Mercedes E-Klasse 2013: Wie eine kleine S-Klasse

, 14.12.2012


Aufregend entspannend - das ist die Mercedes E-Klasse, die ab März 2013 mit einem umfassenden Facelift auf den Markt kommt. Die Macher möchten klare Zeichen setzen und spendierten der E-Klasse eine neue Formensprache mit zwei Gesichtern, neue oder optimierte Assistenzsysteme aus der künftigen S-Klasse und noch effizientere Motoren. Im Juni 2013 sollen das überarbeitete E-Klasse Coupé und Cabrio folgen.


Design: Zwei neue Gesichter stehen zur Wahl

Bei ihren Modifikationen folgten die Designer der neuen Mercedes-Formensprache und interpretierten auf der vorhandenen Basis die klassischen Designwerte der Marke neu. Zum ersten Mal gelangt die E-Klasse mit zwei unterschiedlichen Gesichtern zum Verkauf: Die Basisausführung und die Ausstattungslinie „Elegance“ erhalten in der Serienausführung den klassischen Kühlergrill mit drei Lamellen. Die Linie „Avantgarde“ trägt dagegen den Sportwagenkühler mit Zentralstern und bietet damit ein eigenständiges, sportlich betontes Gesicht.

Komplett neu gestaltet zeigt sich die Front mit neuen Scheinwerfern, die alle Funktionselemente von einem einzigen Scheinwerferglas überdecken und damit den Stoßfänger von allen Lichtfunktionen befreien. Fließende Leuchtelemente innerhalb der Scheinwerfer sorgen dafür, dass das für die E-Klasse typische Vieraugengesicht grafisch erhalten bleibt. Serienmäßig sind sowohl das Abblendlicht als auch die Tagfahrleuchten in LED-Technologie ausgeführt. Auf Wunsch stehen erstmals Voll-LED-Scheinwerfer zur Wahl.

Die Motorhaube und der Frontstoßfänger treten mit einem frischen Look an die Öffentlichkeit. Mit fließenden Linien, geschmeidig und sehr geradlinig folgt der neuen Formensprache die Motorhaube. Der modifizierte und von allen Lichtfunktionen befreite Stoßfänger wirkt modern und unterstreicht mit dem Wing-Design seiner Spoilerlippe dezent dem sportlichen Anspruch der E-Klasse.

Eine geänderte Charakterlinie und tiefer positionierte Zierleisten an der Seite verleihen sowohl der Limousine als auch dem T-Modell (Kombi) optisch spannende Proportionen. Die Charakterlinie verläuft unterhalb der Strukturlinie von der Fondtür bis zur Heckleuchte. Dadurch gewinnt das Fahrzeug optisch an Länge. Insgesamt wirkt die E-Klasse gestreckter und dennoch dynamisch-gelassen.


Am Heck überarbeitete Mercedes-Benz die Leuchten und den Stoßfänger, der jetzt noch breiter und markanter wirkt. Die neuen, horizontal gegliederten LED-Schlussleuchten mit einer zweifarbigen Grafik betonen die Breite und zeigen ein charakteristisches Nachtdesign. Sofern nicht geändert, beträgt das Ladevolumen des Kombis 695 Liter und mit umgeklappten Rücksitzlehnen bis zu 1.950 Liter.

Antrieb: Souveräne Fahrleistungen mit sparsamem Verbrauch

Die E-Klasse Limousine und das T-Modell bieten beide ein breites Angebot an kraftvollen und effizienten Benzin- und Dieselmotoren. Alle Triebwerke rüstet Mercedes-Benz zur Steigerung der Effizienz mit einem Eco-Start-Stopp-System aus. Für die Kraftübertragung stehen zwei Getriebe zur Wahl: ein 6-Gang-Schaltgetriebe mit hohem Schaltkomfort und kurzen Schaltwegen sowie das Automatikgetriebe 7G-Tronic-Plus mit einem Wählhebel am Lenkrad für die Schaltprogramme und Schaltwippen. Neu ist das Kurzzeit-M-Programm. Effekt: Schaltet der Fahrer manuell zurück- oder hoch, wechselt das Getriebe nach einem definierten Zeitintervall selbsttätig wieder in den automatischen, verbrauchsgünstigen Schaltmodus.

Benzinmotoren (alle Werte mit dem Automatikgetriebe 7G-Tronic-Plus):

Mercedes-Benz E 200: Als neuer Basis-Benziner fungiert ein Vierzylinder, der aus 2,0 Litern Hubraum 184 PS bei 5.500 Touren und ein maximales Drehmoment von 300 Nm zwischen 1.200 und 4.000 Touren generiert. Das reicht für den Spurt von 0 auf Tempo 100 in 7,9 Sekunden (T-Modell 8,3 Sekunden). Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher Verbrauch von nur 5,8 l/100 (T-Model 6,0 l/100 km).

Mercedes-Benz E 250: Mit dem E 200 findet sich ein weiterer 2.0-Liter-Vierzylinder im Programm, der 211 PS bei 5.500 U/Min und maximal 350 Nm von 1.200 bis 4.000 Touren zur Verfügung stellt. So ausgerüstet, benötigt der E 250 für den Spurt von 0 auf 100 km/h insgesamt 7,4 Sekunden (T-Modell 7,8 Sekunden). Der kombinierte Verbrauch beträgt 5,8 l/100 km (T-Modell 6,1 l/100 km).


Mercedes-Benz E 300 / E 300 4MATIC: Der kleinste V6-Benziner besitzt 3,5 Liter Hubraum, 252 PS bei 6.500 U/min und 340 Nm Drehmoment, die von 3.500 bis 4.500 U/min anliegen. Der Mercedes-Benz E 300 fährt in 7,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h (T-Modell 7,5 Sekunden) und begnügt sich mit 6,8 l/100 km (T-Modell 7,1 Sekunden). In Kombination mit dem 4MATIC-Allradantrieb sind es 7,4 Sekunden für den klassischen Spurt (T-Modell 7,8 Sekunden) und 7,4 l/100 km (T-Modell 7,8 l/100 km).

Mercedes-Benz E 350 / E 350 4MATIC: Mehr Power besitzt der E 350 mit ebenfalls 3,5 Litern Hubraum. Das Aggregat besitzt 306 PS bei 6.500 U/min und 370 Nm von 3.500 bis 5.250 U/min. Von 0 auf Tempo 100 vergehen 6,3 Sekunden (T-Modell 6,7 Sekunden). Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher Kraftstoffkonsum von 6,8 l/100 km (T-Modell 7,1 l/100 km). In der Allradversion E 350 4MATIC dauert der Spurt auf Tempo 100 insgesamt 6,6 Sekunden bzw. 7,1 Sekunden mit dem T-Modell. Der Verbrauch im Mittel mit 4MATIC beläuft sich auf 7,4 l/100 km (T-Modell 7,8 l/100 km).

Mercedes-Benz E 400 / E 400 4MATIC: Neu ist ein Sechszylinder, der zum ersten Mal als E 400 mit Biturbo-Antrieb angeboten wird. Dieser 3,0 Liter große Motor setzt mit seinem Leistungspotenzial von 333 PS (5.250 bis 6.000 U/min) und seinem hohen Drehmoment von 480 Nm bei niedrigen Drehzahlen von 1.600 bis 4.000 Touren neue Maßstäbe im Sechszylinder-Bereich. So ausgerüstet, benötigt der E 400 für den Spurt von 0 auf 100 km/h vorläufig nur 5,9 Sekunden (T-Modell 6,3 Sekunden). Der kombinierte Verbrauch beträgt voraussichtlich 7,5 l/100 km (T-Modell 7,7 l/100 km). In Kombination mit dem 4MATIC-Allradantrieb sind es bei identischen Spurtwerten in puncto Verbrauch wahrscheinlich 8,0/100 km (T-Modell 8,3 l/100 km).

Mercedes-Benz E 500 / E 500 4MATIC: Als vorläufig stärkste Variante kommt der E 500 mit einem V8-Motor, der aus einem Hubraum von 4.663 cm³ satte 408 PS von 5.000 bis 5.750 U/min generiert. Das maximale Drehmoment von 600 Nm liegt zwischen 1.600 und 4.750 Touren an. Mit dieser Antriebsvariante dauert der klassische Spurt auf 100 km/h nur 5,2 Sekunden (T-Modell 5,4 Sekunden) bei einem Durchschnittsverbrauch von 8,9 l/100 km (T-Modell 9,3 l/100 km). Bei der 4MATIC-Allradvariante sind es bei gleichen Spurtwerten beim Durchschnittsverbrauch 9,4 l/100 km (T-Modell 9,5 l/100 km).

 

Dieselmotoren (alle Werte mit dem Automatikgetriebe 7G-Tronic-Plus):

Mercedes-Benz E 200 CDI: Als Einstiegsdiesel fungiert ein Vierzylinder-Aggregat mit 2.143 cm³ Hubraum, das 136 PS von 2.800 bis 4.600 Touren generiert. Das maximale Drehmoment beträgt 360 Nm, die zwischen 1.600 und 2.600 U/min anliegen. Tempo 100 erreicht der E 200 CDI aus dem Stand nach 9,5 Sekunden (T-Modell 10,1 Sekunden). Dem gegenüber steht ein Verbrauch von 4,9 l/100 km (T-Modell 5,3 l/100 km).


Mercedes-Benz E 220 CDI: Mit ebenfalls 2.143 cm³ Hubraum generiert der Vierzylinder im E 220 CDI 170 PS von 3.000 bis 4.200 Touren und ein maximales Drehmoment von 400 Nm, das von 1.400 bis 2.800 U/min anliegt. Dies reicht für den Spurt von 0 auf 100 km/h in 8,4 Sekunden (T-Modell 8,6 Sekunden), während der durchschnittliche Verbrauch bei nur 4,7 l/100 km (T-Modell 5,2 l/100 km) liegt.

Mercedes-Benz E 250 CDI / E 250 CDI 4MATIC: Als stärkster Vierzylinder-Diesel fungiert der E 250 CDI, der aus 2.143 cm³ Hubraum insgesamt 204 PS bei 3.800 U/min schöpft. Das maximale Drehmoment von 500 Nm liegt von 1.600 bis 1.800 Touren an. So ausgerüstet erfolgt der Spurt auf Tempo 100 in 7,5 Sekunden (T-Modell 7,8 Sekunden). Der kombinierte Kraftstoffkonsum beträgt 4,8 l/100 km (T-Modell 5,2 l/100 km). In Kombination mit dem 4MATIC-Allradantrieb sind es 7,9 Sekunden für den klassischen Spurt (T-Modell 8,1 Sekunden) und 5,5 l/100 km (T-Modell 5,8 l/100 km).

Mercedes-Benz E 300 BlueTec: 231 PS bei 3.800 Touren stellt der kleinste V6-Diesel mit 3,0 Litern Hubraum bereit. Das maximale Drehmoment von 540 Nm steht von 1.550 bis 2.400 U/min zur Verfügung. Der E 300 BlueTec meistert den Sprint von 0 auf Tempo 100 in 7,1 Sekunden (T-Modell 7,4 Sekunden). Den durchschnittlichen Dieselkonsum beziffern die Macher mit 5,5 l/100 km (T-Modell 5,7 l/100 km).

Mercedes-Benz E 350 BlueTec E 350 BlueTec 4MATIC: Mit 265 PS bei 3.600 Touren und 620 Nm maximales Drehmoment von 1.600 bis 2.400 U/min stellt der E 350 BlueTec den stärksten V6-Diesel dar, der seine Kraft aus 3,0 Litern Hubraum schöpft. Von 0 auf Tempo 100 vergehen 6,6 Sekunden (T-Modell 6,9 Sekunden). Dem gegenüber steht ein durchschnittlicher Kraftstoffkonsum von 5,5 l/100 km (T-Modell 5,7 l/100 km). In der Allradversion E 350 BlueTec 4MATIC dauert der Spurt auf Tempo 100 insgesamt 6,7 Sekunden bzw. 7,0 Sekunden mit dem T-Modell. Der Verbrauch im Mittel mit 4MATIC beläuft sich auf 6,0 l/100 km (T-Modell 6,4 l/100 km).


Mercedes-Benz E 300 BlueTec Hybrid: Als richtig sparsam in puncto Spritverbrauch erweist sich die Hybridversion, die auf einen Durchschnittsverbrauch von nur 4,1 l/100 km (T-Modell 4,4 l/100 km) erzielt. Für den Vortrieb sorgen ein 204 PS starker Vierzylinder mit 2.143 cm³ Hubraum und 500 Nm Drehmoment (1.600 - 1.800 U/min) und einem Elektromotor mit 19 kW/26 PS und 280 Nm. Der Spurt von 0 auf Tempo 100 erfolgt in 7,5 Sekunden (T-Modell 7,8 Sekunden).

Fahrwerk als Basis für souveränes Fahrverhalten

Für die neue E-Klasse offeriert Mercedes-Benz vier Fahrwerksauslegungen. Das komfortabel ausgelegte „Direct Control“-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem stellt die Serienausführung für das Basisfahrzeug und die Ausstattungslinie „Elegance“ dar. Das sportlich ausgelegte „Direct Control“-Fahrwerk mit selektivem Dämpfungssystem wurde 15 Millimeter tiefer gelegt und serienmäßig in der Linie „Avantgarde“ installiert.

In Verbindung mit dem Exterieur-Sportpaket und dem AMG-Sportpaket ist ein Sportfahrwerk mit Tieferlegung erhältlich. Die Airmatic-Luftfederung mit elektronisch geregeltem Dämpfungssystem gehört hingegen zum Serienumfang der V8-Zylindermodelle. Das T-Modell rüstet Mercedes-Benz an der Hinterachse grundsätzlich mit einer Luftfederung samt integrierter Niveauregulierung aus.

Alle Modelle der E-Klasse statten die Macher künftig serienmäßig mit einer elektromechanischen Direktlenkung aus, welche die geschwindigkeitsabhängige Servounterstützung der Parameterlenkung mit einer über den Lenkeinschlag variablen Übersetzung kombiniert. Das Zahnstangen-Lenkgetriebe ist bedarfsgerecht gesteuert und trägt damit zur Effizienz bei.


Zu den Vorteilen der elektromechanischen Direktlenkung zählen eine verbesserte Agilität durch ein direkteres Ansprechen der Lenkung, ein komfortables Handling und ein hoher Lenkkomfort über alle Geschwindigkeiten und ein signifikantes Sparpotenzial, da lediglich für den Lenkvorgang Energie benötigt wird. Darüber hinaus ermöglicht die elektromechanische Direktlenkung den Einsatz innovativer Assistenzsysteme, wie zum Beispiel des aktiven Park-Assistenten.

Interieur: Die neuen Stärken des Komforts

Das Interieur der E-Klasse überarbeitete Mercedes-Benz ebenfalls sichtbar. Edle Materialien und raffiniert unterteilte Flächen mit präzisen Fugen und scharfen Radien unterstreichen den hochwertigen Gesamteindruck des großzügigen Innenraumes. Neu zeigt sich das zweiteilige Zierteil, das sich über die ganze Breite der Instrumententafel erstreckt und sich abhängig von den Ausstattungslinien in Holz- oder Alu-Optik wählen lässt.

Ebenfalls neu: das 3-tubige Kombiinstrument, das trapezförmige, glänzend gerahmte Display der Head-Unit, das Design der Lüftungsdüsen und eine Analoguhr zwischen den beiden zentralen Lüftungsdüsen. Weiter prägen das elegante Interieur eine modifizierte Mittelkonsole ohne Wählhebel und ein neues Multifunktionslenkrad.

Wie bisher werten attraktive Design-Pakete das Exterieur und das Interieur optisch auf. Zur Verfügung stehen neben der Basisausstattung die Ausstattungslinien „Elegance“ und „Avantgarde“. Letzte betont besonders den sportlichen Charakter. Darüber hinaus bietet die neue E-Klasse Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung. Unabhängig von der gewählten Ausstattungslinie stehen immer alle Ausstattungsmöglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise kann sich eine E-Klasse außen klassisch zeigen, während ihr Interieur einen modernen Charakter ausstrahlt.

 

Die neue E-Klasse ist bereits serienmäßig umfangreich ausgestattet. Zu den neuen Highlights gehört unter anderem der „Hands Free Access“, über den sich die Heckklappe berührungslos durch eine Fußbewegung unterhalb des Stoßfängers öffnen und schließen lässt.


Ein modernes Infotainment-Angebot erlaubt es, unterwegs stets auf dem Laufenden zu sein, was in der Welt oder im Büro geschieht, ermöglicht Musikgenuss und bietet auf Wunsch leistungsfähige Navigationslösungen und einen Internet-Zugang. Serienmäßig besitzt die E-Klasse das „Audio 20 CD“-Radio, das über einen Doppeltuner, einen MP3-fähigen CD-Player und einen USB-Anschluss in der Mittelarmlehne verfügt. Das TFT?Farbdisplay misst 14,7 Zentimeter in der Diagonalen. Bluetooth-fähige Endgeräte lassen sich anschließen. Des weiteren vermag das System SMS-Kurznachrichten anzuzeigen. Auf Wunsch lässt sich das „Audio 20 CD“-Radio mit einem Sechsfach-CD-Wechsler sowie der preisgünstigen Einstiegsnavigationslösung „Becker Map Pilot“ kombinieren.

Alternativ dazu bietet Mercedes-Benz für die E-Klasse das Multimedia-System „Comand Online“ mit einem hochauflösenden 17,8-Zentimeter-Farbdisplay, Internet-Zugang, Festplatten-Navigation und Notruf an. Zu den integrierten Apps von „Comand Online“ zählen die lokale Suche von Google, das Wetter und die Möglichkeit, eine zuvor am PC per Google Maps konfigurierte und zum Auto gesendete Route herunterzuladen. Zusätzlich stehen Apps für Google Streetview sowie Google Panoramio zur Verfügung.

Neue Assistenz-Systeme: Die Stereo-Kamera mit zwei Augen

Was mit der „Pre Safe“-Bremse samt autonomer Bremsfunktion begann und mit dem Abstandsregeltempomaten „Distronic Plus“ seine Fortsetzung fand, führt bei Mercedes-Benz zu einer neuen Dimension des Autofahrens: Komfort und Sicherheit verschmelzen miteinander. Mercedes-Benz nennt dies „Intelligent Drive“. In der E-Klasse feiert eine Vielzahl neuer oder optimierter Systeme aus der künftigen S-Klasse ihre Weltpremiere und soll das Autofahren komfortabler und sicherer machen.

Die Basis hierzu bilden neue Sensoren und entsprechende Algorithmen. Einen großen Schritt voran macht Mercedes-Benz mit der Einführung der „Stereo Multi Purpose Camera“. Analog zur bisherigen „Mono Multi Purpose Camera“ platzierten die Macher die neue Kamera hinter der Windschutzscheibe im Bereich des Innenspiegels. Die Kamera weist jedoch zwei „Kameraaugen“ auf, die mit einem Öffnungswinkel von 45 Grad im Bereich bis ca. 50 Meter vor dem Fahrzeug räumliches Sehen ermöglichen und eine Gesamtreichweite von 500 Meter besitzen.


Die Stereokamera liefert Daten, die von unterschiedlichen Systemen weiterverarbeitet werden. Intelligente Algorithmen werten diese räumlichen optischen Informationen aus und können damit innerhalb eines großen Sichtbereiches entgegenkommende, vorausfahrende und querende Fahrzeuge, aber auch Fußgänger sowie verschiedene Arten von Verkehrszeichen und Straßenmarkierungen erkennen und räumlich sowie in ihrer Bewegung zuordnen.

Als Erweiterung führt Mercedes-Benz verbesserte Versionen der mehrstufigen Radarsensorik ein. Serienmäßig sind sowohl die Limousine als auch das T-Modell mit dem „Collision Prevention Assist“ ausgerüstet, einer radargestützten Kollisionswarnung mit adaptivem Bremsassistenten, der die Gefahr eines Auffahrunfalles deutlich verringert. Ebenfalls zum Serienumfang gehört der „Attention Assist“, der nun in einem erweiterten Geschwindigkeitsbereich vor Unaufmerksamkeit und Müdigkeit warnt sowie den Fahrer über seinen Ermüdungszustand informiert - die Empfindlichkeitsstufe lässt sich entsprechend einstellen.

Zusätzlich stehen auf Wunsch neue oder in ihren Funktionen wesentlich erweiterte Assistenzsysteme zur Verfügung. Die „Distronic Plus“ mit Lenk-Assistent kann den Fahrer bei der Spurhaltung entlasten und beherrscht teilautonomes Staufolgefahren. Der Bremsassistent „BAS Plus“ mit Kreuzungs-Assistent vermag erstmals Querverkehr und Fußgänger erkennen und die Bremsung des Fahrers verstärken.

Die „Pre Safe“-Bremse ermöglicht es, Fußgänger zu erkennen und bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h die Kollision durch eine autonome Bremsung zu vermeiden. „Pre Safe Plus“ kann eine drohende Heckkollision erkennen. Dann löst das System Insassenschutzmaßnahmen für die Verringerung der Insassenbelastung aus und bremst das stehende Fahrzeug bei einer Heckkollision fest, um Sekundärunfälle zu vermeiden.


Der aktive Spurhalte-Assistent erkennt sogar belegte Nachbarspuren, unter anderem durch Gegenverkehr. Bei Kollisionsgefahr ist es möglich, auch bei unterbrochenen Linien unbeabsichtigtes Spurverlassen durch einseitige Bremsung zu verhindern. Das System ergänzt somit optimal den aktiven Totwinkel-Assistenten.

Ebenso optional erhältlich: Der adaptive „Fernlicht-Assistent Plus“ ermöglicht ein blendfreies Dauerfernlicht durch Ausblenden anderer Fahrzeuge im Fernlichtkegel, während der aktive Park-Assistent ein automatisches Einparken mit aktiven Lenk- und Bremseingriffen in Längs- und Querparklücken ermöglicht.

Der Verkehrszeichen-Assistent erkennt jetzt zusätzlich zu Geschwindigkeitsbegrenzungen ebenfalls Überholverbote und die jeweiligen Aufhebungsschilder, welche er direkt anzeigt. Bei Einfahrverboten mit entsprechender Beschilderung warnt das System den Fahrer optisch und akustisch. Die 360-Grad-Kamera hat zu guter Letzt alle vier Fahrzeugseiten im Blick und ermöglicht eine homogene Rundumsicht samt einer virtuellen Vogelperspektive. Dynamische Hilfslinien helfen beim Ein- und Ausparken sowie beim Rangieren.

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