Essen Motor Show 2003: Tuning ohne Grenzen

, 15.12.2010

„Power meets Emotion“ war in diesem Jahr das Leitmotiv der Essen Motor Show, die vom 28. November bis zum 7. Dezember 2003 zum 36. Mal das Mekka der Liebhaber schneller Autos wurde. Nirgendwo wird die Lust auf Leistung schriller gefeiert als auf dieser Messe – in Essen zeigte sich wieder einmal Tuning ohne Grenzen. Fast alle neuen Fahrzeugmodelle des Jahres 2003 waren bereits in getunten Versionen zu sehen. Auch an den bereits schnellen Supersportwagen hatte man nochmals kräftig Hand angelegt, so dass diese bis zu 350 km/h erreichen und für die Straße zugelassen sind. Darüber hinaus stellten sich kleine und schnittige Sportwagen mit einem exzellenten Kurvenverhalten vor.

Den Trend zum Allrad-Fahrzeug nahm die Essen Motor Show schon vor Jahren vorweg – und setzt konsequent auf „Vierrad-Antrieb“. Vier Ausstellungsbereiche sind Zeugen dieses Erfolgsrezeptes. Die international vielseitige Automobilmesse in der Messe Essen ist Spiegel der Faszination rund um die Themen Autos und Motorsport, individuelles Fahrzeug-Tuning, Oldtimer und Classic Cars sowie einzigartige, unverkäufliche Fahrzeug-Sensationen im weltweit einmaligen Show-Center. Auf dieser Messe bekamen selbst gestandene Männer vor Freude feuchte Augen. Insgesamt 404.400 Besucher bescherten der Weltmesse für Tuning, Motorsport und Classics ein stabiles Ergebnis auf dem Rekord-Niveau des Vorjahres.

Automobile: Sportliche Neuheiten im Mittelpunkt

Die Automobilhersteller präsentierten ihre neuesten Modelle. Im Vordergrund standen die sportlichen Varianten und spezielle Fahrzeugentwicklungen, mit denen sie im Motorsport erfolgreich sind. An vielen Ständen glänzten Fahrzeuge aus unterschiedlichen Rennsportkategorien - darunter auch die siegreichen Formel 1-Boliden. Mitsubishi nutzte gar die Essen Motor Show für eine Weltpremiere: den neuen Lancer WRC für die Rallye-WM 2004.

Tuning: Weltmesse der Autoveredler

Nirgendwo sonst zeigen die Automobiltuner so umfassend ihr Produktspektrum wie auf der Essen Motor Show, die den Rang der Weltmesse für Automobiltuning trägt. Wer in der Branche der Autoveredler Rang und Namen hat, ist dabei. Ob Innenraum- oder Optiktuning, ob Motor- oder Fahrwerkstuning – die Essen Motor Show ist jedes Jahr ein international erstrangiges Schaufenster dieser trotz allgemeiner Wirtschaftsschwäche wachstumsorientierten Branche. Dabei ließen vor allen Dingen hochgetunte und exklusive Porsches, Ferraris, Lotus’, BMWs, Mercedes’ die Herzen der Autoenthusiasten höher schlagen.

Oldtimer & Classic Cars: Markt für automobile Antiquitäten

Die rund 400 antiken Auto-Raritäten im Bereich Oldtimer und Classic Cars waren nicht nur zu bewundern – man konnte sie auch kaufen. Fahrzeuge im Wert von Millionen Euro wechselten den Besitzer: Alltagstaugliche Youngtimer für den nicht so betuchten Oldie-Fan ebenso wie sündhaft teure Sammlerstücke, von denen besonders edle Exemplare auch von Käufern aus dem europäischen Ausland sowie Übersee oder Fernost erstanden wurden.

Neue Freunde – und Käufer – fanden hier zum Beispiel einen Ferrari 250 GT SWB aus dem Jahre 1962. Der dunkelblaue Sportwagen mit Zwölf-Zylinder-Motor fand für 2,1 Millionen Euro einen Liebhaber. Nicht ganz so tief in die Tasche griffen die Käufer eines Packard Sport 733 aus dem Jahre 1932, der für vergleichsweise bescheidene 460.000 Euro verkauft wurde, oder eines Mercedes-Benz 190 SL von 1962, der seinem neuen Eigentümer 58.000 Euro wert war.

Darüber hinaus konnten attraktive Ferrari-Straßenfahrzeuge im Rahmen der Sonderpäsentation „Ferrari Days“ bestaunt werden – vom Ferrari 250 GT California Spider bis hin zum Enzo.

Neu gestyltes Show-Center

In neuem Outfit präsentierte sich das Show-Center: Custom-Cars, sprintstarke und kraftstrotzende Dragster, Designstudien und Unikate, extrem flache Lowrider oder Traktoren mit über 5.000 PS Leistung – das Show-Center belegte erneut, dass der automobilen Phantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Eines der Highlights war der Xeno III, ein komplett vergoldeter Roadster mit V8-Rennbootmotor im Wert von einer Million US-Dollar. Einen Blick in die Autozukunft gewährte die Schau „Automobil-Design“, die rund 20 automobile Visionen der Automobilhersteller und renommiertesten Designer zeigte, darunter u. a. der von Pininfarina für Ferrari entworfene „Rossa“. Das Hauptthema im Show-Center hieß „55 Jahre Ferrari in der Formel 1“. Über 20 Siegerfahrzeuge erinnerten an die Erfolgsgeschichte der roten Boliden aus Maranello in der Königsklasse des Motorsports.

Top-Treff der Prominenz

Auch bei der Prominenz stößt die Essen Motor Show wieder einmal auf großes Interesse. So waren u. a. Formel 1-Vizeweltmeister 2003 Kimi Raikkönen, Formel 1-Pilot David Coulthard, Paris-Dakar-Gewinnerin Jutta Kleinschmidt, DTM-Meister Bernd Schneider, Renn-Legende Hans-Joachim Stuck, der ehemalige Formel 1-Pilot Christian Danner, die Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose vom 1. FC Kaiserslautern und Andy Möller von Eintracht Frankfurt zu Gast. Ferner kamen Spitzen-Manager aus dem Motorsport zur Essen Motor Show, darunter auch Dr. Mario Theissen von BMW.

Special

Nach dem Rundgang über die Essen Motor Show lässt sich bei den PS-starken Fahrzeugen ein Trend klar erkennen: Es wird nun auch hier etwas mehr optische Opulenz gewagt, bleibt dabei aber dezent. Die Käufer der schnellen Autos möchten, dass der Wagen sportlich und bullig dasteht. Zugleich aber soll nicht auf den ersten Blick erkennbar sein, dass die üppigen Proportionen von einem Tuner stammen.

In diesem Special stellen wir sowohl kleine, exklusive Geschosse, aber auch hochgetunte und sündhaft teure Supersportwagen sowie Limousinen mit noch mehr Leistung vor, die allesamt auf der Essen Motor Show 2003 präsentiert wurden. Die Fotogalerie über die Essen Motor Show mit fast 120 Bildern bietet einen schönen Einblick in die atemberaubenden und PS-starken Schönheiten der Messe.

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