"Class One": DTM und Super-GT planen Reglement Ende 2017

, 12.05.2016

Ein Reglement für die "Class One" ist frühestens in 16 Monaten zu erwarten - Das verkündeten Vertreter von DTM und Super GT nach einem Treffen in Tokio

Nächste Runde in der geplanten Zusammenarbeit zwischen der DTM und der japanischen Super-GT: Am Mittwoch trafen sich in Tokio Vertreter von ITR, Super-GT, den deutschen Herstellern (Audi, BMW und Mercedes) und den japanischen Autobauern (Honda, Nissan und Toyota). Bei diesem Treffen wurde eine gemeinsame Absichtserklärung verabschiedet, das Reglement der sogenannten "Class One" bis zum September 2017 zu erarbeiten und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

"Wir haben bei unserem heutigen Meeting einen weiteren Schritt in Hinblick auf die Harmonisierung des Reglements gemacht und dabei auch die nächsten Meilensteine definiert", erklärt Hans Werner Aufrecht, Vorsitzender der ITR, und ergänzt: "Dabei ist es uns gelungen, den Weg entlang der beiden Hauptziele Kostenreduzierung und geografischen Expansion der Marketingaktivitäten zu beschreiben."

Ursprünglich war geplant, dass die DTM und die japanische Super GT bereits 2017 gemeinsam auf die Strecke gehen. Doch weil die Turbomotoren in der DTM, die ebenfalls 2017 eingeführt werden sollten, zunächst einmal verschoben wurden, könnten gemeinsame Rennen momentan nur unter Anwendung einer Balance-of-Performance-Regelung (BoP) stattfinden.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt versichert allerdings, dass der Turbomotor auch in der DTM bald zum Einsatz kommen wird. Für ihn ist "klar", dass der Umstieg auf die neuen Aggregate passieren wird. "Den haben wir auf 2019 verschoben", erinnert er und erklärt im Hinblick auf die gemeinsamen Rennen mit der Super-GT: "Die bisherigen Gespräche waren so, dass man die DNA der einzelnen Serien erhalten wollte."

Während in der DTM Rennen mit Sprintcharakter gefahren werden, orientiert sich die Super-GT eher am Langstreckensport. Ein weiterer großer Unterschied sei, "dass wir hier mit einem Einheitsreifen fahren und die Japaner Reifen entwickeln und auch unterschiedliche Hersteller haben." Marquardt erklärt: "Unser Paket ist vielleicht aerodynamisch etwas ausgefeilter. Bei den Japaner kommt mehr Performance über Reifen und Grip."

Trotzdem ist der BMW-Motorsportdirektor überzeugt, dass man beide Serien "gut zusammenführen" kann. "Da kann man etwas ähnliches hinkriegen. Ich sehe keinen Grund, warum das nicht sehr eng zueinander konvergieren kann", erklärt er. Neben Marquardt waren auch Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz und Audi-DTM-Leiter Dieter Gass beim Treffen in Tokio anwesend.

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