäre Gangschaltungskontrolle für Rückwärtsgang und Automatikeinstellungen umfasst. Um die Knöpfe der F1-Konsole und die elektrischen Fensterheber zu bedienen, lässt sich die mit Leder verkleidete Armstütze nutzen. Auf der Konsole befinden sich außerdem zwei kleine, mit Alcantara ausgeschlagene Ablagekästen.


Fahrer/Fahrzeug-Interface: Auf puren Fahrspaß ausgerichtet

Auch die Positionierung der Hauptkommandoeinheiten zeigt ein vollständig fahrerorientiertes Cockpit. Sämtliche Hauptkommandos sind auf dem Lenkrad angebracht, während die sekundären Kommandos in zwei hinter dem Lenkrad auf dem Armaturenbrett angebrachten Gehäusen liegen. Die Display-Anzeigen befinden sich direkt im Blickfeld des Fahrers.

Alle Hauptbedieninstrumente befinden sich auf dem Lenkrad, um für eine absolute Fahrzeugkontrolle unter jeglichen Bedingungen zu sorgen. Der Ferrari 458 Italia Spider ist ferner mit einem Racing-Manettino ausgestattet, der sportlichere Setups bevorzugt, womit dem Fahrer eine größere Auswahl an rennstreckenbezogenen elektronischen Kontrollparametern zur Verfügung stehen. Die „CT-Off“-Einstellung ermöglicht die Deaktivierung der Traktionskontrolle; die Stabilitätskontrolle bleibt jedoch aktiviert.

Auf dem rechts auf dem Armaturenbrett liegenden Kommandogehäuse befinden sich die Steuerungseinheiten für das Infotainment, während auf der linken Seite das „Vehicle Dynamic Assistance“-Display (VDA) auf dem TFT-Bildschirm zu finden ist. Die „Vehicle Dynamic Assistance“ überwacht die wichtigsten Parameter des Wagens - Triebwerk/Getriebe, Reifen und Bremsen. Die VDA ist in den folgenden Manettino-Einstellungen aktiviert: Race, CT Off und CST Off. Dabei versorgt das System den Fahrer mit visuellen Informationen zum Status der einzelnen Komponenten.

Die Informationen basieren auf einem aus den Parametern der Quer- und Längsbeschleunigung, der Umdrehungszahlen und der Geschwindigkeit berechneten Algorithmus. Der Fahrer ist somit stets über die idealen Betriebsbedingungen seines Wagens informiert. Diese Informationen werden in drei Status-Settings zusammengefasst: Warm-Up (Betriebstemperatur zu niedrig), Go (ideale Betriebsbedingungen) und Over (eine oder mehrere Komponenten arbeiten nicht mehr auf ihrem idealen Niveau und müssen gekühlt werden).

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