Peugeot 308 GTi 2016: Radikal - jetzt sieht der VW Golf GTI alt aus

, 21.06.2015


Heiß war bereits das Jahr mit mehreren neuen Kompaktsportlern. Doch jetzt legen die Franzosen noch einmal richtig nach: Der neue Peugeot 308 GTi steht in den Startlöchern und kommt in Deutschland ab Ende Oktober 2015 auf den Markt. Mit 270 PS lässt Peugeot den VW Golf GTI alt aussehen und legt sich direkt mit dem Ford Focus ST (250 PS) und dem Seat Leon Cupra in der 280-PS-Version an. Mit der starken Power gab sich Peugeot nicht zufrieden und sorgt darüber hinaus für einen in seiner Klasse besonders effizienten Motor sowie eine interessante Ausstattung.


Kraftvolles GTi-Design mit Coupe Franche

Bereits die großzügig bemessene Front lässt keinen Zweifel am Leistungsniveau des Peugeot 308 GTi. Im oberen Teil rahmen Voll-LED-Scheinwerfer den markanten Kühlergrill ein, dessen schwarzes Gitternetz von einem schwarz glänzenden, horizontal verlaufenden Zielflaggenmuster durchsetzt ist.

Das Zielflaggenmuster griffen die Macher außerdem im großen unteren Lufteinlass auf. Dieser Lufteinlass, der die Versorgung des Ladeluftkühlers mit Frischluft sicherstellt, wird von dynamischen LED-Blinkern und einer roten beziehungsweise in Verbindung mit der Farbgebung „Ultimate Rot“ verchromten Spange eingefasst. Zwei kleine Spoiler geben dem Frontend den letzten Schliff und tragen zur exzellenten Aerodynamik bei.

Der Blick folgt den Schwellerverbreiterungen und ausdrucksstarken Fahrzeugflanken bis zum kraftvoll geformten Heck, das durch den schwarz lackierten Luftauslass mit zwei Auspuffendrohren besticht. Auf den vorderen Seitenwänden und auf dem Heck trägt der sportliche 308 das unverkennbare GTi-Emblem.

Mit seiner um 11 Millimeter tiefer gelegten Karosserie und den 19 Zoll großen Felgen zeigt sich der 308 GTi by Peugeot Sport radikal. Die Felgen geben durch ihr offenes Design den Blick auf die vorderen 380-Millimeter-Bremsscheiben mit einem robusten Vierkolben-Bremssattel frei. Die Signatur auf dem rot lackierten Bremssattel gibt einen Hinweis auf die Herkunft des Autos: „Peugeot Sport“.

Für die Karosserie stehen sechs Farbtöne zur Wahl: das neue „Ultimate Rot“, „Magnetic Blau“, „Perla Nera Schwarz“, „Artense Grau“, „Perl Weiß“, „Hurricane Grau“ und in der 270-PS-Variante mit der exklusiven „Coupe Franche“, die das „Ultimate Rot“ mit dem schwarzen „Perla Nera“ verbindet. Diese Farbvariante bringt die Erscheinung des Fahrzeugs darüber hinaus durch Fensterumrandungen in mattem Schwarz statt in Chrom zum Ausdruck.


270-PS-Motor: Was ihn von der Konkurrenz unterscheidet

Damit der Fahrer das Potenzial des Fahrwerks ausschöpfen kann, dreht unter der Haube des Peugeot 308 GTi der aus dem Peugeot RCZ R bekannte „1.6L THP 270 S&S“-Motor in zwei Leistungsvarianten mit 250 PS und 270 PS. In Deutschland wird allerdings nur die stärkere Variante auf den Markt kommen. Die 270 PS liegen bei 6.000 U/min an, während das maximale Drehmoment von 330 Nm in einem weiten Drehzahlbereich von 1.900 bis 5.000 Touren zur Verfügung steht.

In nur 6,0 Sekunden spurtet der Peugeot 308 GTI von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie beim Peugeot RCZ R auf 250 km/h elektronisch limitiert. Zur Übertragung des hohen Drehmoments von 330 Nm verstärkte Peugeot das 6-Gang-Schaltgetriebe und übersetzte das Achsgetriebe kürzer zugunsten höherer Beschleunigungen. Die Kraftübertragung erfolgt an die Vorderräder. Das Leistungsgewicht gibt Peugeot mit 4,82 kg/PS an, woraus sich ein Fahrzeuggewicht von 1.301 Kilogramm ergibt. In der kleineren Variante mit 250 PS erfolgt der Spurt von 0 auf 100 km/h in 6,2 Sekunden.

Trotz der hohen spezifischen Leistung von 169 PS pro Liter Hubraum, benötigt der 270 PS starke Reihenvierzylinder des mit einem Start-Stopp-System ausgestatteten Peugeot 308 GTi im Durchschnitt nur 6,0 Liter Benzin auf 100 Kilometern aus, was einem CO2-Ausstoß von 139 g/km entspricht.

Zum Vergleich: Der VW Golf GTI Performance (230 PS, 350 Nm, 1.382 kg, Verbrauch 6,0 l/100 km) erledigt mit dem 6-Gang-Handschaltgetriebe den Spurt von 0 auf 100 km/h in 6,4 Sekunden. Beim Seat Leon Cupra 280 (280 PS, 350 Nm, 1.395 kg) sind es mit dem 6-Gang-Handschalter 5,9 Sekunden für den klassischen Spurt. Der Ford Focus ST (250 PS, 360 Nm, 1.437 kg, Verbrauch 6,0 l/100 km, Verbrauch 6,0 l/100 km) erledigt den Sprint mit dem manuellen 6-Gang-Getriebe von 0 auf 100 km/h in 6,5 Sekunden.

Abgesehen von den absoluten Werten soll das Triebwerk des neuen Peugeot 308 GTi beim Fahren durch einen lang anhaltenden Durchzug durch den auf 200 bar gesteigerten Einspritzdruck beeindrucken. Die Leistungskurve liegt auf konstant hohem Niveau praktisch bis in den Drehzahlbegrenzer hinein. Die Grenze liegt bei 6.500 U/min, eine Drehzahl, auf die der Motor begeisternd schnell hochdreht. Leistung und Drehmoment sollen sich außerdem dank der speziellen Konzeption des Wastegates (Bypassventil) des Turbos auch bei hoher Drehzahl bestens dosieren lassen. Der Ausstoß der Abgase wird durch eine von den Katalysatoren bis zum doppelten Endrohr völlig neue Abgasanlage begünstigt.


Torsen-Differenzial für noch heißeres Kurvenerlebnis

Exklusiv beim Peugeot 308 GTi 270 integrierten die Franzosen serienmäßig ein Torsen-Differenzial mit begrenztem Schlupf in das Getriebe, um die Fahrdynamik in Kurven weiter zu verbessern und das bei Fronttrieblern typische Untersteuern beim Herausbeschleunigen aus Kurven ausmerzen. Durch die Verlagerung des Drehmoments an das Rad mit dem besten Grip kann der Fahrer so am Kurvenausgang früher beschleunigen.

Die Software der elektronischen Assistenzsysteme passte Peugeot an das sportliche Temperament des Fahrzeugs an. So stimmten die Macher die Kennlinie der elektrischen Servolenkung neu ab. Die Rückmeldung von der Straße soll präzise sein, so dass der Fahrer jederzeit weiß, wie die Räder seines Fahrzeugs stehen. Das Torsen-Differenzial bedingt ferner eine neue Kennlinie der Traktionskontrolle, deren Eingriffe damit optimiert werden. Die sportlichere Ausprägung des elektronischen Stabilitätsprogramms ESP lässt mehr Freiheiten zu. Erfahrene werden zu schätzen wissen ,dass sich das ESP komplett abschalten lässt.

Mit seiner breiten Spur (1,570 Meter vorn und 1,554 Meter hinten) sowie den „Michelin Super Sport“-Reifen der Dimension 235/35 R19 soll der neue Peugeot 308 GTi regelrecht auf der Straße kleben. Die griffigen Reifen verschieben die Haftungsgrenze unter Quer- und Längsbeschleunigung weit nach hinten.

Die 19-Zoll-Felgen vom Typ „Reverse“ sind jeweils zwei Kilogramm leichter als die herkömmlichen 18-Zoll-Alufelgen vom Typ „Diamant“. Um eine kräftige Verzögerung sicherzustellen, weisen die belüfteten Bremsscheiben vorn einen Durchmesser von 380 Millimetern auf und besitzen Festsättel mit vier Kolben. Der Durchmesser der hinteren Bremsscheiben beträgt 268 Millimeter. Diese Kombination erweist sich im Einsatz mit konstant hoher Bremsleistung als sehr standfest.

Das genau austarierte Fahrwerk ermöglicht dazu ein dynamisches Fahren und ein präzises Einlenken in Kurven, so die Franzosen. Dazu besitzt der Peugeot 308 GTi einen länger und härter ausgelegten, progressiv arbeitenden Einfederanschlag, der bereits beim Einfederbeginn reagieren kann, wenn der Fahrer allein im Fahrzeug sitzt. Den Stabilisator legten die Macher weicher aus, um im Zusammenspiel mit der Hinterachse eine bessere Balance sicherzustellen.


Innenraum: Was das Driver Sport Pack per Knopfdruck macht

Stimmig strahlt der Innenraum mit wenigen Knöpfen und dem bis in den Dachhimmel dunkel gestalteten Ambiente ausgeprägte Sportlichkeit aus. Rote Ziernähte setzen Akzente auf der Armaturentafel, den Sitzen, dem Schalthebelbalg und den hochwertigen Fußmatten. Die mit „Peugeot Sport“ und „GTi“ gekennzeichneten Einstiegsleisten bestehen genauso wie die Pedale, die Fußstütze und der Schalthebelknauf aus Aluminium.

In der GTi 270-Variante bietet der mit Leder und Alcantara bezogene Schalensitz einen exzellenten Seitenhalt. Das kompakte, mit feinnarbigem Leder ummantelte Lenkrad (351 x 329 Millimeter) ermöglicht ein präzises Lenken und lässt den Blick auf die hoch liegende Instrumenteneinheit zu. Der in die Armaturentafel integrierte große Touchscreen sorgt für den letzten Schliff.

Das „Driver Sport Pack“ bietet dem Fahrer darüber hinaus die Möglichkeit, das sportliche Ambiente an Bord noch intensiver zu gestalten. Durch einen Druck auf den „Sport“-Button auf der Mittelkonsole wechselt die Farbe im Instrumentenkombi von Weiß zu Rot, während das System im zentralen Instrument zusätzliche Infos (Leistung, Drehmoment, Ladedruck, Quer- und Längsbeschleunigung) anzeigt und der Motorsound noch präsenter und die Fahrpedalkennlinie noch sportlicher wird.

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