Rallye Dakar 2012: Sensation - Kleiner Mini holt den Gesamtsieg

, 16.01.2012


Der kleine Mini ist für die ganz großen Sensationen im Motorsport gut und schrieb erneut Geschichte: Erstmals gelang es einem Mini, die legendäre Rallye Dakar zu gewinnen. Ebenso bedeutet dies den ersten Sieg für das deutsche X-raid Team. Mit über 8.000 Kilometern im rauesten Gelände zeigte ein Mini All4 Racing vom 1. bis 15. Januar 2012, was in ihm steckt, um sich am Ende die Krone des Offroad-Sports zu sichern. Die Fahrer des Minis: kein Geringerer als die Dakar-Legende Stéphane Peterhansel aus Frankreich, der seinen 10. Dakar-Sieg holte, und dessen Co-Pilot Jean Paul Cottret.


Beim Sieg des Minis werden Erinnerungen daran wach, als schon einmal ein kleiner David den großen Goliaths die Rücklichter zeigte: Im Rallye-Winter 1963/64 sicherte sich ein Mini den Gesamtsieg der legendären Rallye Monte Carlo. Mit einem Paukenschlag wurde aus einem Kleinwagen eine Legende und es folgten weitere Monte Carlo-Siege 1965 und 1967. Der Kleine wirbelte die Rallye-Welt durcheinander und konnte jetzt mit dem Gewinn der Rally Dakar einen weiteren historischen Sieg einfahren.

Die Ausgabe 2012 der Rallye Dakar führte von Mar del Plata in Argentinien durch Chile bis in die peruanische Hauptstadt Lima. „Wir haben das langersehnte Ziel endlich erreicht - unser erster Sieg bei der Rallye Dakar“, freut sich Monster Energy X-raid Teammanager Sven Quandt nach der Podiumsüberfahrt von Stéphane Peterhansel.

Dakar-Rekordhalter Peterhansel wechselte nach der Dakar 2009 zum X-raid Team. Bis dahin fuhr „Mister Dakar“ bereits sechs Siege auf dem Motorrad (1991, 1992, 1993, 1995, 1997, 1998) und drei auf vier Rädern (2004, 2005, 2007) ein. Nun gelang ihm auch in Südamerika der große Coup in altbekannter Manier. Peterhansel erzielte bei dieser Dakar drei Tagessiege und überzeugte durch Konstanz und ruhige Fahrweise. So hielt er sich aus größeren Problemen heraus und lag ab dem dritten Tag an der Spitze der Gesamtwertung.


Doch das X-raid Team überzeugte nicht nur mit dem großen Dakar-Gewinn. Der Erfolg ging über den Sieg hinaus: Alle fünf Mini All4 Racing platzierten sich in den Top 10. Nani Roma (Spanien) und Michel Périn (Frankreich) sorgten mit Rang zwei für einen Doppelerfolg bei der Dakar 2012.

Bei der Rallye Dakar 2012 wurden aus dem einen Mini All4 Racing aus dem Jahre 2011 gleich fünf Fahrzeuge. In den Farben Grün, Gelb, Orange, Rot und Rot/Blau/Weiß sorgten sie außerdem für Farbe in der Wüste. Von der ersten Etappe an, hatte immer einer der Mini All4 Racing die Nase in der Gesamtwertung vorne und fuhr 8 der 14 Tagessiege ein.

Der Mini All4 Racing basiert auf dem Mini Countryman und ist beim X-raid Team mit 315 PS und brutalen 700 Nm Drehmoment aus 3,0 Litern Hubraum bestens für das extreme Rennen gerüstet. Die siegreiche Kombination vollendete Stéphane Peterhansel, der am 06.08.1965 in Vesoul geboren wurde.

Sport einfach nur zum Spaß zu treiben, fällt Peterhansel schwer. So war der Franzose bereits als Jugendlicher französischer Skateboard-Meister, bevor er sich komplett dem Enduro-Sport widmete. Auch hier ließen die Erfolge nicht lange auf sich warten. An der Rallye Dakar teilzunehmen, war ein lang gehegter Traum, der 1988 mit der ersten Teilnahme in Erfüllung ging.


Endstand der Rallye Dakar 2012:

1. Stéphane Peterhansel/Jean-P. Cottret (F/F) im Mini All4 Racing: 38:54.46 Stunden
2. Juan Roma/Michel Périn (E/F) im Mini All4 Racing: + 41.56 Minuten
3. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) im Toyota Hilux: + 1:13.25 Stunden
4. Leonid Novitskiy/Andreas Schultz (RUS/D) im Mini All4 Racing: + 2:11.45 Stunden
5. Robby Gordon/Johnny Campbell (USA/USA) im Hummer H3: + 2:16.53 Stunden
6. Lucio Ezequiel Alvarez/Bernardo Rolando Graue (ARG/ARG) im Toyota Hilux: + 4:05.52 Stunden
7. Carlos Sousa/Jean-Pierre Garcin (P/F) im Great Wall Haval: + 4:30.24 Stunden
8. Ricardo Leal dos Santos/Paulo Fiuza (P/P) im Mini All4 Racing: + 5:03.18 Stunden
9. Bernhard Ten Brinke/Matthieu Baumel (NL/F) im Mitsubishi Racing Lancer: + 5:11.18 Stunden
10. Krzysztof Holowczyc/Jean-Marc Fortin (PL/B) im Mini All4 Racing: + 6:59.38 Stunden

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