Ferrari World Design Contest: Der Ferrari von Morgen kommt aus Südkorea

, 23.07.2011


Wie sieht der Ferrari von Morgen aus? Diese Frage stellte Ferrari nicht seinem traditionellen Hof-Designer Pininfarina, sondern veranstaltete dazu den „Ferrari World Design Contest“ - einen Design-Wettbewerb, an dem Studenten von 50 Universitäten aus aller Welt teilnahmen und über 400 Konzepte einreichten. Gewinner: der Ferrari Eternita von Studenten der Hongik Universität aus Seoul, Südkorea. Der Wettbewerb verhalf Ferrari dazu, die Wünsche und Visionen von Ferraristi aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturen einzufangen.


Die Teilnehmer des „Ferrari World Design Contests 2011“ waren gefordert, einen reinen Supersportwagen mit neuesten Technologien und Materialien zu kreieren. Einen Wagen mit extremem Aufbau und gleichzeitig funktionell unter sämtlichen Aspekten. Für den ersten und zweiten Platz vergab die Jury, unter Vorsitz von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, ein Praktikum in Ferraris Centro Stile, das von Flavio Manzoni geleitet wird, sowie Geldpreise.

Sämtliche Design-Konzepte konzentrierten sich auf eine Reduzierung des Benzinverbrauchs durch den Einsatz alternativer Antriebssysteme und hierbei besonders auf Hybrid-Motoren. Ein weiterer gemeinsamer Nenner war eine Steigerung des Fahrvergnügens durch Gewichtsreduzierung. Bezüglich der Formen lösten geschmeidige Linien beinahe organische Formen in den verschiedenen Designprojekten ab.

Den südkoreanischen Studenten Kim Cheong Ju, Ahn Der und Lee Sahngseok gelang es mit ihrem offenen Dynamiker am besten, mit Elementen der modernen Ferrari-Designsprache wie auch futuristischen Lösungen die Vorgaben Ferraris bezüglich eines reinrassigen Hypercars der Zukunft umzusetzen. Dabei ging es darum, den Hochleistungswagen nicht nur hinsichtlich des Aufbaus, sondern auch in sämtlichen anderen Aspekten extrem zu entwerfen. Für den Vortrieb sehen die Südkoreaner eine Kombination aus Elektromotor, Wasserstoffgenerator und Schwungradspeicher vor.

Nachdem ein erster 2D-Entwurf angefertigt wurde, gingen die Teilnehmer des Wettbewerbs daran, 3D-Modelle zu entwickeln, wobei „3D Autodesk Alias“ zum Einsatz kam. Darüber hinaus fertigten die Studenten Sportwagen-Modelle im Maßstab 1:4, wobei sie die Schwerpunkte nicht nur auf funktionelle Aspekte, sondern vielmehr auf die Details des Exterieurs und das Interieur legten.

 

Auf Platz 2 landete der Ferrari Xezri von Samir Sadikhov aus Aserbaidschan, der am renommierten Istituto Europeo di Design (IES) aus Turin studiert, das mit seinen Schülern alljährlich seine Konzepte auch auf dem Genfer Automobilsalon ausstellt. Sadikhov sieht für den Xezri eine Turbine als Antrieb und eine flexible Aerodynamik vor. Bei seiner schnittigen Kreation ließ sich der Aserbaidschaner von der Natur inspirieren und schuf einen besonders flachen wie auch athletischen, fast vom Wind geformten Sportwagen.


Den dritten Platz sicherte sich das berühmte London Royal College of Arts (RCA) mit dem futuristischen Ferrari Cavalo Bianco der Studenten Henry Cloke (Großbritannien) und Qi Haitao (China). Aggressiv und selbstbewusst, aber nicht für die Straße gebaut, besitzt der Ferrari Cavalo Bianco Kufen für das agile Hingleiten auf Eis und Schnee.

Nach der Preisverleihung erklärte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo: „Die Kreativität junger Menschen zu fördern, ist eine wesentliche Strategie in sämtlichen Lebensbereichen. Der Ferrari World Design Contest ist wie ein Fenster, das wir stets offen halten wollen, um weltweit die kreative Energie der kommenden Generation zu fördern. Ich konnte mich selbst von den wahrlich innovativen Ideen überzeugen, die von diesen überaus talentierten jungen Menschen eingesandt wurden. Ich konnte die große Leidenschaft und das enorme Engagement spüren, die in den Entwürfen ihren Ausdruck fanden. Ich bin davon überzeugt, dass einige dieser Vorschläge in Ferraris der Zukunft auftauchen werden.“

Im Rahmen des Wettbewerbes wurden außerdem zwei Sonderpreise vergeben: Der „Autodesk Design Award“ für den besten Einsatz der Alias-Software während des Entwurfes, der vom technischen Partner des Wettbewerbs an die Hongik Unversität (Südkorea) überreicht wurde, sowie die Auszeichnung der „Most Unexpected Technological Solution“. Letztere ging an das Team der Jiangnan University (China) für die gewagtesten technischen Lösungen, die mit dem „The Drake“ präsentiert wurden. Die Chinesen sahen vier Elektromotoren und schwenkbare Mikroturbinen für ihr Konzept vor.

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