Maserati Quattroporte 2013: Luxus und Leistung in Eleganz vereint

, 09.12.2012


Bis zu 530 PS stark, stellt der neue Maserati Quattroporte eine grandiose Verschmelzung zwischen Fahrmaschine und Luxus-Limousine dar. Die mittlerweile 6. Generation der Sportlimousine kommt 2013 auf den Markt und markiert den Beginn eines strategischen Wachstums: Maserati plant einen Anstieg seiner Gesamtproduktion auf 50.000 Einheiten pro Jahr bis 2015, zu der weitere neue Modelle beitragen sollen.


Design: Sportliche Eleganz mit Biss

Der neue Maserati Quattroporte folgt mit einer Neuinterpretation den klassischen Design-Prinzipien der italienischen Traditionsmarke: lange Motorhaube, markanter Kühlergrill und ein dynamisch kurzer vorderer Überhang. Ausgestattet mit großzügigeren Abmessungen als das bisherige Modell besitzt der neue Quattroporte ein Design, das bereits auf den ersten Blick anmutig und kurvenreich wirkt, um den sportlichen Charakter des Fahrzeuges zu betonen. Der Quatroporte des Jahres 2013 ist 5,262 Meter lang, 1,948 Meter breit (ohne Außenspiegel) und 1,481 Meter hoch.

Einige Elemente, die das bisherige Fahrzeug kennzeichneten, behielten die Macher bewusst bei, wie zum Beispiel den markanten Kühlergrill, die drei seitlichen Luftauslässe und die dreieckige C-Säule. Gleichzeitig kamen neue stilistische und funktionale Elemente hinzu: die ausgeprägte Gürtellinie, die entlang der Seite verläuft und dem neuen Quattroporte eine muskulöse, aber zugleich elegante Erscheinung verleiht, die neuen Scheinwerfer und Rückleuchten sowie die drei rahmenlosen Seitenscheiben.

Das Design des Quattroportes strahlt nicht nur Eleganz und Dynamik aus, es ist außerdem aerodynamisch hoch effizient. Im Vergleich zum Vorgängermodell sank der cW-Wert um zwölf Prozent auf jetzt 0,31, während sich gleichzeitig der Auftrieb um 24 Prozent reduzierte. Das trägt einerseits zum günstigen Kraftstoffverbrauch und zur hohen Endgeschwindigkeit bei und sorgt andererseits bei hohem Tempo für exzellente Fahrstabilität.

Antrieb: Der schnellste Maserati aller Zeiten

Alle Triebwerke werden von Maserati entwickelt und bei Ferrari in Maranello gefertigt. Neues Spitzentriebwerk ist der 3,8 Liter große V8-Motor, der im Vergleich zum bisherigen Quattroporte Sport GT S mit mehr Leistung aufwartet und dabei um 20 Prozent weniger CO2 emittiert. Bei geringerem Hubraum sorgen die Twin-Turbo-Aufladung und die Benzindirekteinspritzung für 18 Prozent mehr Leistung (plus 80 PS) und für 39 Prozent mehr Drehmoment (plus 200 Nm). Mit 530 PS und 650 Nm, die zwischen 2.000 und 4.000 Touren anliegen, erreicht der Quattroporte ein völlig neues Leistungsniveau. Darüber hinaus lässt sich das maximale Drehmoment bei Overboost kurzfristig auf 710 Nm anheben.

Mit einer Beschleunigung von 0 aus 100 km/h in nur 4,7 Sekunden unterbietet der neue Quattroporte sogar die Sprintwerte des Quattroporte Sport GTS um 0,3 Sekunden, die des Quattroporte 4.2 sogar um fast eine ganze Sekunde. Nicht minder imposant fällt die Höchstgeschwindigkeit mit 307 km/h aus. Damit ist der neue Quattroporte der schnellste Maserati aller Zeiten, den die Italiener je in Serie bauten.


Die Spitzenstellung des Fahrzeuges verdeutlichen weitere Zahlenwerte: Mit 139 PS pro Liter Hubraum besitzt der neue Quattroporte die höchste Liter-Leistung in seinem Segment, mit 171 Nm/Liter auch den besten Drehmomentwert. Durch die konsequente Gewichtsreduzierung erreicht der neue Quattroporte überdies ein sensationelles Leistungsgewicht von 3,6 kg/PS - ebenfalls eine Bestmarke in seiner Klasse. Den durchschnittlichen Spritverbrauch gibt Maserati mit 11,9 l/100 km an, was einem CO2-Ausstoß von 278 g/km entspricht.

V6-Twin-Turbo-Motor: Im Quattroporte debütiert ebenfalls ein völlig neues V6-Aggregat mit 3,0 Litern Hubraum, das viele konstruktive Merkmale des V8-Triebwerkes aufweist, wie zum Beispiel die Ventilsteuerung, das Turbosystem und die Benzindirekteinspritzung. Mit einer Leistung von 410 PS sorgt der V6-Motor zusammen mit dem maximalen Drehmoment von 550 Nm zwischen 1.500 und 5.000 Touren für herausragende Fahrleistungen. Im normalen Betriebsmodus ist das Drehmoment bei 500 Nm zugunsten eines noch komfortableren Fahrens gekappt. Während die Literleistung mit 137 PS/Liter geringfügig kleiner als beim V8-Motor ausfällt, ist der Wert des Drehmoments pro Liter sogar deutlich höher: 183 Nm/Liter.

Der Quattroporte mit dem V6-Motor wiegt 1.860 Kilogramm, während der optionale Allradantrieb das Gewicht um lediglich 70 Kilogramm erhöht. Das hinterradgetriebene Modell spurtet aus dem Stand in 5,1 Sekunden auf 100 km/h, die Allradversion sogar in nur 4,9 Sekunden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 285 km/h bzw. 284 km/h liegen beide Varianten auf dem Niveau des bislang bekannten Quattroporte Sport GT S.

Kraftübertragung: Erstmals ein Maserati mit Allrad

In allen Versionen verfügt der neue Quattroporte serienmäßig über ein 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF. Im Vergleich zum bisher verwendeten 6-Gang-Automatikgetriebe bedeutet dies eine Verbesserung bei Fahrkomfort, Schaltgeschwindigkeit und Kraftstoffverbrauch. Trotz der beiden zusätzlichen Fahrstufen wiegt das neue Getriebe vier Kilogramm weniger.

Wie gewohnt, stehen mehrere Betriebsmodi zur Verfügung: „Auto Normal“, „Auto Sport“, „Manual Normal“, „Manual Sport“ sowie „I.C.E.“ (Increased Control and Efficiency). In den beiden manuellen Modi lassen sich die Gänge vom Fahrer mittels zentralem Schaltknauf oder per Lenkradwippen wechseln. Im besonders effizient ausgelegten „I.C.E.“-Modus fallen die Gasannahme noch harmonischer und die Gangwechsel noch weicher aus, während die Bypass-Ventile der Abgasanlage stets geschlossen sind.

 

Serienmäßig verfügen alle Quattroporte Versionen über ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse, das 35 Prozent Traktion beim Beschleunigen und 45 Prozent Freilauf beim Verzögern bietet.


Erstmals ist für einen Maserati ein Allradsystem erhältlich, das im Bedarfsfall in lediglich 150 Millisekunden das volle Drehmoment von den Hinterrädern auf alle Räder umzuleiten vermag. Eine intelligente Steuerlogik sorgt dafür, dass in allen Situationen die Motorkraft automatisch und bedarfsgerecht verteilt wird und das Fahrzeug somit maximale Traktion und Stabilität erhält. Im Zusammenspiel mit dem Maserati Stability Programm (MSP) sorgt das Allradsystem für Performance, Komfort und Sicherheit – nicht nur auf rutschigem Untergrund.

Fahrwerk: Vom Motorsport auf die Straße

Der neue Quattroporte besitzt einen langen Radstand von 3,171 Metern. Das sorgt bei hoher Geschwindigkeit für noch mehr Richtungsstabilität. Im gleichen Maß trägt eine durchdachte Gewichtsreduzierung zur Agilität bei. Dazu zählt zum Beispiel die konsequente Verwendung von Aluminium, so dass das Trockengewicht nur noch 1.900 Kilogramm beträgt, ergo rund 100 Kilogramm weniger im Vergleich zum Vorgänger.

Aus der Motorsport-Tradition von Maserati heraus verfügt der neue Quattroporte vorn über eine Doppelquerlenker-Aufhängung. Um den hohen Komfortansprüchen gerecht zu werden, kommt an der Hinterachse eine Multilenkerkonstruktion zum Einsatz. Serienmäßig verbauen die Italiener neue Skyhook-Stoßdämpfer mit einer kontinuierlichen Dämpferkontrolle. Für eine besonders sportliche Fahrweise lässt sich das Fahrwerk auf Knopfdruck straffen. Dabei wird nicht nur die Dämpfungsrate beeinflusst, sondern auch entscheidend die Quer- und Längsneigung reduziert.

Serienmäßig rollt der neue Maserati Quattroporte auf 20 Zoll großen Leichtmetallrädern. Auf Wunsch sind Pendants in 21 Zoll und 19 Zoll erhältlich. Letztere reduzieren den Kraftstoffverbrauch. Für eine optimale Verzögerung sorgt ein zusammen mit Brembo entwickeltes Bremssystem, das aus Bremssätteln in Monoblock-Bauweise sowie gelochten und gerillten Bremsscheiben besteht - bei den V8-Modellen vorn in 380 x 34 Millimeter, bei den V6-Modellen in 350 x 32 Millimeter sowie hinten stets mit 350 x 28 Millimeter.

Interieur: Wie eine Hightech-Lounge

Der Innenraum des neuen Quattroportes vereint Raffinesse und zeitloses Design mit Hightech und sportlicher Funktionalität. Die gewachsenen Außenabmessungen treten dabei auch im Inneren deutlich zu Tage, indem sie für mehr Bein-, Schulter- und Kopffreiheit sorgen. Aus der gewachsenen Außenlänge resultieren unter anderem 10,5 Zentimeter mehr Beinfreiheit im Fond und ein um 80 Liter größerer Kofferraum, der nun 530 Liter fasst.


Zu den technischen Innovationen im Innenraum gehört das neue „Maserati Touch Control“ mit einem 8,4 Zoll großen Touchscreen, über den nicht nur das serienmäßige Navigationssystem bedient und dargestellt wird, sondern ebenfalls der DVD-Player (für Audio und Video), der Radio-Tuner, der Bordcomputer und die Fahrzeugfunktionen, zu denen beispielsweise die Klimatisierung gehört.

Den hohen technischen Anspruch des Interieurs runden Optionen wie WLAN-Hotspot für das Internet und das Premium-Surround-Soundsystem von Bowers&Wilkins mit 15 Lautsprechern ab. Zum Serienumfang gehört überdies „Keyless Go“ zum schlüssellosen Öffnen der vorderen Türen (für Fondtüren und Kofferraum als Option).

Obwohl der Platz hinter dem Lenkrad stets der attraktivste in einem Maserati ist, lädt der neue Quattroporte zum Platznehmen im Fond ein: Hier finden die Passagiere als Wunschausstattung alles, was das Reisen angenehm macht - vom Multimedia-System mit zwei 10.2-Zoll-Farbbildschirmen über ausklappbare, lederbezogene Tische und eine eigene Fond-Klimaautomatik bis hin zu zwei individuell einstellbaren Einzelsitzen mit Heizung und Belüftung. Alternativ ist der Quattroporte ab Werk auch mit einer durchgängigen Sitzbank für drei Passagiere erhältlich.

Sicherheit: Durchdacht weiterentwickelt

Neben dem weiterentwickelten „Maserati Stability Program“ (MSP), zu dem Funktionen wie das Antiblockiersystem ABS, eine Berganfahrhilfe und ein Notbrems-Assistent gehören, besitzt der neue Quattroporte selbstverständlich ein zeitgemäßes Airbag-System (Front, Seite vorn und Kopf).

Serienmäßig statten die Italiener den Quattroporte außerdem mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und LED-Tagfahrlicht aus. Die adaptiven Frontscheinwerfer schwenken geschwindigkeitsabhängig in die jeweilige Fahrtrichtung und besitzen ferner einen variablen Lichtkegel. Letztgenannter ist beispielsweise im Stadtverkehr unter 45 km/h breiter, um Gefahren am Straßenrand besser zu erfassen, während er bei hoher Geschwindigkeit stärker auf Längenreichweite fokussiert wird.

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