Skoda Vision S Kodiaq: Vollgepackt mit Zukunftstechnologien

, 23.03.2016


Das ist bereits zu über 80 Prozent ein Serienmodell: Die Studie Skoda Vision S zeigt den neuen Skoda Kodiaq, der Ende 2016/Anfang 2017 auf den Markt kommt. Seine Premiere feiert das Serienmodell auf dem Pariser Automobilsalon im Oktober 2016. Doch damit nicht genug: Der Skoda Vision S präsentiert eine Vielzahl an Zukunftstechnologien. Grund genug, sich dieses Concept Car im Detail anzuschauen.


Studie basiert auf neuer Langversion des VW Tiguan

Der Skoda Vision S beziehungsweise Skoda Kodiaq ist oberhalb des Skoda Yeti positioniert. Der neue SUV basiert auf dem VW Tiguan, allerdings auf der Langversion mit bis zu sieben Sitzplätzen, die Volkswagen für den Tiguan noch nicht präsentierte. In Zahlen ausgedrückt: Der Skoda Vision S ist 43,70 Meter lang, 1,91 Meter breit und 1,68 Meter hoch. Der Radstand beträgt 2,79 Meter. Die Studie besitzt sechs Sitze über drei Sitzreihen.

Design: Die neue Ausdrucksstärke von Skoda

Ausdrucksstark sowie dynamisch gezeichnet und dazu scharfe Linien - das sind die Charakterzüge des Skoda Vision S, den die Macher in der Farbe „Island Grün“ lackierten. Die Motorhaube ist intensiv plastisch durchgeformt, während der breite, trapezförmige Kühlergrill mit den aufrecht stehenden Streben das Gesicht gemeinsam mit den vier flachen, keilförmig geschnittenen und hoch gesetzten LED-Scheinwerfern prägt.

Den robusten SUV-Charakter verdeutlicht ebenfalls die Seitenansicht. Die scharf herausgezogene und stark unterschnittene Tornadolinie startet an den oberen Leuchteinheiten und spannt sich über eine kraftvolle Karosserie. Derweil gestaltete Skoda die Radhäuser eckig. Dazu kommt über den Seitenschwellern eine tiefe Hohlkehle. Ins Auge fallen darüber hinaus die 21 Zoll großen Felgen mit fünf prägnant gezackten Armen. Skoda bestückte die Räder mit Reifen im Format 275/40.


Weitere Akzente setzen die früh abfallende Dachlinie und das eingezogene Heck. Ein kräftiger Diffusoreinsatz, der die großen, elliptischen Abgasendrohre einschließt, verleiht dem SUV optisch einen starken Stand auf der Straße. Die Heckscheibe, von einem langen Spoiler beschattet, ist sportlich-niedrig gehalten, ohne den Durchblick nach hinten zu beeinträchtigen.

Unter der Heckscheibe liegen die keilförmigen LED-Heckleuchten, deren Abdeckungen aus facettenreich geschliffenem Kristallglas kleine Spoilerkanten integrieren, die den Abriss der Strömung verbessern. Im Inneren der Leuchten strahlen LED-Einheiten. Die für Skoda typische C-Grafik, die mit den Heckleuchten beginnt, setzt sich in den flachen Reflektoren, die im Stoßfänger liegen, fort. Der Gepäckraum misst je nach Stellung der Sitze bis zu 460 Liter und lässt sich dank des planen Bodens, der niedrigen Ladekante und der hoch aufschwingenden Heckklappe mühelos beladen.

Skoda elektrisiert: Der neue Plug-in-Hybridantrieb

Skoda arbeitet mit Hochdruck daran, elektrifizierte Antriebe in Serie einzuführen. In Zukunft möchte Skoda einen Plug-in-Hybridantrieb anbieten. Ein rein elektrisch betriebener Antrieb wird zeitnah folgen. Einen Ausblick auf die elektrische Zukunft gibt der Skoda Vision S bereits heute: Als Verbrennungsmotor dient ein 1,4 Liter großer TSI-Benziner mit 115 kW/156 PS Leistung und 250 Nm Drehmoment. Der Benziner kooperiert mit einem Elektromotor, der 40 kW/54 PS Leistung und 220 Nm Drehmoment aufbringt.


Die Macher integrierten die E-Maschine in das Sechsgang-DSG (Doppelschaltgetriebe) des Verbrennungsmotors, das die Kräfte auf die Vorderräder leitet. An der Hinterachse platzierte Skoda einen zweiten Elektromotor mit bis zu 85 kW/116 PS Leistung und 270 Nm Drehmoment, der unabhängig vom Vorderachsantrieb arbeitet. Der Skoda Vision S besitzt damit einen elektrifizierten Allradantrieb, der ohne mechanische Verbindungsteile auskommt.

Das Concept Car beschleunigt mit einer Systemleistung von 165 kW/225 PS in 7,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erzielt eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 200 km/h. Auf 100 Kilometern begnügt sich der Skoda Vision S durchschnittlich mit 1,9 Litern Benzin, was einem CO2-Ausstoß von 45 g/km entspricht. Der Skoda Vision S kann bis zu 50 Kilometer weit rein elektrisch fahren. Mit beiden Antrieben legt die Studie bis zu 1.000 Kilometer zurück.

Fünf Betriebsmodi und ein Blick in die Zukunft

Ein intelligentes Management steuert die Kooperation der drei Motoren - immer mit dem Ziel maximaler Effizienz. Der Fahrer kann zwischen fünf Betriebsmodi wählen: vom rein elektrischen Antrieb bis zum Charge-Mode. Der E-Mode bedeutet rein elektrisches Fahren, hier übernimmt die drehmomentstarke E-Maschine an der Hinterachse die Arbeit alleine.

Im Hybrid-Mode arbeiten die Antriebe je nach Anforderung auf unterschiedliche Weise zusammen. Wenn es beispielsweise Energie zurückzugewinnen gilt, fungiert die vordere E-Maschine als Generator. Beim starken Beschleunigen im Hybrid-Sport-Mode kooperiert der 1.4 TSI-Benziner mit dem vorderen und hinteren Elektromotor. Ähnlich funktioniert es, wenn das Hybrid-Management erkennt, dass der Allrad-Mode sinnvoll ist: Hier werden der Verbrennungsmotor vorne und die E-Maschine hinten genutzt, wie zum Beispiel bei Glätte oder im leichten Gelände.

 

Im Charge-Mode wird die Batterie nachgeladen. In diesem Fall wird der Elektromotor vorne verwendet. Das Nachladen ist sowohl während der Fahrt als auch im Stand möglich. Im crashgeschützten Bereich vor der Hinterachse liegt die flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie, die 12,4 kWh Energie speichert. Das stationäre Laden erfolgt an der Steckdose. Für den zukünftigen Serieneinsatz arbeitet Skoda zudem am kontaktlosen Laden per Induktion. Hier überträgt eine Bodenladeplatte die Energie aus dem Stromnetz ins Auto.


Das adaptive System „Dynamic Chassis Control“ (DCC) steuert darüber hinaus die Arbeit der Stoßdämpfer. Ferner kann der Fahrer die Charakteristik des Fahrwerks in den Modi „Normal“, „Comfort“ und „Sport“ regeln.

Innenraum: Diese Systeme gehen in den nächsten Jahren in Serie

Jede Person an Bord genießt First-Class-Komfort - der Fahrer ebenso wie die fünf Passagiere. Feines hellgraues Nappaleder mit dunkelblauen Ledermustern in Kombination mit Alcantara betonen den noblen Eindruck, den der Innenraum ausmacht. Aus handgeschliffenem Kristallglas bestehen das Logo auf der Lenkradmitte, Teile der Mitteltunnelkonsole und die plastisch ausgeformten Dekorleisten in den Türen. In den ersten zwei Sitzreihen finden je zwei Erwachsene viel Raum für Kopf, Knie und Ellbogen. Die dritte Reihe ist für zwei weitere Personen konzipiert.

Als Novum für Skoda erweist sich der zweite Bildschirm in der Armaturentafel, welche die Macher für den Fahrer und Beifahrer gestalteten. Die beiden riesigen Displays weisen jeweils eine Bildschirmdiagonale von 16 Zoll beziehungsweise 40,6 Zentimeter auf. Vertikal stehende Luftausströmer fassen die Displays ein.


Intensiv arbeitet Skoda an praktischen, benutzerfreundlichen Bedienkonzepten für den zukünftigen Serieneinsatz. Alle Insassen besitzen ein eigenes Display. Das System bereitet die Informationen für Fahrer und Mitfahrer zielgerichtet auf. In den nächsten Jahren will Skoda frei programmierbare Kombiinstrumente in Serie einführen. Parallel arbeitet die Marke an dem Einsatz von Sprach- und Gestensteuerung.

Auf der Mitteltunnelkonsole liegt ein drittes Display. Für die Passagiere in der zweiten und dritten Sitzreihe gibt es Displays in den Kopfstützen. In jeder Tür integrierte Skoda darüber hinaus eine Phonebox, die Smartphones induktiv auflädt, während sich persönliche Einstellungen, Daten und Informationen des Smartphones über das fahrzeugeigene Display abrufen lassen.

Ausbau der Konnektivitäts-Angebote: So schön ist die Zukunft

Eine umfangreiche Vernetzung von Auto, Fahrer und Mitfahrer sorgt zukünftig für eine noch komfortablere und sicherere Fahrt. Dazu arbeitet Skoda an neuen, vielseitigen Konnektivitäts-Angeboten, die zu noch mehr Informationen, zu noch besserer Unterhaltung und zu noch höherer Sicherheit beitragen.


Auch hier gibt der Skoda Vision S die Richtung vor: Für jeden Passagier steht neben dem eigenen Display ein Kopfhörer und eine Smartphone-Ablage mit SmartLink-Funktion und induktiver Lademöglichkeit zur Verfügung. Alle Passagiere können über das Bordnetz Daten wie Routenvorschläge oder Playlists an den Fahrer schicken und nach Belieben miteinander kommunizieren. Die Verbindung ins Internet erfolgt mit dem superschnellen LTE-Standard. Ein WLAN-Hotspot bindet die mobilen Endgeräte der Passagiere an.

Neue Konnektivitäts-Angebote können sich künftig auch auf Themen wie die individuelle Vorkonditionierung des Autos erstrecken. Bereits vor Beginn der Fahrt ließen sich beispielsweise Playlists, Standheizung und Navigationsziele programmieren und die elektrische Reichweite überprüfen. Zum Öffnen des Autos dient ein „Digital Key“ auf dem Handy oder der Smartwatch.

Bei der Routenplanung werden dem Fahrer Vorschläge unterbreitet, die sich an seinen Präferenzen orientieren. Die Informationen über Verkehr und Wetter sind ebenfalls maßgeschneidert. Zudem ist denkbar, dass sich die Autos von Skoda gegenseitig auf erkannte Gefahrenstellen wie Pannenfahrzeuge oder Glätte hinweisen. Derartige Konnektivitäts-Lösungen können den Komfort und die Sicherheit beim Fahren stark verbessern.

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