DTM 2015: Die Audi-Stimmen zu den Rennen in Zandvoort

, 08.07.2015

"Das Ziel sind zwei Siege": Audi reist als Favorit nach Zandvoort und will dort unbedingt an die bisherigen Erfolge der DTM-Saison 2015 anknüpfen

"Zandvoort ist eine coole Strecke mit einem tollen, natürlichen Verlauf", sagt Jamie Green (Rosberg-Audi). Er reist mit drei Saisonsiegen und 81 Punkten als Tabellenführer nach Holland, zur vierten Station der DTM-Saison 2015. Green schwärmt: "Der Kurs hat Charakter und die schnellen Kurven sind für jeden Rennfahrer eine echte Herausforderung."

Der Brite feierte in Zandvoort einen der größten Erfolge seiner Karriere: 2004 sicherte sich Green auf dem Dünenkurs mit einem überlegenen Sieg vorzeitig den Titel in der Formel-3-Euroserie. Einer seiner härtesten Rivalen damals: Nico Rosberg. Heute startet Green in der DTM für das Team von Nicos Vater Keke Rosberg.

In der DTM ist Green bei zehn Starts in Zandvoort noch kein Podium gelungen. Sein bestes Ergebnis bisher: Platz vier. "Höchste Zeit, das zu ändern", meint der DTM-Spitzenreiter. Im vergangenen Jahr hätte es schon klappen können: Green lag auf Platz zwei, ehe eine Safety-Car-Phase die Strategie durchkreuzte. "In diesem Jahr habe ich ein perfektes Auto. Auch die Gewichtssituation ist günstiger für uns als am Norisring."

Elf Punkte hinter Green auf dem zweiten Tabellenplatz liegt Mattias Ekström. Der Schwede aus dem Team Abt-Sportsline feierte 2002 in Zandvoort den ersten seiner bisher 20 DTM-Siege. Er ist dort mit vier Erfolgen Rekordsieger. "Ich war in Zandvoort bisher immer gut unterwegs", sagt Ekström. "Der Kurs bietet eine tolle Kombination aus schnellen und langsamen Kurven. Der Belag hat viel Grip, die Reifen bauen deshalb im Rennen stark ab. Wenn man ein Auto hat, das über die Distanz gut funktioniert, ist das ein großer Vorteil. Mit unserem RS5 sind wir gut aufgestellt."

Für Audi war Zandvoort bisher fast immer ein gutes Pflaster. Seit dem werksseitigen Comeback in der DTM im Jahr 2004 holte die Marke siebenmal den besten Startplatz und genauso häufig den Sieg - zuletzt mit Ekström (2014), Edoardo Mortara (2012) und Mike Rockenfeller (2011).

"Audi ist in Zandvoort traditionell stark und die Strecke bei unseren Fahrern sehr beliebt", sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi. "Nach dem Stadtrennen in Nürnberg freuen wir uns wieder auf eine 'normale' Rennstrecke, die zudem eine der anspruchsvollsten im DTM-Kalender ist. Wir wollen wieder ein geschlosseneres Bild abgeben als am Norisring. Das Ziel sind zwei Siege. Aber mit Mercedes ist immer zu rechnen. Die waren in Hockenheim und am Norisring stark und hatten nur in der Lausitz einen Durchhänger. Und BMW dürfen noch immer deutlich leichter fahren als unsere RS5. Mal sehen, wie sehr sich das auswirkt."

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